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Der HSV will die jüngsten Erfolge aus dem UEFA-Cup auch in der Liga fortsetzen © getty

Der HSV will beim Spiel gegen den 1. FC Köln am Sonntag seine Auswärtsschwäche überwinden. Wolfsburg will den Derbysieg gegen 96.

Wolfsburg/Köln - Dem Durchmarsch im UEFA-Cup soll der Vormarsch folgen:

Mit dem Rückenwind der Erfolge im Europapokal wollen der VfL Wolfsburg und der Hamburger SV kurz vor der Winterpause noch einmal Fahrt aufnehmen und sich in der Spitzengruppe festsetzen.

Während die "Wölfe" im Niedersachsen-Derby gegen Hannover 96 am Sonntag (ab 17 Uhr LIVE) auf ihre Heimstärke bauen, will der HSV beim 1. FC Köln den ersten Auswärtssieg seit über zwei Monaten feiern.

Magath will Derbysieg

Wolfsburgs Trainer Felix Magath heizte die Stimmung vor dem Derby zusätzlich an und fordert den sechsten Heimsieg in Folge.

"Es geht um mehr als drei Punkte. Vor allem unseren Fans bedeutet das Spiel gegen den Nachbarn sehr viel. Ein Sieg gegen Hannover ist wichtiger als einer gegen Bielefeld oder Stuttgart", so der Coach, der trotz der Auswärtsschwäche der in der Fremde bislang sieglosen "96er" ein umkämpftes Spiel erwartet.

"Für sie ist es die letzte Chance, das Jahr noch versöhnlich ausklingen zu lassen. Das wird ein Spiel mit hohem Kampffaktor", so Magath.

Schwierige Wochen für Wölfe

Konditionelle Probleme erwartet Magath trotz der jüngsten Doppelbelastung aus Liga und Uefa-Cup bei seiner Mannschaft nicht: "Ich gehe davon aus, dass unsere Leistung bis zum letzten Spiel des Jahres konstant bleibt."

Neben der Partie gegen Hannover erwartet den VfL am kommenden Wochenende noch ein Gastspiel bei Werder Bremen sowie das abschließende UEFA-Cup-Gruppenspiel beim AC Mailand am 17. Dezember. "Da sind wir noch dreimal richtig gefordert", meint Magath.

Rückkehrer bei 96

Derweil rechnet sich Hannovers Trainer Dieter Hecking durchaus Chancen aus.

"Der VfL ist zu Hause unheimlich gut, aber es sind auch Schwächen im Defensivverbund zu sehen", erklärt der Coach, der allerdings weiterhin auf zahlreiche verletzte Leistungsträger verzichten muss.

So fallen die Langzeitverletzten Robert Enke, Altin Lala und Valerien Ismael ebenso aus wie aktuell auch Vinicius und Jan Schlaudraff. Dafür kehrt wohl Jiri Stajner nach seiner dreiwöchigen Sperre zurück ins Team und brennt auf den Einsatz gegen den VfL.

"Ich bin gut drauf und habe große Lust, es den Wolfsburgern zu zeigen", sagte der Tscheche.

HSV will auch auswärts punkten

Auf die ersten Auswärtspunkte seit längerer Zeit hofft auch der HSV. Das 2:0 am Donnerstag in Prag hat den Hamburgern dabei Rückenwind gegeben.

"Köln ist natürlich ein anderes Spiel, aber das Selbstvertrauen ist da. Wir wissen, wir können auch auswärts gewinnen", sagt HSV-Coach Martin Jol.

Der Niederländer setzt dabei allerdings auf eine deutlich defensivere Taktik als im heimischen Stadion - ganz nach dem Motto seines Vorgängers Huub Stevens ("Die Null muss stehen").

"Wenn wir zu Hause spielen, ist Spektakel gut. Auswärts interessiert mich das nicht", sagt Jol.

Einsatz weiter fraglich

Die Kölner, die in Heimspielen gegen den HSV zuletzt zweimal unterlagen, sind nach drei Saisonniederlagen in Folge wieder heiß auf einen Sieg. Trainer Christoph Daum muss dabei allerdings auf den rot-gesperrten Kevin McKenna verzichten.

Die Entscheidung über einen Einsatz des angeschlagenen Brasilianers Geromel wird erst unmittelbar vor dem Anpfiff fallen.

Die voraussichtlichen Mannschaftsaufstellungen:

VfL Wolfsburg - Hannover 96

Wolfsburg: Benaglio - Riether, Costa, Barzagli, Schäfer - Hasebe, Josue - Dejagah, Misimovic, Gentner - Dzeko. - Trainer: Magath

Hannover: Fromlowitz - Cherundolo, Fahrenhorst, Christian Schulz, Rausch - Balitsch, Jankow - Bruggink (Stajner), Huszti - Hanke, Forssell - Trainer: Hecking

Schiedsrichter: Thorsten Kinhöfer (Herne)

FC Köln - Hamburger SV

Köln: Mondragon - Brecko, Geromel, Mohamad, Wome - Petit, Pezzoni - Broich, Antar, Vucicevic - Navakovic. - Trainer: Daum

Hamburg: Rost - Boateng, Mathijsen, Silva, Aogo - Demel, Benjamin - Jarolim, Jansen - Olic, Petric. - Trainer: Jol

Schiedsrichter: Manuel Gräfe (Berlin)

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