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"Die Spieler waren total begeistert von der Aktion. Das ist eines der wenigen Dinge, wo sie einmal nicht ihre Berater fragen müssen." (Über das Engagement der Bayern-Spieler gegen Gewalt)
Uli Hoeneß ist seit 1979 Manager beim FC Bayern München © getty

Im DSF-Doppelpass spricht Bayern-Manager Uli Hoeneß über das Gipfeltreffen gegen Hoffenheim und das FCB-Personal.

München - Der Siegtreffer ist erst in der Nachspielzeit gefallen, doch als "Bayern-Dusel" will Uli Hoeneß das nicht bewerten.

"Mit Glück hat das nichts zu tun", beschrieb der FCB-Manager den 2:1-Sieg des FC Bayern im Spitzenspiel gegen 1899 Hoffenheim im DSF-Doppelpass. "Ein Spiel geht halt über 90 Minuten plus Nachspielzeit."

In der Talkrunde redete der 56-Jährige über das Gipfeltreffen, Ralf Rangnicks Spitzen in Richtung Bayern und erklärte, warum es kein Duell klein gegen groß war. Der Manager brachte auch Licht in die kommenden Personalfragen beim Rekordmeister.

Uli Hoeneß im DSF-Doppelpass über...

das Modell Hoffenheim:

"Ich schätze Dietmar Hopp als Person extrem. Ich schätze auch das Modell Hoffenheim, dass Hopp Geld in den Verein steckt und es nie zurückverlangen wird, weil er es in die Region investieren will. Aber im Gegensatz wie zum Beispiel Kaiserslautern im Jahr 1998 ist Hoffenheim ein anderes Duell. Wenn Hopp morgen das Geld nehmen würde und in Bielefeld investiert, dann würden die oben mitspielen. Hier spielt der FC Bayern gegen einen Milliardär - wirtschaftlich gesehen spielt nicht klein gegen groß. Da ist sensationelle Arbeit geleistet, aber ohne die finanzielle Unterstützung würden die immer noch in der zweiten oder dritten Liga kicken. Denn Scouts kann ich nur beschäftigen, wenn ich das Geld dazu habe."

Hoffenheims Trainer Ralf Rangnick:

"Wenn ich mir eine Sorge bei der positiven Entwicklung von Hoffenheim mache, dann ist es die Besserwisserei von Ralf Rangnick. Wenn ich lese, dass er das hohe Tempo im Spiel von seiner Mannschaft erwartet hat und von den Bayern nicht, dann mache ich mir große Sorgen. Denn bisher hat Rangnick immer ein gutes erstes Jahr erlebt und anschließend wurde er entlassen. Er wird noch feststellen, dass Höhenluft viel dünner ist, als die Luft, die er derzeit genießt."

das Geheimnis des Erfolgs:

"Mit den Erfolgen der letzten acht Wochen ist auch das Selbstvertrauen zurückgekommen. In der Champions League sind wir souverän ohne Niederlage in die nächste Runde gekommen. Die Mannschaft glaubt an sich, auch ein Rückschlag ist kein Hindernis. Nach einem Gegentor machen wir weiter, und das geht beim Anstoß schon los. Das ist das Geheimnis, dass wir zurück sind."

Anatolij Timoschtschuk und Mark van Bommel:

"Wir haben Mark van Bommel ein Signal gegeben, dass wir ihn behalten wollen. Wir sind aber noch nicht in Verhandlungen. Das Thema Timoschtschuk ist nicht in trockenen Tüchern. Grundsätzlich wäre das ein Vertrag zum 1. Juli. Grundsätzlich geht es auch über ganz andere Beträge, als wie sie in den Medien genannt wurden. Und auch wenn Timoschtschuk kommen würde, heißt das nicht, dass van Bommel geht. Aber wir sind an ihm interessiert."

die Zukunft von Lukas Podolski:

"Wir würden Podolski am 1. Juli gehen lassen, wenn wir Ersatz finden, aber das schaffen wir. Wir können ihn aber nicht zur Winterpause gehen lassen, denn wir bräuchten einen Spieler, der auch in der Champions League spielen darf. Der 1. FC Köln hat uns ein Angebot gemacht, das unsäglich war. Deshalb habe ich nicht das Gefühl, dass sie ihn unbedingt haben wollen. Wir haben rund zehn Millionen für ihn bezahlt. Und Podolski ist heute nicht weniger wert."

die Krise bei Werder Bremen:

"In den letzten 25 Jahren gab es viele Gegner, die sich mit dem FC Bayern gemessen haben. Die Bremer haben uns so lange geärgert und irgendwann geht jedem die Luft aus, und in der Phase stecken sie momentan. Andere Klubs wie Leverkusen, Hamburg oder Schalke haben es auch versucht. Wenn man immer dran ist und den Titel doch nicht gewinnt, ist es immer extrem schwierig. Deswegen ist ja die Liga so happy, dass Hoffenheim gekommen ist."

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