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Der 1. FC Köln beendete die Saison 2010/2011 auf Platz 10 © imago

In Abwesenheit von Stale Solbakken beginnen die "Geißböcke" ihre Saison-Vorbereitung. Stuttgart vermisst die Nationalspieler.

Köln - Es goss aus Kübeln, aber die Laune bei den Profis des 1. FC Köln war beim Saison-Trainingsauftakt trotz des Sauwetters prächtig.

"Erfreulich ist, dass ich keine traurigen Gesichter gesehen habe. Die Schlussphase der vergangenen Saison hat positive Spuren hinterlassen", konstatierte FC-Sportdirektor Volker Finke nach der knapp zweistündigen Einheit vor rund 300 Kiebitzen am Geißbockheim.

Der neue Trainer Stale Solbakken fehlte bei den Sprinttests und einem abschließenden Trainingsspielchen zwar ebenso wie Nationalspieler Lukas Podolski und einige andere, dennoch nahmen 20 Profis am Training teil (420225DIASHOW: Der Start in die Vorbereitung).

"Unser Ziel muss es sein, unseren Kader von derzeit 35 bis 36 Spielern zu reduzieren. Bis Ende der Woche werden acht bis neun Spieler ausgeliehen sein", kündigte Finke an.

Solbakken noch im Urlaub

Das Training verfolgte er relaxt vom Spielfeldrand aus, nachdem er als Interimscoach die Geißböcke mit einem beachtlichten Schlussspurt von neun Punkten aus drei Spielen in der abgelaufenen Spielzeit noch auf Rang zehn geführt hatte.

Nun beschränkt sich Finke wieder auf seinen eigentlichen Job, und das zunächst mal bis zum Ende der Transferperiode Ende August, ehe er sich einen Urlaub gönnt.

Den genießt derzeit noch der norwegische Coach Solbakken, der ebenso wie sein Assistent Bard Wiggen erst am 26. Juni zur Mannschaft stößt, wenn diese auf der Insel Langeoog ihr Trainingslager bezieht.

Auch Podolski fehlt

Mit Solbakken und Wiggen hatte der Klub vereinbart, dass beide ihre Arbeit später aufnehmen, weil sie nach der Saison noch Verpflichtungen für ihren bisherigen Arbeitgeber FC Kopenhagen zu erfüllen hatten.

FC-Kapitän Podolski bekam wie auch andere Nationalspieler innerhalb des Teams einen verlängerten Urlaub zugesprochen.

[kaltura id="0_rmo8jyw6" class="full_size" title="Trainingsauftakt in K ln"]

Medi-Checks und Fitnesstests

In Abwesenheit von Solbakken leiteten die Co-Trainer Ibrahim Tanko und Patrick Weiser sowie Torwart-Coach Alexander Bade das Training. Bis Samstag stehen vornehmlich medizinische Untersuchungen und Fitnesstests auf dem Programm, ehe es nach Ostfriesland geht.

Außer Podolski fehlten bei der ersten Übungseinheit der neuen Saison wegen Verletzungen oder verlängerter Urlaube auch Miso Brecko, Adam Matuschyk, Kevin McKenna, Milivoje Novakovic, Petit, Wilfried Sanou und Alexandru Ionita.

Riether-Wechsel nicht vom Tisch

Die mögliche Verpflichtung von Sascha Riether ist derweil am Rhein immer noch ein Thema. Volker Finke sagte auf Nachfrage von SPORT1, dass der mediale Rummel um den Mittelfeldspieler die Lage "nicht vereinfachen" würde. Dennoch hat der Bundesligist die Hoffnung noch nicht aufgegeben (316092DIASHOW: Die Wechselbörse)

Jajalo bleibt wohl

Derweil wird der zuletzt vom AC Siena ausgeliehene Mittelfeldspieler Mato Jajalo mit ziemlicher Sicherheit beim FC bleiben.

"Es sind nur noch Kleinigkeiten zu klären. Ich bin froh, dass ich wieder hier beim Training bin", sagte der 23 Jahre alte Kroate. Der FC wird nach langen Verhandlungen wohl nicht die kompletten zwei Millionen Euro zahlen müssen, die beim Leihgeschäft als Kaufoption vereinbart worden waren.

Rumpftruppe beim VfB

Der VfB Stuttgart startet derweil mit einem Rumpfteam: Lediglich sieben Feldspieler und drei Torhüter standen Trainer Bruno Labbadia beim Trainingsauftakt zur Verfügung.

Elf Nationalspieler - darunter auch der schwedische Neuzugang William Kvist - weilen noch im Urlaub, Stars wie Cacau, Timo Gebhardt und Rückkehrer Julian Schieber absolvierten nach Verletzungen Einzelübungen. Alle drei sollen aber schon bald wieder mit der Mannschaft trainieren.

"Es ist nicht so gut, dass unsere Nationalspieler erst in zwei Wochen ins Training einsteigen, aber ich hoffe, dass wir unseren Weg aus der letzten Rückrunde fortsetzen", sagte Labbadia, der schon bald die Zügel anziehen möchte.

Gentner zufrieden

Obwohl die Schwaben auf ein Lauftrainingslager verzichten, sollen die Profis unter trainingslagerähnlichen Bedingungen in Stuttgart fitgemacht werden. Dienstbeginn ist künftig um 7.30 Uhr, es folgen zwei Einheiten pro Tag.

"Wir wollen auf jeden Fall eine gute Runde spielen. Der Tabellenplatz ist nicht das Entscheidende, sondern wie wir auftreten", sagte Sportdirektor Fredi Bobic gegenüber SPORT1.

Bei der ersten Einheit mit Ball war der Trainingsplatz in Stuttgart trotz der vielen Ausfälle gut gefüllt: Zehn Nachwuchskräfte aus der zweiten Mannschaft verstärkten den Kader, der vor knapp 1000 Zuschauern in den neuen weißen Heimtrikots trainierte.

"Nach den beiden Tagen mit den Leistungstests habe ich mich richtig auf das erste Training am Ball gefreut", sagte Christian Gentner, "es war ein wirklich guter Auftakt in die Saison.

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