Armin Veh kämpft als neuer Coach von Frankfurt auch um sein Renommee. Immerhin: Das neue Führungstrio könnte gut zusammenpassen.

Manche Vorsätze sind nicht für die Ewigkeit gedacht.

Eigentlich wollte Armin Veh nicht mehr als Trainer arbeiten, hatte er nach seinem Aus beim Hamburger SV angekündigt.

Doch jetzt übernimmt der 50-Jährige in Frankfurt den nächsten Trainerposten, alle Risiken dieser Aufgabe sind inklusive.

Denn zuletzt ist Armin Veh zweimal gescheitert.

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In der Saison 2009 wollte er dem VfL Wolfsburg beibringen, wie man schön und erfolgreich spielt. Das exzellente Spielmaterial bot ihm alle Möglichkeiten, aber schon Ende Januar 2010 musste der gebürtige Augsburger gehen.

Beim HSV ging es Veh nicht viel besser, im März 2010 hieß es für ihn "Auf Wiedersehen" - auch weil der knorrige Trainer immer wieder vereinsintern aneckte.

Nun will Veh in Frankfurt alles besser machen.

Der Abstieg in die Niederungen der Zweiten Liga soll für den Stuttgarter Meistertrainer von 2007 zum persönlichen Aufstieg werden.

Zum Führungsteam um Vorstandsboss Heribert Bruchhagen und Sportdirektor Bruno Hübner dürfte Veh mit seiner geradlinigen, ehrlichen Art passen.

Ein weiterer Vorteil: An der Mannschaft kann er schon jetzt in aller Ruhe basteln, den Kader mit Hübner so zu recht trimmen, dass er auf die Bedürfnisse der Zweiten Liga passt.

Die richtige Mischung aus Qualität und Kämpfertypen muss glücken.

Die Chancen, dass dem neuen Trio der direkte Wiederaufstieg gelingt, dürften gut stehen. Schließlich kennt Hübner als Ex-Duisburg-Manager bestens die Zweite Liga und Veh ist anders als sein Vorgänger Christoph Daum ein nüchterner Typ, der ohne großen Wirbel arbeitet.

Der Eintracht wird das nach den turbulenten Wochen zuvor gut tun, die erste Hausaufgabe, bis zum Trainingsbeginn am 11. Juni ein neues Trainer/Sportdirektorgespann zu präsentieren, hat Bruchhagen gemeistert.

Jetzt muss Veh zeigen, was er (noch) kann. Für den Trainer Veh ist es wohl die letzte Chance im großen Fußballgeschäft, ansonsten droht sich sein eigener Vorsatz doch noch zu erfüllen.

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