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Heribert Bruchhagen ist seit Dezember 2003 Vorstandvorsitzender bei Eintracht Frankfurt © getty

Der Eintracht-Boss gesteht eine Mitschuld am Frankfurter Absturz ein. Daum macht er keinen Vorwurf. Der erste Neue ist da.

Frankfurt - Absteiger Eintracht Frankfurt ist in der vergangenen Saison vor allem an sich selbst gescheitert.

So sieht es zumindest Klub-Boss Heribert Bruchhagen. Selbstzufriedenheit und fehlendes "Wir-Gefühl" machte der Vorstandsvorsitzende im Gespräch mit der "Bild" als Hauptgründe für den sang- und klanglosen Abstieg aus.

"Das Gefühl, dass hier alles wunderbar ist, hat die Spieler möglicherweise nicht mehr krisenresistent gemacht", sagte der 62-Jährige, der sich aber auch eine Mitschuld am Niedergang der Hessen gab.

"Ich hätte früher massiv eingreifen müssen", gesteht Bruchhagen.

Fehlende Motivation bei den Spielern?

Als Beispiel nannte er, dass sich abends im Mannschaftshotel nur sechs Spieler das Abendspiel der Bundesliga angesehen hätten.

"Ich erwarte von jedem Bundesligaspieler, dass er sich jeden Schnipsel anschaut", erklärte Bruchhagen.

Die Verpflichtung von Trainer Christoph Daum, der sieben Spieltag vor Schluss als "Retter" kam und am Ende ohne einen Sieg die Segel strich, war für Bruchhagen kein Fehler.

"Daum hat exzellent gearbeitet"

"Überhaupt nicht. Daum hat ganz exzellent gearbeitet: Akribisch, fleißig, konzentriert", sagte der Eintracht-Boss: "Ich kann ihm keinen Vorwurf machen."

Mit einem großen personellen Umbruch soll jetzt der sofortige Wiederaufstieg gelingen.

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Bruno Hübner wurde als Sportdirektor, Armin Veh als neuer Trainer verpflichtet (BERICHT: Veh reizt der Aufstieg).

Bruchhagen, der zuvor acht Jahre lang alleine für die sportlichen Belange der Eintracht verantwortlich gewesen war, gibt damit Teilkompetenzen an Hübner ab.

Lehmann kommt aus St. Pauli

Dagegen hat die Eintracht den ersten Neuzugang für die kommende Saison verpflichtet.

Laut "Bild" wechselt Matthias Lehman für 500.000 vom Mitabsteiger FC St. Pauli an den Main.

Der kampfstarke Mittelfeldspieler ist eine Verpflichtung für die Mittelfeldzentrale, wo die Zukunft von Pirmin Schwegler weiterhin offen ist.

Lehmann hatte vergangene Saison für die Hamburger fünf Treffer erzielt.

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