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Jupp Heynckes kommt von Bayer Leverkusen zurück zum FC Bayern © getty

Bayern startet in die neue Saison: Die Ansprüche sind unter dem neuen, alten Coach sind riesig, die Konkurrenz stapelt tief.

Von Christoph Gschoßmann

München - Wie man die Saison beginnt, so beendet man sie auch.

Unter diesem Motto steht der Trainingsauftakt des FC Bayern, der die erste Einheit der neuen Spielzeit ausschließlich auf Platz 1 des Trainingsgeländes austrägt - die anderen Rasenplätze haben noch Ruhe verordnet bekommen.

Damit der Verein den eigenen Ansprüchen gerecht wird und auch in der Bundesliga wieder Platz Nummer eins belegt, wurde beim FCB die Zeit wieder einmal zurück gedreht.

Jupp Heynckes kehrt zum zweiten Mal an die Säbener Straße zurück und tritt nach 1987 und 2009 seine dritte Amtszeit beim Rekordmeister an.

"Jupp weiß, wie Bayern funktioniert"

Mit dem Erfolgscoach, der Bayer Leverkusen in der letzten Spielzeit zu einem Spitzenteam formte, soll die titellose letzte Saison beim FCB vergessen gemacht werden.

"Jupp weiß, wie wir ticken. Jupp weiß, wie Bayern funktioniert", ist sich Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge sicher und auch Kapitän Philipp Lahm stellt sich auf eine Erfolgssaison ein:

"Die Liga von Anfang an dominieren, das Double holen und in der Champions League mindestens das Achtelfinale überstehen", fasst der Nationalspieler seine Saisonziele zusammen.

Und Thomas Müller schickt in der "Bild" noch großspurig ein "Wir werden Meister, basta!" hinterher.

Große Ziele. Der "Macher" selbst weiß aber, wie enorm der Druck in München werden kann. Als "reizvolle Aufgabe" sieht er seinen neuen Job - wohl wissend, "dass man beim FC Bayern gewissermaßen zum Erfolg verpflichtet ist", erklärte Heynckes.

BVB stapelt tief

Und auch die Konkurrenz tut dieser Tage einen Teufel und nimmt den Druck von Bayern, im Gegenteil: BVB-Boss Hans-Joachim Watzke schiebt die Favoritenrolle dankend an die Münchner weiter. "Sie sind auch in der kommenden Saison wieder Top-Favorit auf den Titel", sagte Watzke in der "Bild".

[kaltura id="0_3cuw8okx" class="full_size" title="Vidal fordert Freigabe"]

Auch Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc schließt sich den Vorschusslorbeeren auf den FCB an: "Die Bayern haben personell immer enorm aufgerüstet, wenn sie zuvor nicht Meister geworden sind. Mit ihnen dürfen wir uns nicht messen - nur zweimal pro Saison".

Meister der Ansprüche, Meister im Aufrüsten und Meister der Konkurrenz sind die Bayern schon, bevor auch nur eine Minute des ersten Trainings abgelaufen ist.

Damit Platz 1 an der Säbener Straße nicht der einzige Spitzenplatz des FCB in der neuen Saison bleibt, müssen dem jetzt nur noch Taten folgen.

SPORT1 hat die Fakten zum Trainingsauftakt des FCB:

Die Neuzugänge:

Von den fixen Verstärkungen sind am Montag Bundesliga-Rückkehrer Rafinha (FC Genua) und Zweitliga-Torschützenkönig Nils Petersen (Energie Cottbus) am Start.

Torwart Manuel Neuer (FC Schalke 04) stößt ebenso wie andere Nationalspieler wie Philipp Lahm, Mario Gomez und Thomas Müller erst einige Tage später zur Mannschaft. Dies gilt auch für die Superstars Arjen Robben und Franck Ribery.

Am Freitag (1. Juli) ist der Bayern-Kader der neuen Spielzeit komplett. Nicht auszuschließen ist natürlich, dass Neuverpflichtungen wie Jerome Boateng (Manchester City) oder Arturo Vidal (Bayer Leverkusen) das Team noch später verstärken (241095DIASHOW: Bayerns Planspiele).

Das Trainerteam:

Hier ändert sich eine ganze Menge. Hermann Gerland ist der einzige Coach der vorigen Saison, der weiterhin mit von der Partie ist. Er wird gemeinsam mit Peter Hermann (Bayer Leverkusen) Heynckes' Assistent.

Als neuer Torwarttrainer wurde zudem Toni Tapalovic verpflichtet, der Nationalkeeper Manuel Neuer noch aus seiner aktiven Zeit kennt.

Der Zeitplan:

Bis zum ersten Pflichtspiel hat Heynckes knapp sechs Wochen Zeit, aus seinen Stars eine Einheit zu formen. Am 2. Juli steigt die offizielle Saisoneröffnung in der Allianz Arena. Danach absolviert der FCB ein Trainingslager vom 3. bis 9. Juli ein Trainingslager am Gardasee in Italien.

Nach zwei Testspielen (Carl Zeiss Jena am 14. Juli, eine Fanklubauswahl in Passau am 23. Juli) und zwei Testturnieren (Ligatotal!Cup in Mainz und Audi-Cup in München) müssen die FCB-Profis zum ersten Pflichtspiel im DFB-Pokal bei Eintracht Braunschweig antreten.

Das erste Bundesligaspiel (6./7. August) gegen Borussia Mönchengladbach folgt. Die Qualifikationsspiele für die Champions League (Auslosung: 5. August) finden erst am 16./17. bzw. am 23./24. August statt.

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