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Manuel Neuer wurde in dieser Saison mit Schalke 04 Pokalsieger © imago

Während der Transfer von Rafinha zum FC Bayern praktisch perfekt ist, zieht sich der Wechsel des Nationaltorwarts weiter hin.

München - Der Wechsel von Rafinha ist perfekt, der geplante Millionen-Transfer von Manuel Neuer bleibt dagegen eine Hängepartie:

Bayern München muss sich im Poker um den Nationaltorwart weiter in Geduld üben, nachdem Schalkes Manager Horst Heldt einmal mehr auch einen Verbleib Neuers bei den Königsblauen für ein weiteres Jahr nicht ausschließen wollte (BERICHT: "Melk-Kuh" Schalke hält Neuer in der Warteschleife).

Auf die Frage, ob der 25-Jährige sofort zum Rekordmeister wechseln würde, antwortete Heldt in der "Bild": "Abwarten! Manuel hat jedenfalls gesagt, dass er ganz bewusst bei uns einen Vertrag bis 2012 unterschrieben hat."

Und weiter: "Dann muss man sich auch mal an die Aussagen halten, die man verkündet hat. Er hat auch nie gesagt, dass er den Verein sofort verlassen will."

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Situation wie bei Gomez 2008

Heldt erwartet auch keine Probleme, da Neuer möglicherweise in Gedanken schon in München sein könnte.

"Ich habe Ähnliches schon mal 2008 als Stuttgart-Manager mit Mario Gomez erlebt. Er wollte zu Bayern, ich habe ihn erst ein Jahr später ziehen lassen. Mario hat dennoch beim VfB eine Topsaison gespielt", äußerte Heldt.

Aus wirtschaftlicher Sicht ist die Situation aber nicht vergleichbar.

Finanzielle Unterschiede

Gomez hatte beim VfB noch einen längerfristigen Vertrag, die Schwaben erzielten beim Wechsel die Rekordablöse von 30 Millionen Euro. 241095(DIASHOW: Bayerns Planspiele)

Neuer wäre im Sommer 2012 dagegen ablösefrei. Für einen sofortigen Wechsel würde Schalke dagegen bis zu 25 Millionen Euro erhalten.

Die Eckpunkte sind längst verhandelt, Neuer soll einen Vierjahresvertrag beim FC Bayern unterschreiben. (BERICHT: Rafinha ist das passende Teil)

[kaltura id="0_9o0hnbxg" class="full_size" title="Das Tauziehen um Neuer"]

5,3 Millionen für Rafinha

In München würde er auf einen alten Bekannten aus Schalker Zeiten treffen: Der Brasilianer Rafinha absolvierte den obligatorischen Medizin-Check und wird beim FC Bayern einen Dreijahresvertrag bis 2014 unterschreiben.

Die Münchner zahlen 5,3 Millionen Euro Ablöse an den FC Genua. (BERICHT: Bayerns Suche nach Stabilität)

Der 25 Jahre alte Rechtsverteidiger war im Sommer 2010 für acht Millionen von Schalke nach Genua gewechselt.

"Lahm wohl wieder auf links"

"Es ist ein Traum für mich, hier sein zu können. Ich bin glücklich, mir gefällt es hier sehr", sagte Rafinha der "tz", nachdem ihm Sportdirektor Christian Nerlinger seinen neuen Arbeitsplatz an der Säbener Straße 51 vorgestellt hatte.

Rafinha, dem auf Schalke ein Rüpel-Image anhaftete, ist nach Zweitliga-Torjäger Nils Petersen von Energie Cottbus der zweite Zugang der Münchner für die kommende Saison.

Nach der praktisch perfekten Verpflichtung des Brasilianers rechnet Philipp Lahm damit, künftig wieder auf links zu verteidigen.

"Bei Bayern hat es noch kein finales Gespräch über meine Position gegeben. Ich glaube aber kaum, dass Rafinha linker Verteidiger spielen möchte", erklärte der Bayern-Kapitän auf der Pressekonferenz der Nationalmannschaft.

Warten muss der neue Coach Jupp Heynckes dagegen neben Neuer weiterhin auf Jerome Boateng.

Rummenigge ist geduldig

Nach Informationen der "Sport Bild" will Manchester City nun 20 Millionen Euro für den Innenverteidiger.

Vor einem Jahr war der deutsche Nationalspieler noch für zwölf Millionen vom Hamburger SV zu ManCity gewechselt.

Bayerns Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge will sich aber nicht unter Druck setzen lassen: Erwartungsgemäß würden die großen Deals erst im Juni, Juli und August getätigt werden, "es geht um viel Geld, da muss man Geduld haben".

Berbatov für Klose?

Unklar ist weiterhin die Zukunft von Stürmer Miroslav Klose, der bisher das Vertragsangebot der Bayern - ein Jahr plus Option - nicht angenommen hat.

Der derzeit verletzte Torjäger sondiert Angebote aus dem Ausland. Neben dem AC Mailand, de FC Everton, Tottenham Hotspur und der FC Valencia hat auch Lazio Rom Interesse bekundet.

Schon im vergangenen Januar hatte sich Lazio um Klose bemüht. "Bayern hatte eine Summe verlangt, die Lazio nicht zahlen wollte. Jetzt bin ich Herr meines eigenen Schicksals", wird der 32-Jährige im "Corriere dello Sport" zitiert.

Gerüchte um einen Klose-Ersatz gibt es bereits: In englischen Medien wird der frühere Leverkusener Dimitar Berbatow von Manchester United mit den Bayern in Verbindung gebracht.

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