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Armin Veh holte 2007 mit dem VfB Stuttgart die Meisterschaft © getty

Sportdirektor Hübner hat die erste Personalentscheidung in Frankfurt perfekt gemacht. Veh soll die Eintracht wieder nach oben führen.

Von Daniel Rathjen

Frankfurt/Main - Mit einem großen Namen zurück ins große Geschäft: Bundesliga-Absteiger Eintracht Frankfurt hat überraschend Armin Veh als neuen Trainer verpflichtet.

Der 50 Jahre alte Veh, der im März als Coach des Hamburger SV entlassen worden war, wird am Dienstag (11 Uhr) bei den Hessen offiziell vorgestellt 316092(DIASHOW: Die Bundesliga-Wechselbörse).

"Ja, das ist korrekt", teilte Heribert Bruchhagen am Montagabend SPORT1 per SMS mit. Veh tritt somit die Nachfolge von Christoph Daum an, der nach dem Abstieg seinen Vertrag bei der Eintracht nicht verlängert hatte.

"War der Topfavorit"

"Er war mein Topfavorit, und ich bin glücklich, dass wir es geschafft haben, ihn zu holen", sagte Sportmanager Bruno Hübner der "Frankfurter Rundschau".

"Ich werde hier übernachten, habe aber leider kein frisches Hemd und keine Zahnbürste dabei, aber das werden wir schon irgendwie hinkriegen", sagte Veh nach der erfolgreichen Vertragsverhandlung.

"Bruchhagen und Hübner waren sehr hartnäckig. Und es sind Leute, die etwas von ihrer Sache verstehen."

"Kleine Lösung" mit Hübner

Nachdem sich die Eintracht vor knapp einer Woche in Hübner als neuem Sportmanager für die "kleine Lösung" neben dem weiter mächtigen Vorstandsvorsitzenden Heribert Bruchhagen entschieden hatte, überrascht die Personalie Veh.

Umso mehr, weil der ehemalige Profi von Borussia Mönchengladbach auch als Kandidat für den Posten des Sportdirektors gehandelt worden war.

Letztlich aber folgte der Aufsichtsrat der Frankfurter der Empfehlung Bruchhagens und lotste den 50 Jahre alten Hübner vom künftigen Liga-Konkurrenten MSV Duisburg an den Main.

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Nun macht Veh, der nach den Querelen beim Hamburger SV eigentlich erklärt hatte, nicht mehr als Trainer, sondern nur noch als Sportdirektor arbeiten zu wollen, mit Hübner gemeinsame Sache.

Zusammen soll das Duo den ehemaligen UEFA-Cup-Sieger zum direkten Wiederaufstieg führen. Bereits am Tag seines Amtsantritts sei Hübner zu Veh gefahren. "Ich wollte nur ihn", erzählte Hübner.

Beim HSV im März entlassen

Veh, der mit dem VfB Stuttgart 2007 überraschend Deutscher Meister geworden war, war anschließend auf den Stationen VfL Wolfsburg und Hamburger SV jeweils schon im Laufe seiner ersten Saison gescheitert.

In Hamburg hatte Veh im März 2011 erklärt, dass er von einer Ausstiegsklausel Gebrauch machen wird, und seinen bis 2012 laufenden Vertrag im Sommer auflöst.

Fünf Tage später wurde Veh nach einer 0:6-Niederlage bei Bayern München freigestellt.

Zuletzt waren bei der Eintracht Franco Foda, frischgebackener österreichischer Meister mit Sturm Graz, und Claus-Dieter Wollitz, Trainer des Zweitligisten Energie Cottbus, als heiße Kandidaten für die Daum-Nachfolge gehandelt worden.

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