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Augsburgs Trainer Jos Luhukay (M.) führte schon Mönchengladbach in die Bundesliga © imago

Augsburg startet nur mit einem Ziel in seine erste Bundesligasaison. Ganz anders sehen die Erwartungen von Leverkusen neuem Trainer aus.

Augsburg/Leverkusen - Frühstart des Aufsteigers FC Augsburg und hohe Ziele bei Bayer Leverkusen:

Mit höchst unterschiedlichen Voraussetzungen und Ansprüchen nahmen am Sonntag der FCA und der Werksklub als erste Bundesligisten die Vorbereitungen auf die neue Saison in Angriff.

Neuling Augsburg lag zunächst einmal ganz vorne. Als erster der 18 Erstligisten eröffneten die Schwaben am Sonntagvormittag die Vorbereitung zur Saison 2011/12 und brachen dabei gleich Vereinsrekorde. (420225DIASHOW: Der Start in die Vorbereitung)

Etwa 2000 Zuschauer waren zum Auftakt im Rosenaustadion erschienen, soviel Publikum hatte der FCA noch nie bei einer Trainingseinheit. Sie empfingen ihre Aufstiegshelden mit großem Applaus.

Rettig ruft Abstiegskampf aus

"Ab heute beginnt der Abstiegskampf", betonte Manager Andreas Rettig und machte zum Start in die erste Bundesliga-Saison der Vereinsgeschichte deutlich, dass der Kader noch reduziert werden müsse.

"Wir haben vertrauliche Gespräche geführt und einigen nahegelegt, sich einen neuen Verein zu suchen", sagte Rettig.

Interesse an Streit

Dem Vernehmen nach sollen mindestens noch drei Spieler gehen.

Interessiert ist Augsburg dagegen offenbar an Mittelfeldspieler Albert Streit. Der FCA soll Kontakt zu Schalke 04 aufgenommen haben, schreibt die "Augsburger Allgemeine" (316092DIASHOW: Die Wechselbörse).

Fünf der sechs Zugänge dabei

Fünf der sechs FCA-Zugänge waren am Sonntag beim Auftakt dabei: Sascha Mölders (zuletzt FSV Frankfurt), Patrick Mayer (1. FC Heidenheim), Lorenzo Davids (NEC Nijmegen), Dominic Peitz (Union Berlin) und Sebastian Langkamp (Karlsruher SC).

Lediglich Akaki Gogia, der am Sonntag mit dem VfL Wolfsburg im A-Junioren-Finale gegen Kaiserslautern die Deutsche Meisterschaft gewann, fehlte.

Auch der Kanadier Marcel de Jong (noch im Urlaub) und Stürmer Edmond Kapllani (Länderspiel mit Albanien) waren bei der ersten Einheit noch nicht dabei.

Schweigeminute für WM-Held Biesinger

Zu Beginn gab es eine Schweigeminute für Augsburgs Legende Ulrich Biesinger, einen der Helden von Bern. Der Weltmeister von 1954 war am Samstag im Alter von 77 Jahren unerwartet gestorben.

Biesinger kam damals im Team von Bundestrainer Sepp Herberger wie drei weitere Spieler des Kaders allerdings nicht zum Einsatz. Er bestritt zwischen 1954 und 1958 sieben Länderspiele für Deutschland.

[kaltura id="0_ayr70elb" class="full_size" title="Vorfreude in Augsburg"]

Ballack im Blickpunkt

In Leverkusen stand Michael Ballack nach seinem unfreiwilligen Karriereende im Blickpunkt. Doch der 34-Jährige äußerste sich gegenüber den zahlreichen Kamerateams und Reportern nicht.

Immerhin konnte der neue Trainer Robin Dutt dem Ganzen etwas Positives abgewinnen. "Er kann sich jetzt auf die Champions League und die Bundesliga konzentrieren", sagte der 46-Jährige.

Leverkusen: Dutt legt Messlatte hoch

Und Dutt legte die Messlatte für die Vize-Meisterkicker des Werksklubs gleich hoch.

"Wenn wir keinen Platz im internationalen Geschäft erreichen, dann war es eine schlechte Saison", sagte Dutt, der zum Trainingsauftakt unter anderem Michael Ballack begrüßen konnte, während die Nationalspieler erst am 30. Juni zum Team stoßen werden..

"Wenn wir die Champions League erreichen, dann haben wir eine gute Saison gespielt, und wenn wir den Titel holen, war es eine überragende Saison", ergänzte der Ex-Trainer des SC Freiburg.

Begrüßen durfte Dutt die Neuzugänge Ömer Toprak, Karim Bellarabi und Bastian Oczipka. Dagegen fehlte Andre Schürrle und einige weitere Nationalspieler, sowie der Brasilianer Renato Augusto, der sein Flugzeug verpasste.

Angebot für Vidal aus Italien

Derweil muss Bayern München die Hoffnungen auf einen Transfer von Leverkusens Mittelfeldstars Arturo Vidal wohl begraben.

"Da können Bayern, Dortmund, Schalke oder Bremen bieten, was sie wollen", äußerte Völler. Lediglich ein Wechsel Vidals ins Ausland sei denkbar.

Der SSC Neapel habe ein Angebot für Vidal gemacht. Doch die Offerte der Italiener sei, wie die vom FC Bayern, nicht in einer Preisklasse gewesen, "in der wir nicht schwach werden".

"Kein Wechsel in der Bundesliga"

"Wenn Arturo Vidal wechselt, was sehr unwahrscheinlich ist, dann wird er nicht in Deutschland wechseln. Er hat bis zum 30. Juni 2012 bei uns einen Vertrag und wir beabsichtigen, den Vertrag noch zu verlängern", sagte Bayer-Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser im Sport1-Interview.

Vidal, momentan mit Chiles Nationalteam in der Vorbereitung auf die am 1. Juli beginnende Copa America, wollte seinem Trainer Jupp Heynckes zum FC Bayern folgen.

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