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Christian Pander wird bei Hannover 96 und dem VfL Wolfsburg als Neuzugang gehandelt © getty

Der Schalker bekommt keinen neuen Vertrag, Wolfsburg konkurriert mit Hannover. Dennoch bleibt Manager Schmadtke bei SPORT1 ganz ruhig.

Von Olaf Mehlhose

München - Es schien alles zu passen.

Am Dienstagabend wurde von verschiedenen Medien vermeldet, dass der Wechsel des Schalkers Christian Pander zu Hannover 96 perfekt sei. (316092DIASHOW: Bundesliga-Wechselbörse)

Ein Transfer, der für beide Seiten sinnvoll wäre.

Der verletzungsanfällige Linksfuß könnte beim Tabellenvierten der vergangenen Saison einen Neuanfang starten, die Niedersachsen die erste prominente Neuverpflichtung für die Spielzeit 2011/12 verkünden.

Vertrag bei Schalke wird nicht verlängert

Doch weder Pander noch Hannover wollen den Wechsel bestätigen.

Sicher ist lediglich, das Pander die Königsblauen verlassen wird. Schalkes Sportvorstand Horst Heldt teilte dem 27-Jährigen am Mittwoch mit, dass sein zum 30. Juni auslaufender Vertrag nicht verlängert werde.

Schmadtke dementiert

Jörg Schmadtke dementierte auf Nachfrage von SPORT1, dass Panders Verpflichtung bereits in trockenen Tüchern sei.

"Nein, das kann ich nicht bestätigen", sagte Schmadtke, räumte aber ein, dass man den Ex-Nationalspieler gerne verpflichten würde: "Wir beschäftigen uns gedanklich mit dem Spieler."

Zu konkreten Verhandlungen sei es aber noch nicht gekommen.

"Es gibt eine lauwarme Spur"

Auch Pander verneint eine Einigung. "Nichts ist klar und nichts unterschrieben", sagte der Außenverteidiger der "Bild".

Darüber hinaus gibt es noch weitere Interessenten für Pander: Felix Magath versucht weiterhin, seinem ehemaligen Schützling zum VfL Wolfsburg zu holen.

"Ja, es gibt eine lauwarme Spur nach Wolfsburg. Ich habe aber auch andere Optionen, bleibe in der Bundesliga", verriet Pander.

Kind bleibt gelassen

Damit wartet das Team von Trainer Mirko Slomka weiterhin auf den ersten Zugang für die kommende Spielzeit.

Martin Kind reagierte jedoch gelassen auf die Unruhe, die sich im Umfeld der 96er breitmacht.

Hannovers Macher mahnte in der vergangenen Woche zwar ein etwas forscheres Vorgehen an, gab aber gegenüber der "Hannoverschen Allgemeine" zu bedenken, dass "die Transferliste offiziell doch erst am 1. Juli geöffnet" wird.

"Alles zu seiner Zeit"

Schmadtke lässt sich ohnehin nicht aus der Ruhe bringen. Besonderen Druck, einen Transfer zu tätigen, verspüre er nicht.

"Wir konnten den Stamm der vergangenen Saison halten. Wir haben zwei Jugendspieler hochgezogen, aber den einen oder anderen Transfer werden wir noch machen - alles zu seiner Zeit", sagte er im Gespräch mit SPORT1.

Zu den bei Hannover gehandelten Stefan Maierhofer und Slatko Junuzovic wollte sich der Sportchef nicht äußern:

"Ich sehe es nicht als meine Aufgabe an, solche Gerüchte zu kommentieren."

Alles klar mit Hauger

Immerhin sieht es so aus, als könnte bei dem Norweger Henning Hauger bald Vollzug gemeldet werden. Im Augenblick pokert sein Klub Stabaek IF noch um die Höhe der Ablösesumme.

Die Norweger verlangen angeblich 750.000 Euro für den 25 Jahre alten Mittelfeldspieler, der Manager will aber nur 350.000 Euro zahlen.

"Mit Hauger haben wir eine grundsätzliche Einigung erzielt. Die Frage ist, ob uns das mit seinem Klub auch gelingt", erklärte Schmadtke.

Unrühmlicher Hattrick droht

Was auch immer auf dem Transfermarkt noch passiert, die volle Konzentration der Mannschaft gilt nun der Saisonvorbereitung, die bereits am 23. Juni startet. (SERVICE: Sommerfahrpläne)

Das erste Pflichtspiel findet in der ersten Runde des DFB-Pokals (29. Juli bis 1. August) gegen Anker Wismar statt. Dort droht der Slomka-Elf allerdings ein unrühmlicher Hattrick.

In den letzten beiden Jahren ereilte Hannover gegen die beiden Amateurklubs Eintracht Trier und SV Elversberg das früzeitige Aus in der ersten Pokalrunde.

Eine ähnliche Blamage soll diesmal unbedingt vermieden werden.

"Als Bundesligist sollte man schon in der Lage sein, einen Fünftligisten zu schlagen", forderte Schmadtke:

"Wir werden das Spiel gewissenhaft angehen. Wir wollen gewinnen und damit die letzten beiden Jahre vergessen machen."

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