Die Konkurrenz macht es dem FC Bayern und den Hoffenheimern leicht, sich abzusetzen. Denn die Kluft wächst immer mehr.

Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, dass die derzeit beiden besten deutschen Mannschaften bereits am Freitag gespielt haben, erbrachte ihn der Samstag.

Und das nicht nur wegen des Atem beraubenden Spitzenspiels zwischen dem FC Bayern und 1899 Hoffenheim.

Sondern auch, weil die anderen Begegnungen am 16. Spieltag umso erschreckender die große Kluft zwischen dem Spitzen-Duo und dem biederen Rest zeigten.

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Vielleicht mit Ausnahme von Bayer Leverkusen, die nach dem 3:1 bei den Mitleid erregenden Gladbachern sogar wieder Chancen auf die Herbstmeisterschaft hat.

Doch ein Meister Leverkusen ist nicht nur aufgrund der Deklassierung durch den FC Bayern vor einer Woche kaum vorstellbar.

Noch weniger gilt das für andere Traditionsklubs: Hertha BSC zeigte beim 0:1 auf Schalke, dass es an der Tabellenspitze nichts zu suchen hat.

Und die Berg- und Talfahrt der Königsblauen spricht ebenso für sich wie die Formschwankungen selbst ernannter Spitzenteams wie Dortmund, Stuttgart und allen voran Bremen.

Werder, selbst für Kellerkind Karlsruhe nicht stark genug, gehört schon jetzt zu den größten Enttäuschungen der Hinrunde. Aber die anderen Teams stehen dem nur wenig nach.

Weil sie alle - trotz Millionen-Investitionen - nicht ansatzweise ihr Potenzial auf den Platz bringen. Auch deshalb steht der FC Bayern trotz eines miserablen Saisonstarts doch wieder fast ganz oben.

Gleichzeitig hat der Rekordmeister allerdings unter dem lange kritisch beäugten Jürgen Klinsmann eine herausragende Serie hingelegt: 14 Pflichtspiele in Folge ist der FCB nach dem 2:1 gegen Hoffenheim ungeschlagen und gewann acht der letzten zehn Bundesligapartien.

Auch der Sieg in der vermutlich besten Begegnung der bisherigen Saison war zwar glücklich, aber angesichts des Münchner Power-Fußballs keineswegs unverdient.

Noch mehr Eindruck beim weltweiten Publikum in 168 Ländern dürften allerdings die No-Names aus Hoffenheim hinterlassen haben. Völlig zu Recht erklärten die Bayern nach dem Abpfiff die Badener einmütig zum härtesten Titelkandidaten.

Weil Hoffenheim aus wenig viel macht. Trotz der massiven Investitionen von Mäzen Dietmar Hopp ist das Rangnick-Team keineswegs eine zusammengekaufte Millionen-Truppe.

Vielmehr steckt hinter dem Höhenflug ein detailliert durchdachtes Konzept. Das macht es den unerfahrenen Spielern offenbar leichter, Woche für Woche ihre optimale Leistung abzurufen.

Und mit jedem Spiel steigt die Vermutung, dass das Überraschungsteam einen langen Atem hat und der härteste Meisterrivale der Münchner sein wird. Nicht nur die Bayern haben die Hoffenheimer davon mit ihrem Auftritt am Freitag überzeugt.

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