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Diego (r.) wechselte im Jahr 2006 vom FC Porto zu Werder Bremen © getty

Das DFB-Urteil nach der Würge-Attacke des brasilianischen Werder-Regisseurs im Spiel gegen den Karlsruher SC steht fest.

München/Frankfurt - Für die Würge-Attacke gegen Christian Eichner ist Bremens Regisseur Diego mit einer vergleichsweise glimpflichen Strafe davongekommen.

Das DFB-Sportgericht hat den Brasilianer wegen der Tätlichkeit für vier Spiele gesperrt - weniger als wegen Diegos Vorbelastung vermutet wurde.

Dazu muss sich Trainer Thomas Schaaf mit einer weiteren Zwangspause auseinandersetzen: Für Stürmer Hugo Almeida ist das Jahr verletzungsbedingt beendet.

Erst im Februar wieder spielberechtigt

Diego verpasst wegen seiner Sperre die nächsten Ligaspiele seines Teams gegen Wolfsburg, Bielefeld, auf Schalke und gegen Mönchengladbach.

Auch in anderen Meisterschaftsspielen ist Diego nicht spielberechtigt, allerdings im Achtelfinale des DFB-Pokals am 28. Januar bei Borussia Dortmund.

Wieder spielberechtigt ist er damit erst am 21. Februar kommenden Jahres, wenn Werder bei Energie Cottbus zu Gast ist.

Werder hat bereits akzeptiert

Diego hatte Karlsruhes Christian Eichner am Samstag bei der 0:1-Niederlage seines Teams im Trubel des Platzverweises für Bremens Claudio Pizarro am Hals gepackt.

Weil Schiedsrichter Guido Winkmann den Vorfall nicht mitbekam und er somit ungeahndet blieb, erhob der DFB-Kontrollausschuss nach Auswertung der Fernsehaufzeichnung nachträglich Anklage gegen Diego.

Wie zu erwarten, erkannte das Sportgericht in Diegos Aktion "krass sportwidriges Verhalten". Die Bremer haben das Urteil akzeptiert, es ist somit rechtskräftig.

Höhere Strafe befürchtet

Die schnelle Anerkennung von Seiten der Hanseaten dürfte damit zusammenhängen, dass eine noch härtere Strafe von bis zu sechs Begegnungen befürchtet worden war.

Denn der Spielmacher gilt als Wiederholungstäter, da er bereits im Februar nach einem Bodycheck gegen Frankfurts Sotirios Kyrgiakos die Rote Karte gesehen hatte.

Am Montag war Pizarro bereits für drei Spiele gesperrt worden. Der Peruaner hatte seinen Karlsruher Gegenspieler Martin Stoll ins Gesicht gelangt und ihn weggestoßen.

Mehrere Wochen Pause für Almeida

Im selben Spiel hatte sich auch Almeida verletzt. Nun hat sich bestätigt, dass der portugiesische Nationalspieler für den Rest des Jahres pausieren muss.

"Untersuchungen haben ergeben, dass er sich einen Wirbelfortsatz angebrochen hat. Er wird uns sicher mehrere Wochen ausfallen", ließ Werder-Coach Schaaf wissen.

Almeida verpasst also ebenso den Hinrundenabschluss gegen Wolfsburg.

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