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Lukas Podolski wechselte 2009 vom FC Bayern zum 1. FC Köln © getty

Lukas Podolski bekennt sich zum 1. FC Köln und hofft, dass endlich Taten folgen. Sportdirektor Finke buhlt um einen Wolfsburger.

Aus Köln berichtet Mathias Frohnapfel

Köln - Lukas Podolski ist vorsichtig geworden.

Auf große Töne, was der 1. FC Köln in der nächsten Spielzeit alles erreichen könne, verzichtet der Nationalspieler lieber (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Zu enttäuschend sind die Erfahrungen der vergangenen beiden Jahre, als "Poldi" und der FC vor Saisonstart vom internationalen Geschäft träumten und rasch die Realität, sprich die unteren Tabellenregionen, kennenlernen mussten.

Seinen Anspruch formuliert der 26-Jährige daher jetzt anders.

"Wir können nicht zum 1000. Mal gegen den Abstieg spielen", sagt er dem "Express".

"Mit den Trainingsmöglichkeiten, einer tollen Jugendabteilung, dem Stadion und den fantastischen Fans müssen wir endlich mal einen Schritt nach vorne machen."

Lob für Finke: "Hat Ahnung vom Fußball"

Wie der gelingen soll, ließ der Angreifer ebenfalls wissen. Er setzt auf die Kompetenz von Sportdirektor Volker Finke, dem er "Ahnung vom Fußball" bescheinigt.

"Jetzt hoffe ich, dass wir den ein oder anderen guten neuen Spieler bekommen werden."

Ein erstes Ausrufezeichen könnte der Einkauf von Nationalspieler Sascha Riether sein.

Drei Millionen für Riether?

Finke nennt den Riether einen "sportlich interessanten Spieler. Nach allem, was man hört, kann er sich vorstellen, Wolfsburg zu verlassen".

Laut "Wolfsburger Allgemeiner Zeitung" hat der Defensivspieler, dessen Vertrag 2012 ausläuft, VfL-Trainer Felix Magath bereits seinen Wechselwunsch mitgeteilt.

Die Ablöse für Riether dürfte rund drei Millionen Euro betragen.

Der wichtigste Neuzugang steht indes schon fest:

Solbakken soll Ära einleiten

Der neue Trainer Stale Solbakken, der nach den Erfolgen mit Kopenhagen auch am Geißbockheim für eine Ära stehen soll.

Podolski hofft nun, dass auf schöne Worte auch Taten folgen. "Jedes Jahr hat man große Pläne. Dann muss dann auch etwas passieren", fordert er.

Dass der FC in der Bundesliga-Schlussabrechnung auf dem zehnten Platz landete, ist für ihn nicht mehr als eine optisch nett anzuschauende Momentaufnahme.

Denn er rechnet mit dem Ansturm der schlechter platzierten Klubs wie Stuttgart, Bremen oder Wolfsburg.

Nachwuchs macht Hoffnung

Köln könnte dafür auch dank seiner starken Jugendarbeit gerüstet sein: Die B-Jugend triumphierte am Wochenende über Werder Bremen und wurde Deutscher Meister.

Poldi gratulierte enthusiastisch - "Super, Weltklasse!" - via SMS und glaubt, dass Köln ähnlich wie Mainz und Hannover auch "mit weniger Mitteln" erfolgreich sein könne.

Nicht mit Geld zu bezahlen sei etwa das Zusammengehörigkeitsgefühl, dass der Nationalspieler in seiner Zeit in München erlebte.

"Alle haben dort alles für den Verein getan, die Trainer, Spieler und untereinander. Genau dieses Gefühl müssen wir beim FC auch bekommen. Alle müssen mit Herzblut dabei sein."

Poldi will Vertrag beim FC erfüllen

Podolski selbst will trotz aller Transfergerüchte - auch aus dem Ausland - beim FC bleiben.

Bis 2013 ist Podolski noch an Köln gebunden, angebliche Offerten des AS Rom dementiert er.

"Mein Ziel ist es, den Vertrag zu erfüllen", betont er.

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