Miro Kloses Abschied vom FC Bayern ist mit Blick auf die EM-Endrunde konsequent. Aber nur, wenn er zur alten Form zurückfindet.

Miroslav Klose will es noch einmal wissen: Ein Jahr vor der EM-Endrunde in seinem Heimatland Polen und der Ukraine wechselt der 32-Jährige den Verein.

Auch wenn Klose die Entscheidung offenbar schwer fiel: Es ist der richtige Schritt.

Denn beim FC Bayern wäre er fast sicher in der nächsten Saison nur zweite Wahl gewesen. So wie schon in den vergangenen beiden Jahren, als er insgesamt auf vier mickrige Bundesliga-Törchen kam.

Im Münchner Sturm führt aber momentan kein Weg am überragenden Mario Gomez vorbei.

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Und mehr als eine Spitze dürfte auch der neue Trainer Jupp Heynckes nicht einsetzen angesichts seiner dahinter postierten Super-Offensive mit Franck Ribery, Arjen Robben und Thomas Müller.

Zumal Müller ebenso im Fall der Fälle als zweiter Angreifer zur Verfügung stünde wie der wieder genesene Ivica Olic und der neu geholte Zweitliga-Torschützenkönig Nils Petersen.

Da bleibt kaum Platz für Klose, doch Spielpraxis ist unabdingbar für den 109-fachen Nationalspieler. Sonst hätte er mit Blick auf die EM auch in der DFB-Auswahl keine Chance mehr gegen Gomez.

Da bei den Top-Adressen wie Borussia Dortmund kein Interesse (mehr) am Routinier besteht, macht nur ein Wechsel ins Ausland Sinn.

So kann Klose sich endlich in einer anderen Liga beweisen, nachdem er 2007 noch den FC Bayern den Offerten des FC Barcelona und von anderen internationalen Spitzenteams vorzog.

Allerdings birgt der Schritt auch ein Risiko für Klose. Denn er selber hat mehrfach betont, dass er für Bestleistungen ein intaktes Umfeld benötigt.

Und in der Bayern-Form der vergangenen zwei Jahre dürfte ihm auch bei seinem neuen Klub seine Bayern-Rolle der vergangenen zwei Jahre drohen: Als Edelreservist.

Das hätte er auch in München haben können, wenn er das Angebot über ein Jahr plus Option angenommen hätte.

Es spricht für Kloses Sportsgeist, dass er stattdessen nochmal das Abenteuer Ausland angehen will. Allen Risiken und Nebenwirkungen zum Trotz.

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