Nach dem Top-Spiel gegen Hoffenheim gehen die verbalen Attacken der Bayern weiter. Für den Aufsteiger ein Grund zur Freude.

Was haben Helmut Grashoff, Willi Lemke, Christoph Daum und Gerd Niebaum gemeinsam?

Antwort: Sie alle lagen einst im Dauer-Clinch mit Uli Hoeneß.

Die Liste derer, die verbale Attacken des Bayern-Managers einstecken mussten, ließe sich noch um einige "Opfer" verlängern. Am Sonntag ist ein neues dazugekommen.

An Ralf Rangnick, so Hoeneß im DSF-Doppelpass, störe ihn dessen "Besserwisserei".

Hoffenheims Trainer, mit der unglücklichen 1:2-Niederlage seiner Mannschaft in München ohnehin genug gestraft, werde noch feststellen, "dass Höhenluft viel dünner ist, als die Luft, die er derzeit genießt".

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Sicher: Nachtreten gegen einen geschlagenen Gegner ist alles andere als die feine englische Art. Doch in Bayern ist der Umgangston im Allgemeinen ohnehin etwas direkter, und zudem sind die subtilen Zwischentöne auch nicht eben Hoeneß' Sache.

Wer den Manager in den vergangenen Jahren beobachtet hat, weiß, dass sich Hoeneß seine "Opfer" ganz gezielt aussucht. Nur wer dem FC Bayern in irgendeiner Form gefährlich werden kann, wird von Hoeneß verbal attackiert.

Hoffenheims Manager Jan Schindelmeiser hat Recht, wenn er Hoeneß' Angriff auf Rangnick als "klares Kalkül" bezeichnet. Hoeneß will damit bei den direkten Rivalen für Unruhe sorgen.

Wie einst in Mönchengladbach, Bremen, Köln, Leverkusen und Dortmund, die den Bayern das Leben im Kampf um die Meisterschaft schwer machten.

Insofern dürfen sich die Hoffenheimer durch Hoeneß' Worte geadelt fühlen.

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