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Mustafa Amini (l.) wurde mit den Central Coast Mariners in Australien Vizemeister © getty

Dortmund steht vor der Verpflichtung von Mustafa Amini. Sein Talent soll ebenso außergewöhnlich sein wie seine Frisur.

Von Christian Stüwe

München - Keine Frage, der Gladbacher Verteidiger Dante hatte in der letzten Saison die spektakulärste Frisur der Bundesliga.

Der lässige Afro-Lockenkopf war sein Markenzeichen, die Fans der Borussia huldigten dem Brasilianer mit schwarzen Perücken.

Nachdem Gladbach in der Relegation dann den Klassenerhalt gesichert hatte, löste der Verteidiger eine Wette ein: Seine Haarpracht fiel dem Rasierer zum Opfer.

Und ausgerechnet jetzt, wo Dante eine Glatze trägt, bekommt er anscheinend ernsthafte "Konkurrenz".

Pumuckl Amini im Anflug

Mustafa Amini steht vor einem Wechsel zu Borussia Dortmund. Und seine Frisur ist noch einen Tick spektakulärer als die des Gladbachers.

Auch Amini trägt einen Locken-Afro, doch die Haare des Australiers sind leuchtend rot.

Schon bevor Amini überhaupt in Dortmund gelandet ist, verpasste ihm die "Bild" deshalb den Spitznamen "Fußball-Pumuckl".

Osieck zieht Vergleich mit Sahin

Ob der 18-Jährige allerdings nicht nur mit seinen Haaren glänzt, muss sich erst noch zeigen. Australiens deutscher Nationaltrainer Holger Osieck ist allerdings davon überzeugt.

"Mustafa ist von den Anlagen her ein ähnlicher Typ wie Sahin", sagte Osieck der "Bild". "Natürlich kann er noch nicht so weit sein wie Nuri. Aber Amini hat den nötigen Biss und jede Menge Talent." (BERICHT: Sahin: Holz- oder Königsweg?)

In Australien wurde Amini mit den Central Coast Mariners gerade Vizemeister, nun soll er für vier Jahre in Dortmund unterschreiben. Osieck ist von dem Youngster jedenfalls begeistert. "Er fordert den Ball und traut sich auch, lange und mutige Pässe zu spielen."

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Vater aus Afghanistan - Mutter aus Nicaragua

Amini, Sohn eines Afghanen und einer Mutter aus Nicaragua, wurde 1993 in Sydney geboren, in den Straßen der australischen Metropole begann er auch mit dem Kicken.

Schnell fiel sein Talent auf, mit 16 Jahren wurde Amini zur jüngsten Verpflichtung der Mariners aller Zeiten.

In der höchsten australischen Liga debütierte der inzwischen 18-Jährige in der vergangenen Saison und kam in 23 Spielen zum Einsatz.

Probetraining im März

Dabei spielte Amini so stark auf, dass man auch in Europa auf ihn aufmerksam wurde. Im März weilte er zum Probetraining in Dortmund - und überzeugte.

"Mustafa ist auf jeden Fall ein richtig großes Talent", lobte Klopp damals. Beim Meister wäre er nach Ersatztorwart Mitch Langerak übrigens der zweite Spieler von "Down Under".

Ob Amini wie sein Landsmann aber direkt im Bundesligakader der Dortmunder landen wird, ist noch offen.

Leihgeschäft angedacht?

Sollte der Borussia der Transfer gelingen, wäre ein Leihgeschäft zurück nach Australien denkbar.

"Wegen diverser Auswahlspiele säße er ansonsten permanent im Flugzeug", sagte Manager Michael Zorc den "Ruhr-Nachrichten". "Der Transfer wäre ohnehin sehr perspektivisch angelegt."

Zorcs Aussagen machen zumindest den Fans am anderen Ende der Welt Hoffnung.

Rote Perücken für "Musty"

Denn für die Anhänger der Mariners besitzt "Musty" trotz seiner jungen Jahre schon Kultstatus. Mit roten Perücken feiern die Fans auf den Tribünen ihren Liebling.

Zumindest in diesem Bereich steht Amini mit Gladbachs Dante also schon auf einer Stufe.

Ein Farbtupfer für die Liga wäre er allemal.

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