vergrößernverkleinern
Bruno Hübner spielte in der Bundesliga für den 1. FC Kaiserslautern © getty

Bruno Hübner wechselt vom MSV Duisburg zu Eintracht Frankfurt und wird dort Sportmanager. Der 50-Jährige soll Bruchhagen entlasten.

Frankfurt - Bundesliga-Absteiger Eintracht Frankfurt hat sich für eine kleine Lösung entschieden und Bruno Hübner als neuen Sportmanager eingestellt 316092(DIASHOW: Die Bundesliga-Wechselbörse).

Der 50 Jahre Hübner arbeitete seit Januar 2008 als Sportdirektor beim Pokalfinalisten MSV Duisburg.

Sein bis 2013 laufender Vertrag bei den "Zebras" wurde aufgelöst, Hübner tritt sein Amt bei der Eintracht mit sofortiger Wirkung an.

Der Aufsichtsrat der Frankfurter folgte mit der Einstellung Hübners einem Vorschlag des Vorstandsvorsitzenden Heribert Bruchhagen.

Zuletzt waren auch Dietmar Beiersdorfer und Jan Schindelmeiser als mögliche Kandidaten auf den Job bei den Hessen gehandelt worden.

Hübner soll Trainer suchen

Die erste Amtshandlung Hübners wird nach dem Abschied von Coach Christoph Daum, der nach dem Bundesliga-Abstieg die Trennung vollzog, die Suche nach einem geeigneten Trainer für den sofortigen Wiederaufstieg sein.

"Die Entscheidung zu treffen, den MSV in dieser Situation zu verlassen, ist mir sehr schwer gefallen", sagte Hübner, der in Frankfurt wieder näher an seiner Heimat Wiesbaden ist.

Nach dem sang- und klanglosen Absturz der Eintracht aus der Bundesliga entschied der Aufsichtsrat der Hessen, dass Bruchhagen ein Sportmanager zur Seite gestellt wird.

"Wir wollen mit dem neuen Manager die sportlichen Kompetenzen der Eintracht verstärken", hatte Aufsichtsratsboss Wilhelm Bender erklärt.

Zeichen an Bruchhagen

Auch wenn Bender betonte, dass die Einstellung eines Managers nicht gegen die Person Bruchhagen gerichtet, sondern ausschließlich der außergewöhnlichen Situation geschuldet" sei, ist die Suche nach einem sportlichen Fachmann ein klares Zeichen an den Vorstandsvorsitzenden.

Ganz offensichtlich fehlte das Vertrauen der Führung, dass Bruchhagen das erklärte Ziel des sofortige Wiederaufstiegs alleine bewältigen kann.

Die Verpflichtung von Daum, der aus sieben Spielen nur magere drei Punkte holte, durch Bruchhagen erwies sich in der Abstiegssaison als Riesenflop.(Einwurf: Das Ende des "Magiers")

[kaltura id="0_6l0qn5lp" class="full_size" title="Der Messias tritt ab"]

"Sein Wechsel trifft uns"

In den letzten acht Jahren war Bruchhagen alleine für die sportlichen Belange der Eintracht verantwortlich - und damit aber auch mehr oder weniger für den sportlichen Niedergang.

Pokalfinalist Duisburg bedauert den Weggang Hübners.

"Bruno Hübner hat viel zum Aufbau des neuen Images beim MSV beigetragen. Dass er mit dem hier geleisteten in den Fokus anderer Vereine gerät, ist nicht verwunderlich", sagte Geschäftsführer Roland Kentsch.

"Natürlich trifft uns sein Wechsel. Aber wir werden auch künftig für Stabilität stehen und in den kommenden Tagen über die weitere Ausrichtung beraten und entscheiden. Es gibt mehrere Ansätze, über die wir aber intern diskutieren. Wasserstandsmeldungen wird es von uns nicht geben."

Sasic bedauert Abgang

Auch Duisburgs Trainer Milan Sasic hätte gerne mit Hübner weiter zusammengearbeitet.

"Wir haben hier gemeinsam mit Bruno Hübner viel erreicht, und ich bedauere seinen Schritt, weil die Arbeit mit ihm von Konstruktivität und Vertrauen geprägt war. Aber natürlich habe ich persönlich für ihn Verständnis, die Aufgabe Eintracht Frankfurt, nahe bei seiner Heimat Wiesbaden, anzunehmen", meinte der Fußballlehrer.

Man habe den Manager nur "schweren Herzens" (MSV-Aufsichtsratsboss David Karpathy) ziehen lassen.

Zum Forum - hier mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel