vergrößernverkleinern
Michael Meier ist seit 2005 Manager des 1. FC Köln © getty

Das Schachern um Podolski geht in die nächste Runde: Kölns Manager Meier bezeichnet den Transfer von 2006 ebenfalls als "unsäglich".

Von Thorsten Deppe

München - Im DSF-Doppelpass polterte der Bayern-Manager (das Video) gegen die Kölner Transferofferte für Lukas Podolski: "Der 1. FC Köln hat uns ein Angebot gemacht, das unsäglich war", erzürnte sich Uli Hoeneß.

Nach der 1:2-Heimpleite gegen den HSV schießt Michael Meier nun zurück: Hoeneß zeige mit dem Finger auf sich selbst. "Er muss sich die Frage gefallen lassen, ob der Vertrag, den wir damals 2006 geschlossen haben, auch unsäglich war."

Vor zwei Jahren ist Podolski für etwa zehn Millionen Euro aus dem Rheinland an die Isar gewechselt. Für den Bayern Manager ist der Stürmer auch immer noch das Gleiche wert.

Bietet Köln also weniger?

Der "typische Uli"

"Im Sinne des Vertrages haben wir einige Lösungen gefunden, die wir angeboten haben", sagte Meier.

Ein klares Bekenntnis über die Höhe des Angebotes gab der Manager jedoch nicht ab. Auch Nachbesserungen behält sich Köln erstmal vor.

Der 59-Jährige erkennt in dieser Situation den "typischen Uli". "Er wird uns in diesem Punkt nicht provozieren können." Vielmehr wolle der Manager die Gespräche dort fortfahren, wo sie auch begonnen haben. Nicht im Fernsehen.

HSV auf Tuchfühlung

Neben der Causa Podolski geht das Spiel fasst unter. Und dass, obwohl der HSV den ersten Auswärtssieg seit dem 5. Oktober landete und sich langsam an die Champions-League-Plätze heranschleicht.

Mit nur einem Punkt Rückstand liegen die Hanseaten hinter dem Drittplatzierten Bayer Leverkusen auf dem fünften Rang (Spielplan und Ergebnisse).

Auch HSV-Trainer Martin Jol war mit dem Auftritt seiner Mannschaft weitgehend zufrieden: "In der ersten Halbzeit haben wird das hervorragend gemacht. Aber, es tut mir leid, wir hätten in der zweiten Halbzeit noch drei oder vier Tore machen müssen. Dass das hier noch ein Zitterspiel geworden ist, ist fast unglaublich."

Doch Ivica Olic vergab gleich drei gute Möglichkeiten im zweiten Durchgang leichtfertig.

Am Ende reichten die beiden frühen Kopfballtore von Mladen Petric (15. und 32. Minute) zum Erfolg. Doch Piotr Trochowski, der diesmal wieder in der Startelf stand, weiß, auf was es an der Ligaspitze ankommt: "Wir müssen da eiskalt werden."

Köln weiter im Abwärtstrend

Während der HSV klar im Aufwind ist, befinden sich die Kölner weiter im freien Fall.

Schon das vierte Spiel in Serie verlassen die Rheinländer als Verlierer den Platz. "Ich verstehe das einfach nicht. Wir arbeiten jeden Tag daran, aber im Spiel können wir es nicht umsetzen", sagte Milivoje Novakovic (Spielerporträt) , der in der 83. Minute noch für 1:2-Endstand sorgte.

Trainer Christoph Daum jedoch weiß, wo er den Hebel ansetzen will: "Ich muss individuelle Fehler eingestehen. Im ersten Durchgang war ich mit einigen Spielern nicht einverstanden."

Meier macht Druck

Manager Meier erwartet die Umsetzung jedoch bereits im nächsten Spiel: "Wir müssen in Bochum versuchen, eine Antwort auf die Niederlagenserie zu geben. Noch haben wir die Möglichkeit, Antworten zu geben und der VfL Bochum ist ein Verein auf Augenhöhe mit dem 1. FC Köln."

Damit sind die Rheinländer nach dem zwischenzeitlichen Höhenflug wieder dort angekommen, wo sie zu erwarten waren: In der zweiten Tabellenhälfte.

Zum Forum - hier mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel