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Thomas Müller erzielte bisher in 72 Bundesligaspielen 25 Tore © imago

Der Münchner Angreifer richtet die erste Kampfansage an Meister BVB: Mit den Top-Verstärkungen werde der FCB die Schale holen.

Von Christoph Gschoßmann

München - Thomas Müller verliert keine Zeit.

Die Saison hat noch nicht einmal begonnen, nur ein paar Bundesligaklubs haben ihren Trainingsauftakt schon hinter sich.

Für den Ur-Bayern aber kein Grund, nicht schon mal ein paar Kampfansagen an die Konkurrenz zu schicken.

In einem Interview mit der "Bild" markierte Müller schon mal ganz klar das Revier: "Wir werden Meister. Basta!"

Damit ließ die Antwort aus dem Lager des FCB auf den Vorstoß von Dortmunds Urgestein Kevin Großkreutz nicht lange auf sich warten.

Prompte Antwort auf Großkreutz

Am Donnerstag hatte Großkreutz im "kicker" klargemacht, dass sich der BVB auch ohne Nuri Sahin in der neuen Saison etwas ausrechnet und erklärt: "Unser Titel-Hunger ist nocht lange nicht gestillt."

Für Müller ist die Ausgangslage trotzdem klar. Vor allem aufgrund der Sommer-Verstärkungen der Münchner gibt es für den WM-Torschützenkönig keinen Zweifel am Ausgang der kommenden Saison.

"Ich bin zufrieden mit unserer Transferpolitik", lobt Müller die Führungsetage des Rekordmeisters.

"Manuel wird uns nach vorne bringen"

Besonders der "Königstransfer" von Nationaltorwart Manuel Neuer ist für Müller ein Treffer mitten ins Schwarze. "Manuel wird uns nach vorne bringen. Er hat bestimmt zehn richtig gute Jahre vor sich."

Ganz an der Spitze der weltbesten Torhüter sieht der 21-jährige seinen neuen Kollegen zwar noch nicht - aber mit dem Wechsel zum FCB auf dem besten Weg dorthin.

"Um Welttorhüter zu werden, muss man auch Titel gewinnen. Und genau das ist das Ziel des FC Bayern. Insofern traue ich Manuel durchaus zu, in München zum Welttorhüter zu reifen."

[kaltura id="0_3cuw8okx" class="full_size" title="Vidal fordert Freigabe"]

Lieber mit als gegen Rafinha

Auch den neuen Rechtsverteidiger der Bayern hat er noch gut in Erinnerung. "Rafinha war bei Schalke ein Top-Verteidiger", erinnert sich Müller.

Dass der Brasilianer sein Bundesliga-Comeback beim FCB und nicht bei der Konkurrenz gibt, lässt den geborenen Weilheimer aufatmen:

"Es ist sicherlich angenehmer, ihn als Mitspieler statt als Gegenspieler zu haben. Ich kann mich daran erinnern, dass er oft in Wortgefechte verwickelt war, giftig sein kann."

Keine Zuversicht bei Vidal

Auch im Sturm haben sich die Münchner verstärkt und mit Nils Petersen einen Perspektivspieler verpflichtet, der den Etablierten, zu denen auch Müller zählt, Druck machen soll.

Von der Trefferquote des neuen Konkurrenten zeigt sich der Offensiv-Allrounder beeindruckt: "Petersen hat 25 Hütten für Cottbus in der Zweiten Liga gemacht. Die muss man erst mal schießen."

Tor, Abwehr, Sturm. Nur im Mittelfeld ist der FCB noch gleich besetzt, auch wenn sich seit Wochen Gerüchte um eine Verpflichtung von Leverkusens Kämpfer Arturo Vidal ranken. Müller jedenfalls bezweifelt stark, dass der Transfer noch zu Stande kommt: (241095DIASHOW: Bayerns Planspiele)

"Ich weiß nicht, ob bei Vidal in diesem Sommer tatsächlich etwas möglich ist."

Dennoch wäre es für Müller kein Beinbruch, wenn Vidal erst nach der Saison das Trikot der Münchner überstreifen würde: "Auf der Sechser-Position sind wir ja ohnehin stark besetzt", weiß er.

"Jerome würde gut reinpassen"

Mehr Zuversicht darf der Stürmer bei einem Kollegen aus der Nationalelf haben. Jerome Boateng ist Bayerns absoluter Wunschspieler in der Abwehrzentrale, ein Wechsel hängt seit Wochen in der Schwebe, wird aber immer wahrscheinlicher. "Ich muss Geduld haben, aber ich glaube daran", hatte Boateng am Donnerstag der "Bild" erzählt.

"Jerome würde als Typ gut reinpassen", meint auch Müller. Nach Gomez, Neuer, Badstuber, Kroos, Schweinsteiger, Lahm und ihm selbst wäre Boateng schon der achte Nationalspieler beim FCB.

"Es ist ein Qualitätsnachweis, wenn beim Rekordmeister die halbe Nationalmannschaft spielt. Und der Weg mit Deutschland soll ja auch Richtung Titel gehen. Deswegen ist es ein Vorteil, wenn man sich bei Bayern miteinander einspielen kann", freut sich Müller.

Dortmund in die Schranken weisen, natürlich Meister werden, sich schon mal locker auf die EM 2012 einspielen und dann mit der Bayern-Nationalelf endlich einen Titel holen: Für Thomas Müller kann die Saison 2011/2012 kommen.

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