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Für Franz Beckenbauer ist Bastian Schweinsteiger als DFB-Kapitän die logische Wahl
Franz Beckenbauer wurde 1974 als Spieler und 1990 als Trainer Weltmeister © getty

Franz Beckenbauer kontert im SPORT1-Doppelpass die Kahn-Kritik, wünscht sich Neuer und Abwehr-Einkäufe. Schalke belächelt er.

Von Tobias Hlusiak

Furth - Die Saison ist gerade zu Ende gegangen, der letzte Titel ist vergeben. Schon befinden sich die Bundesligisten in der heißen Vorbereitung auf die neue Spielzeit.

Allen voran der FC Bayern.

Der Transfer von Stürmertalent Nils Petersen ist unter Dach und Fach. Nun werden die eindringlichen Baustellen in der Defensive in Angriff genommen.

Für Franz Beckenbauer hat eine Verpflichtung oberste Priorität.

"Ich kann nur hoffen, dass Manuel Neuer kommt. Dann wäre man eine große Sorge los", sagte der "Kaiser" im SPORT1-Doppelpass.

"So ein Juwel bekommst du nur einmal."

"Kaiser" sieht Bayern gerüstet

Beckenbauer sieht den Rekordmeister in Sachen Kaderplanung ohnehin auf einem sehr guten Weg.

Dies kenne er von seinem Stammverein allerdings auch nicht anders.

"Der FC Bayern hat immer gezielt eingekauft", meint der Weltmeister-Coach von 1990 - als Antwort auf gegenteilige Vorwürfe von Oliver Kahn im Audi Star Talk (Bericht).

So werde es auch in diesem Jahr sein.

Schalke kündigt Sitzung an

Sportdirektor Christian Nerlinger hat in mehreren Verhandlungsrunden mit dem frischgebackenen Pokalsieger den Grundstein für den Neuer-Transfer gelegt.

Karl-Heinz Rummenigge unterstrich, es liege "nur an Schalke 04, wann sie den Transfer bekanntgeben".

Die Königsblauen haben nun ihrerseits unmittelbar nach dem Pokal-Triumph (Bericht) für Mittwoch eine außerordentliche Aufsichtsratsitzung angekündigt.

Dort wird laut S04-Boss Clemens Tönnies beschlossen, ob Neuer noch in diesem Sommer gegen eine saftige Ablöse nach Bayern wechselt.

[kaltura id="0_elkeatx1" class="full_size" title=" Ich werde mir den Arsch aufrei en "]

"Die Entscheidung ist so wichtig"

"Die Entscheidung ist so wichtig, dass sie in einer Sondersitzung des Aufsichtsrates fällt", verriet der Tönnies.

Er sei allerdings "strikt dagegen, dass Manuel geht".

Ein Verbleib des Nationalkeepers auf Schalke - für die kommende Spielzeit - ist theoretisch auch noch möglich.

Neuer selbst scheint gelassen zu sein, er könne sich auch vorstellen, seinen Vertrag auf Schalke bis 2012 zu erfüllen. Die sei für den Torwart "kein Problem".

"Wie im Kindergarten"

"Ich weiß nicht wie weit die Verhandlungen schon fortgeschritten sind", gibt Beckenbauer zu. "Ich wünsche es mir aber, dass Manuel kommt."

Die fehlende Auskunftsfreudigkeit der Schalker am Rande des Pokalfinals empfand der "Kaiser" allerdings "wie im Kindergarten".

Mit dem Abschluss des Neuer-Theaters würde für den Bundesliga-Dritten der erste Dominostein fallen.

Beckenbauer fordert Verstärkungen

Beckenbauer empfiehlt dem FCB für diesen Fall weitere Kräfte für die Defensive zu holen: "Hier müssen keine Ergänzungen, sondern Verstärkungen her!"

Dann sei die Heynckes-Elf in der kommenden Saison "national wie international wieder titelfähig".

Mit Nationalverteidiger Jerome Boateng sind die Bayern allem Anschein nach bereits handelseinig. Lediglich mit dem abgebenden Verein Manchester City streitet man noch um die Ablösesumme.

Außenverterteidiger für beide Seiten werden derzeit gecastet.

"Hin zur Jugend!"

Doch nicht nur teure Neuverpflichtungen sieht Beckenbauer als Schlüssel zum Erfolg.

"Es gibt einen Trend in der Liga: Hin zur Jugend! Der FC Bayern hat das vorgemacht und Spieler wie Schweinsteiger, Müller, Lahm und auch Kraft hervorgebracht. Andere Vereine wie Borussia Dortmund kopieren dieses Vorgehen und sind damit erfolgreich!"

In der abgelaufenen Saison sei bei den Münchnern viel schiefgelaufen. "Trotzdem wurde man am Ende Dritter!"

Das sollte den Fans und Verantwortlichen Mut machen.

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