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Ralf Rangnick (l.) ist optimistisch vor dem Duell mit dem FC Bayern © getty

Nur noch wenige Stunden bis zum Gipfel: 1899 Hoffenheim fordert den FC Bayern heraus. Sport1.de macht vorab den Teamcheck.

Von Daniel Rathjen

München - "Wir wollen dafür sorgen, dass die Geschichte etwa so ausgeht wie in den Asterix-Heften", kündigt Hoffenheims Trainer Ralf Rangnick in Anspielung auf das gallische Dorf des Comic-Helden an.

Der unbeugsame Außenseiter im Kampf mit der schier übermächtigen römischen Besatzung.

Besseren Stoff für spannende Storys gibt es kaum. Und alle wissen das.

Nur noch wenige Stunden (ab 20 Uhr LIVE), dann versucht "Emporkömmling" 1899 Hoffenheim dem großen FC Bayern die Vormachtstellung in der Liga streitig zu machen.

Bayern-Manager Uli Hoeneß spricht vom "Spiel der Spiele", Franck Ribery von einem Duell, "auf das ganz Deutschland wartet".

Schon seit Tagen kochen die Emotionen auf beiden Seiten hoch 41080(DIASHOW: Von Tankstellen und Bratwürsten). Wohl noch nie in der 46-jährigen Geschichte der Bundesliga hat eine Begegnung am 16. Spieltag zudem für derart viel Aufregung und Aufmerksamkeit gesorgt.

168 Länder übertragen das deutsche Gipfeltreffen live. Beim Überraschungs-Tabellenführer aus der 3272-Seelen-Gemeinde aus dem Kraichgau herrscht der völlige Ausnahmezustand.

Und selbst beim deutschen Rekordmeister, der als Zweiter drei Punkte hinter dem frechen Neuling liegt, war der Rummel zuletzt so groß, als ob es in der Champions League gegen Real Madrid oder Manchester United gehen würde.

Eine ganze Fußball-Nation ist elektrisiert. Sport1.de macht vorab den Teamcheck (So wollen sie spielen!).

Die Torhüter:

Michael Rensing hütet das Bayern-Gehäuse, Daniel Haas das Hoffenheimer. Echte Stars sind beide (noch) nicht. Ihre Leistung schwankt in dieser Saison dafür noch zu sehr.

Immerhin Rensing wird jedoch zusehends konstanter. Die Erfolgsserie seiner Mannschaft gab auch ihm eine Menge Selbstvertrauen und Sicherheit. Das Gefühl des Sieges ist aber auch Haas durchaus nicht unbekannt. Deshalb:

>> UNENTSCHIEDEN

Die Abwehr:

Die Defensive befindet sich beinahe auf Augenhöhe. Rangnicks Hintermannschaft kassierte bisher ein Tor weniger (20) als die der Bayern. Gerade in der Allianz Arena wackelt Münchens Abwehr allerdings. Dem Double-Sieger gelang in dieser Saison dort noch kein Zu-Null-Spiel.

Erfahrung mit Topspielen haben Oddo, Lucio, Demichelis und Lahm allerdings um einiges mehr als ihre Kontrahenten. Zusammen stehen für sie 154 Länderspiele zu Buche, bei Hoffenheim sind es nur 13. Doch die Tendenz steigt, Neu-Nationalspieler Marvin Compper ist in Hochform.

>> UNENTSCHIEDEN

Das Mittelfeld:

Momentan gibt es dort bei den Bayern einen Franck Ribery in der wohl besten Verfassung seiner Karriere. So ist er kaum aufzuhalten. In zehn Spielen mit ihm gab es sieben Siege, in fünf Spielen ohne das "Juwel" nur zwei. Zudem hat auch Mark van Bommel eine ansprechende Form gefunden, Bastian Schweinsteiger und Ze Roberto sind in dieser Saison ohnehin konstant gut.

Bei 1899 dreht der Brasilianer Carlos Eduardo auf, schießt tolle Freistöße und setzt die Impulse für die so gefürchteten Hoffenheimer Konter. Permanent versuchen sie in höchstem Tempo nach vorne zu spielen, Rück- oder Querpässe sind weitgehend tabu. Trotzdem:

>> VORTEIL BAYERN

Der Angriff:

40 Tore nach 15 Spielen sprechen eine deutliche Sprache. So stark wie die Hoffenheimer war in dieser Saison bislang keine Offensive. Vedad Ibisevic sticht heraus und ist mit 17 Treffern einsame Bundesliga-Spitze.

Bayerns bester "Knipser" ist Luca Toni (7 Treffer), gefolgt von Miroslav Klose (6). In den letzten sieben Liga-Spielen haben die Münchner immer mindestens zwei Tore erzielt. Doch Hoffenheim schaffte bei den letzten sieben Siegen sogar mindestens drei Tore. Deshalb:

>> VORTEIL HOFFENHEIM

Fazit:

Derzeit agieren die Teams auf Augenhöhe - keiner will zurückstecken, gleichzeitig aber nicht ins offene Messer laufen. Spielerisch könnte es trotzdem ein Leckerbissen werden.

>> Es gibt ein knackiges Remis!

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