vergrößernverkleinern
Holger Stanislawsi spielte von 1993 bis 2004 für den FC St. Pauli © getty

Stanislawski startet mit Hoffenheim ins Training und hat gleich Personalsorgen. Mainz nimmt mit zwei Neuen Anlauf auf Europa.

Zuzenhausen/Mainz - Trainer Holger Stanislawski hat endgültig das Ruder bei 1899 Hoffenheim übernommen.

Nach 18 Jahren beim FC St. Pauli leitete der 41-Jährige am Nachmittag vor rund 400 Zuschauern den Trainingsauftakt im Kraichgau. Dabei stand Stanislawski, der als Letzter aus der Kabine kam, nicht der komplette Kader zur Verfügung.

Der FSV Mainz 05 hat ebenfalls Anlauf für die kommende Saison und die Europa League genommen (420225DIASHOW: Der Start in die Vorbereitung).

Zum Auftakt begrüßte Trainer Thomas Tuchel vor 200 Zuschauern die neuen Hoffnungsträger Zoltan Stieber und Nicolai Müller auf dem Trainingsgelände.

1899-Trio mit Sonderprogramm

Neu-Hoffenheimer Stanislawski musste bei seiner Premiere dagegen auf einige Spieler verzichten.

Andreas Ibertsberger und Boris Vukcevic absolvierten nach verletzungsbedingten Auszeiten nur ein Einzeltraining. Manuel Gulde fehlte wegen Leistenproblemen, zahlreiche andere Spieler wegen internationaler Einsätze.

Aber wenigstens strahlte die Sonne, nachdem es vorher wie aus Kübeln geregnet hatte.

Simunic auf dem Abstellgleis

Nicht dabei war auch Abwehrspieler Josip Simunic. Ob der Kroate nochmals im Hoffenheimer Aufgebot stehen wird, ist fraglich (316092DIASHOW: Die Wechselbörse).

1899 möchte den Ex-Herthaner noch abgeben, eine Vertragsauflösung scheiterte aber bislang an der Höhe der Abfindung.

Dagegen soll David Alaba weiter für 1899 auflaufen. Hoffenheim hatte das 19 Jahre alte österreichische Talent im Winter vom Rekordmeister Bayern München ausgeliehen und würde dieses Geschäft gerne auf die nächste Spielzeit ausdehnen.

[kaltura id="0_jwcorz57" class="full_size" title="Neue B hne f r Mainz"]

Tanner hofft auf Alaba

"Wir werden alles daran setzen, David noch für ein weiteres Jahr hierzubehalten", sagte Manager Ernst Tanner.

Mit etwas Glück wird der Mittelfeldspieler also beim Saisonauftakt gegen Hannover 96 dabei sein. Eine Woche darauf empfängt die Stanislawski-Elf dann den deutschen Meister Borussia Dortmund.

"Es wird nicht leicht, aber sehr spannend. Die Vorfreude auf die neue Saison ist natürlich noch gestiegen", sagte Geschäftsführer Jochen A. Rotthaus.

Mainz startet Angriff auf Europa

Die Vorfreude ist auch in Mainz riesengroß, immerhin steht das Abenteuer Europa an. Dabei setzt das Team um Trainer Tuchel auch auf die Hoffnungsträger Stieber und Müller. "Wir wollen die Neuzugänge auf ein neues Niveau heben", gab Tuchel als Ziel für die kommenden Monate an.

Der 22-jährige Stieber stößt nach einem überragenden Jahr beim Zweitligisten Alemannia Aachen zum Tabellenfünften der abgelaufenen Spielzeit.

Mit zehn Toren und 17 Vorlagen schloss er die Saison hinter Nils Petersen (damals Energie Cottbus, jetzt Bayern München) als zweitbester Scorer ab.

Holtbys Lücke schließen

Müller (23) spielte sich bei der SpVgg Greuther Fürth mit jeweils sieben Treffern und Assists in die Notizbücher der Mainzer Scouts. Das Duo soll nun die Lücke schließen, die Jungnationalspieler Lewis Holtby (zurück zu Schalke) im Mittelfeld hinterlassen hat.

Die Verpflichtungen Fabian Schönheim (SV Wehen Wiesbaden), Yunus Malli (Borussia Mönchengladbach II) und Deniz Yilmaz (Bayern München II) waren beim Aufgalopp ebenfalls mit von der Partie.

Eric-Maxim Choupo-Moting, der ablösefrei vom Hamburger SV kam, fehlte dagegen. Wegen seines Einsatzes für die kamerunische Nationalmannschaft bekam der 22-Jährige einen verlängerten Urlaub und stößt erst am 3. Juli zum Kader.

Wiedersehen mit Schürrle

Choupo-Mouting soll im Angriff für Wirbel sorgen - denn der bisherige Torjäger Andre Schürrle wanderte für acht Millionen Euro zum Champions-League-Teilnehmer Bayer Leverkusen ab.

Für die Mainzer gibt es aber ein baldiges Wiedersehen mit dem Nationalstürmer.

Bereits am ersten Spieltag empfängt der Europapokal-Teilnehmer in seinem neuen Stadion die Mannschaft von Trainer Robin Dutt.

Zum Forum - hier mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel