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Horst Held (l.) und Clemes Tönnies (r.) auf der Jahreshauptversammlung 2011 © getty

S04-Aufsichtsratsboss Clemens Tönnies nimmt die Jahreshauptversammlung zum Anlass, noch einmal gegen Ex-Coach Felix Magath nachzutreten.

Gelsenkirchen - Schalke 04 hat auf der Mitgliederversammlung am Sonntag nochmals schonungslos mit Ex-Trainer Felix Magath abgerechnet.

In einem zehnminütigen Filmbeitrag über die vergangene Saison wurde die Schalker Achterbahnfahrt ausführlich beleuchtet und dabei vor allem auch auf die Misserfolge der Königsblauen unter Magath in der Bundesliga hingewiesen.

So etwas hatte es auf einer Jahreshauptversammlung des Traditionsklubs in dieser Form noch nicht gegeben.

"Es hat einen Riss durch unseren Verein gegeben. Das darf nie wieder vorkommen. Wir alle sind ein Einig-Schalke", sagte Aufsichtsratsboss Clemens Tönnies, der von dem Gremium am Mittag einstimmig in seinem Amt bestätigt wurde, in seiner Rede.

Applaus für einen Zeitungsausschnitt

Als ein Zeitungsartikel mit der Überschrift "Magath muss gehen!" in der Emscher-Lippe-Halle von Gelsenkirchen eingeblendet wurde, brandete großer Applaus auf.

Die Tage der Entlassung des allmächtigen Trainer-Managers, der mittlerweile wieder beim VfL Wolfsburg arbeitet, wurden nochmals ausführlich analysiert.

Auf Schalke herrschte damals Chaos pur. Immerhin hatte Magath die Knappen aber ins Endspiel des DFB-Vereinspokals gegen den MSV Duisburg und ins Viertelfinale der Champions League geführt.

[kaltura id="0_ugun8a5l" class="full_size" title="Schalkes Weg zur Harmonie"]

In der Bundesliga versagt

Allerdings versagte der Vizemeister von 2010 regelmäßig unter Magath in der Bundesliga, obwohl die Mannschaft unter anderem mit einem Superstar wie Raul verstärkt worden war.

Unter Magath-Nachfolger Ralf Rangnick wurde S04 durch ein 5:0 gegen Duisburg immerhin noch DFB-Pokalsieger und darf in der kommenden Saison in der Europa League antreten.

Pfiiffe für Neuer

Allerdings muss Schalke künftig auf Kapitän Manuel Neuer verzichten (BERICHT: Lehmann zu gierig für Schalke?).

Als auf der Jahreshauptversammlung die Freigabe für das Schalker Urgestein für einen Wechsel zu Bayern München nochmals angesprochen wurde, gab es ein lautes Pfeifkonzert der Mitglieder.

Die Königsblauen streichen immerhin bis zu 25 Millionen Euro Ablöse für den Nationaltorwart ein.

Journalisten ausgeschlossen

Später wurden die Medienvertreter kurzfristig von der Teilnahme an der weiteren Versammlung ausgeschlossen.

Die 2944 anwesenden stimmberechtigten Mitglieder stimmten einem Antrag zu, wonach die Journalisten der Versammlung nicht mehr beiwohnen dürfen. Die akkreditierten Medienvertreter verließen daraufhin den Saal.

Tibulsky und Bordon in der Hall of Fame

Aufnahme in die Schalker Ehrenkabine, die "Hall of Fame" der Knappen, fanden Otto "Ötte" Tibulsky und Ex-Kapitän Marcelo Bordon.

Tibulsky hatte sechs Meisterschaften mit S04 errungen und bestritt als Mittelläufer rund 1000 Spiele für Schalke.

Bordon war eigens zur Ehrung nach Gelsenkirchen gereist. Der Brasilianer bestritt 223 Pflichtspiele für den Traditionsklub aus dem Revier.

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