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Slomka (l.) wurde mit Hannover Vierter, Tuchel mit Mainz Fünfter © getty

Die Rheinhessen und Hannover gehen ungesetzt in die Qualifikationsrunden zur Europa League. Hochkarätige Gegner drohen.

Von Christian Stüwe

München - Schalke 04 und die beiden Bundesliga-Überraschungsteams aus Hannover und Mainz sind die deutschen Vertreter in der Europa League.

Alle drei Teams müssen in die Qualifikation zur Gruppenphase.

Während der Pokalsieger aus Gelsenkirchen angesichts der jüngsten Erfolge in der Champions League aber gesetzt sein dürfte, erwarten die 96er und 05er mit großer Wahrscheinlichkeit schwierige Gegner.

Die Rheinhessen steigen als Fünfter der Bundesliga-Abschlusstabelle bereits in die dritte Qualifikationsrunde ein.

Mannschaften wie der diesjährige Finalist Sporting Braga, Lokomotive Moskau, Stoke City, Celtic Glasgow oder der RSC Anderlecht steigen ebenfalls bereits zu diesem Zeitpunkt in die Qualifikation ein und wären mögliche Gegner.

Mainz schied 2005 gegen FC Sevilla aus

Angesichts des UEFA-Cup-Gastspiels der Rheinhessen in der Saison 2005/06 wurde am Bruchweg gerechnet, doch die 05er gehen davon aus, nicht gesetzt zu sein, wie Pressesprecher Tobias Sparwasser SPORT1 mitteilte.

Mainz qualifizierte sich vor sechs Jahren über die Fair-Play-Wertung für den UEFA-Cup und war damals ebenfalls nicht gesetzt.

Damals bekam die noch von Jürgen Klopp trainierte Elf den späteren Sieger FC Sevilla zugelost und verpasste nach einem 0:0 in Andalusien durch ein 0:2 in der Frankfurter Commerzbank-Arena den Einzug in die Gruppenphase.

Nun gilt es für die Mannschaft von Thomas Tuchel die dritte Qualifikationsrunde zu überstehen, um sich für die Playoff-Runde zu qualifizieren.

Hannover steigt direkt in Play-Off-Runde ein

Dort wird dann auch Hannover in den Wettbewerb eingreifen. Und die Gegner für die deutschen Teams - sollte Mainz die dritte Runden überstehen - werden noch einmal schwieriger.

Das Star-Ensemble von Tottenham Hotspur, Lazio oder AS Rom und der Sieger von 2010, Atletico Madrid, kämen als Konkurrenten in Frage.

Dazu kommen die 15 Verlierer der Qualifikationsrunde zur Champions League. Auch hier drohen große Kaliber.

Der FC Arsenal startet etwa in dieser Runde und könnte bei einem Ausscheiden aus den Playoffs zur Königsklasse als Rivale drohen.

Hoffen auf Außenseitersiege

"Es ist durchaus möglich, dass wir nicht gesetzt sind", sagte Hannovers Sportdirektor Jörg Schmadtke der "Bild": "Wir sind darauf eingestellt, dass wir auch einen Top-Gegner bekommen können. Es kommt darauf an, wer durchkommt in den vorherigen Runden."

Sollten sich einige Außenseiter durchsetzen, könnten 96 und Mainz aufgrund ihres Bundesliga-Koeffizienten doch noch gesetzt werden.

Aber wie auch immer, der Weg in die Gruppenphase dürfte für beide Teams nicht einfach werden.

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