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In Köln wäre er wieder glücklich: Lukas Podolski, hier mit Nichte Julie © getty

Alles, um Lukas Podolski zurückzuholen: Eine Kölner Delegation soll zu Geheimverhandlungen nach München aufgebrochen sein.

Von Christian Paschwitz

München - Sie bereiten den Weg, um ihn heimzuholen: Eine Delegation des 1. FC Köln ist angeblich nach München geflogen, um mit den Bayern über die Rückkehr von Lukas Podolski an den Rhein zu verhandeln.

Manager Michael Meier soll demnach am Rande des Top-Duells der Münchner mit Spitzenreiter Hoffenheim mit seinem Kollegen Uli Hoeneß zusammentreffen.

Gegenüber dem "Express" dementierte Meier zwar. "Nein, das stimmt nicht. Ich werde nicht in München sein. Das ist falsch."

Dass es über kurz oder lang jedoch so kommen wird, steht außer Frage. Denn: Wie nun durchsickerte, hat der FC-Manager während einer Vorstandssitzung am Mittwoch alle Vollmachten erhalten, den bei den Bayern zum frustrierten Bankdrücker mutierten Ex-Stürmer zurückzuholen.

Hoeneß öffnet Türchen

Meier wird also demnächst in die Verhandlungen eintauchen, die noch als geheim gelten.

Dabei hatte in der vergangenen Woche doch Hoeneß die Konstellation zugunsten der Kölner öffentlich verbessert. Nach dem Besuch des Fanklubs "Aigelsbach" sagte er: "Wenn wir Ersatz für ihn finden, kann ich mir vorstellen, dass wir ihm seinen Wunsch erfüllen, nach Köln zu gehen."

Es war das erste klare Signal aus München, auf das man am Dom seit Monaten gewartet hatte. Was genauso bedeutet: Finden die Bayern in der Winterpause Ersatz für Podolski (Spielerportrait), könnte der Wechsel gar schon zur Rückrunde über die Bühne gehen.

Gomez, der Wunschnachfolger

Ungeachtet aller Stuttgarter Dementis sind Hoeneß und Co. nach wie vor hinter VfB-Torjäger Mario Gomez her, den der Rekordmeister bei einer Ablöse von 28 Millionen Euro bereits im Sommer gelockt hatte.

Käme es nun zu einer Einigung mit den sportlich hinter den Erwartungen zurückbleibenden Schwaben, wäre die Bahn frei für Köln, den "verlorenen Sohn Poldi" nach Hause zu holen.

An der Ablöse für den einstigen Publikumsliebling dürfte es nach Kölner Quellen dank notfalls privater Engagements ohnehin nicht scheitern: Auch wenn die Bayern (noch) knappe 15 Million Euro fordern, der FC offiziell aber allenfalls bereit ist, acht Millionen zu zahlen.

Hintergrund: Im Sommer könnte der 23-Jährige München für rund fünf Millionen Euro Ade sagen. Möglich macht es das Webster-Urteil, wonach auf Grundlage der FIFA-Statuten, Profis nach Ablauf einer Schutz-Zeit von maximal drei Jahren ihren Verein ins Ausland verlassen können.

Heißt: Bayerns Bankdrücker Podolski wäre wohl so oder so weg, dürfte sich kaum eine weitere Saison als Ergänzungsspieler antun.

Zürichs Alphonse im Fokus

Den Kölner Kader bereichern ? vor allem, wenn sich der Podolski-Deal tatsächlich über den Winter hinzieht ? könnte der Franzose Alexandre Alphonse.

Der 26-Jährige steht beim FC Zürich unter Vertrag (bis 2012) und wurde von den FC-Scouts bereits unter die Lupe genommen. Das Gleiche gilt für Alphonses Sturmpartner Eric Hassli (Vertrag bis 2011), der beim Schweizer Tabellenführer ebenfalls zehn Saisontore vorweist.

Kommt auch Boateng?

Zudem angeblich im Kölner Fokus: Derek Owusu Boateng. Der ghanaische Nationalspieler wäre ein Akteur fürs zentrale Mittelfeld - und ist nur noch bis Sommer 2009 vertraglich an Beitar Jerusalem gebunden.

Oberste Priorität hat allerdings Podolskis Heimkehr (Overath: Werden "Poldi" zurückholen").

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