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Der Kroate Ivica Olic stürmt seit Januar 2007 für den Hamburger SV © getty

Die Münchner bieten dem HSV-Stürmer angeblich das höchste Jahresgehalt. Der Kroate könnte im kommenden Jahr Podolski ersetzen.

Von Mathias Frohnapfel

Vor dem Spiel des Hamburger SV beim 1.FC Köln (So. ab 16.30 Uhr LIVE) steht einmal mehr HSV-Torjäger Ivica Olic im Blickpunkt. Denn der FC Bayern hat angeblich seine Angel gen Hamburg ausgeworfen.

Mit einem Köder von drei Millionen Jahresgehalt netto sollen die Münchner demnach den Angreifer an die Isar locken wollen.

Laut der "Gazzetta dello Sport" offeriert der FCB dem begehrten HSV-Stürmer damit aktuell die höchste Jahresgage aller Klubs, die um den im Sommer ablösefreien Profi rangeln.

Angebot aus Turin dementiert

Der deutsche Rekordmeister würde mit der Gehaltsumme von drei Millionen Euro für Olic (Spielerporträt) auch Juventus Turin überflügeln.

Außerdem sollen auch Valencia und Liverpool an dem Kroaten interessiert sein.

Erst vor kurzem war vermeldet worden, dass Olic angeblich schon ein unterschriftsreifes Vertragsdokument aus Turin vorliegen würde. Gordon Stipic, Berater des Profis, dementierte dies gegenüber dem "Hamburger Abendblatt".

Er bestätigte lediglich erste Gespräche. Von Juventus Turin hieß es indes, dass der Verein nicht gewillt sei, drei Millionen Euro Jahresgehalt für einen 29-Jährigen locker zu machen. Zudem, so ein Klubvertreter, suche man eher nach neuen Kräften für die Defensive.

Bayern am besten positioniert?

Die "Gazzetta dello Sport" sieht daher die Münchner sehr gut positioniert im Rennen um Olic. "Olic a Torino? No, prima c'e il Bayern" ("Olic nach Turin? Nein, zuerst kommt Bayern") titelt die auflagenstärkste Sportzeitung Italiens.

Olic könnte die Lücke füllen, die den Bayern wohl entstehen wird, wenn Lukas Podolski den Verein verlässt.

Der Hamburger besitzt ebenso eine herausragende Schusstechnik wie ein enormes Kämpferherz. Zuletzt hat Olic in der Bundesliga beim Sieg über Werder Bremen und im UEFA-Cup beim 2:0 gegen Slavia Prag getroffen.

Ribery empfiehlt Bayern Kauf von Gourcuff

Zudem empfiehlt Bayern-Star Franck Ribery laut der Sport-Tagezzeitung L'Equipe den Münchner Verantwortlichen auch den zentralen Mittelfeldspieler Yoann Gourcuff.

Der 22-jährige, der in sechs Länderspielen ein Tor geschossen hat, steht bei Girondins Bordeaux unter Vertrag, gehört aber dem AC Mailand.

Gourcuff wird auch mit anderen ausländischen Klubs in Verbindung gebracht. Ribery hat mit ihm zuletzt bei französischen Länderspielen wunderbar harmoniert.

Hamburg wohl an der Grenze angekommen

Der HSV wird indes bei Olic wohl schwerlich über das jetzige Gehalt von rund 2,3 Millionen Euro pro Jahr hinausgehen können. Das Gehaltsgefüge im gesamten Team könnte sonst aus den Fugen geraten. Die Zeichen stehen auf Abschied.

Die Dauerdebatte um Olic kommentierte HSV-Coach Martin Jol so: "Wir haben ihm ein sehr gutes Angebot gemacht. Ich denke, Ivi weiß zu schätzen, was er hier hat."

Schwung des UEFA-Cups nutzen

Doch zunächst gilt die Aufmerksamkeit des Niederländers dem 1. FC Köln. Rückenwind soll der Erfolg in Prag geben. "Köln ist natürlich ein anderes Spiel, aber das Selbstvertrauen ist da. Wir wissen, wir können auch auswärts gewinnen", erklärt Jol.

Im zweiten Sonntagsspiel will der VfL Wolfsburg gegen Hannover 96 den Schwung aus dem UEFA-Cup mitnehmen: "Es geht um mehr als drei Punkte. Vor allem unseren Fans bedeutet das Spiel gegen den Nachbarn sehr viel", sagt Wolfsburgs Coach Felix Magath. "Ein Sieg gegen Hannover ist wichtiger als einer gegen Bielefeld oder Stuttgart."

Sport1.de hat die Fakten zu den Sonntagsspielen:

1. FC Köln - Hamburger SV

Köln muss nach zuletzt drei Niederlagen in Folge auf den rot-gesperrten Kevin McKenna verzichten. Ein Einsatz des angeschlagenen Brasilianers Geromel wird sich erst unmittelbar vor dem Anpfiff entscheiden.

Der HSV ist mit neuem Selbstvertrauen aus Prag zurückgekehrt. Die Hanseaten haben in der Bundesliga aber auswärts bereits schon viermal verloren und warten seit dem 5. Oktober in Cottbus auf einen Auswärtssieg.

VfL Wolfsburg - Hannover 96

Wolfsburg ist zu Hause seit dem 15. April ungeschlagen und feierte dabei acht Heimsiege in Pflichtspielen in Folge. Im Niedersachsenderby muss Magath weiterhin auf Stürmer Grafite verzichten, der an einem Bruch des Felsenbeins im Innenohr leidet.

Bei 96 fallen weiterhin die Langzeitverletzten Robert Enke, Altin Lala und Valerien Ismael sowie aktuell auch Vinicius und Jan Schlaudraff aus. Die Elf von Trainer Dieter Hecking ist auswärts noch sieglos und konnte lediglich bei Borussia Dortmund einen Punkt entführen. Die "Roten" sind damit das schwächste Team in der Fremde.

Die voraussichtlichen Aufstellungen:

1. FC Köln - Hamburger SV

Köln: Mondragon - Brecko, Geromel, Mohamad, Wome - Petit, Pezzoni - Broich, Antar, Vucicevic - NavakovicHamburg: Rost - Boateng, Mathijsen, Silva, Aogo - Demel, Benjamin - Jarolim, Jansen - Olic, PetricSchiedsrichter: Manuel Gräfe (Berlin)

VfL Wolfsburg - Hannover 96

Wolfsburg: Benaglio - Riether, Costa, Barzagli, Schäfer - Hasebe, Josue - Dejagah, Misimovic, Gentner - DzekoHannover: Fromlowitz - Cherundolo, Fahrenhorst, Christian Schulz, Rausch - Balitsch, Jankow - Bruggink (Stajner), Huszti - Hanke, Forssell Schiedsrichter: Thorsten Kinhöfer (Herne)

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