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Nils Petersen kam für 2,8 Millionen Euro aus Cottbus nach München © getty

Für Nils Petersen beginnt mit dem Trainingsstart das Abenteuer beim FCB. Ein weiterer Zugang der Müncher ist unter Dach und Fach.

Von Tobias Hlusiak

München - Für Nils Petersen ist es mehr als der Start in eine neue Saison.

Für den neuen Bayern-Stürmer begann ein neues Leben, als Jupp Heynckes den Kader des FC Bayern am Montag um 10 Uhr zum ersten Training an der Säbener Straße bat.

Der Zweitliga-Torschützenkönig kam aus Cottbus nach München (241095DIASHOW: Bayerns Planspiele).

Für 2,8 Millionen Euro ins Starensemble - in die Millionenstadt.

"Ich werde mich total eingliedern, aber auch von Anfang an meine Qualitäten zeigen", gibt sich der 22-Jährige in der "tz" selbstbewusst.

"Ich habe hier viel vor. Es ist doch klar, dass auch ein Mario Gomez nicht jeden test über 90 Minuten spielen wird. Diese kleinen Chancen muss ich nutzen."

"Beißen und kämpfen"

Heynckes setzt auf den Youngster, der Coach ist für das Rotationsprinzip bekannt.

Für den Zugang ein Grund sich - trotz starker Konkurrenz - für ein Engagement in München zu entscheiden.

"Ich werde jeden Tag beißen und kämpfen", lautet Petersens Devise.

Umstellung auf die Metropole

Sportlich ist er also angekommen. Der Lebensstil in der Metropole ist für ihn allerdings ebenso Neuland.

"Eine Millionenstadt, das ist ein ganz neues Feeling, bisher habe ich ja immer in Städten um die 100.000 Einwohner gewohnt", beschreibt er.

Umgeschaut hat er sich bereits, ein erstes Bild seines neuen Lebensmittelpunktes gemacht.

Marienplatz, Rathaus, Viktualienmarkt. "Meine Freundin und ich, wir genießen es."

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Erste U-Bahn-Fahrt

Ein Debüt hat der Junge aus Wernigerode, der später in Jena und Cottbus fußballerisch groß wurde, in München bereits erfolgreich absolviert.

"Ich bin zum ersten mal in meinem Leben U-Bahn gefahren", gibt Petersen zu.

"Da, wo ich bisher gewohnt habe, gab es das nicht. Und im Urlaub habe ich es auch nie gemacht. Das war eine spannende Erfahrung."

Über Messi zum Maximum

Nun kann er sich also voll und ganz auf die Vorbereitung konzentrieren.

Vor der ersten Begegnung mit den neuen Kollegen bammelt es Petersen nicht: "Ich werde mich bei meinen Mitspielern vorstellen, ihnen die Hand geben und sagen: 'Hallo, ich bin Nils.' Ganz normal."

Normal geht es danach auch für den FCB weiter. Beim Audi-Cup wartet als Highlight des Sommers der FC Barcelona.

"Das ist es ja, weswegen ich gekommen bin", schwärmt der Neuzugang. "Im Fußball muss man immer nach dem Maximum streben, ohne die Realität zu vergessen."

Das Treffen mit Lionel Messi und Co. stellt dann sicherlich auch die erste Fahrt in der Münchner U-Bahn in den Schatten.

Japaner Usami kommt

Unterdessen haben die Bayern erstmals einen Spieler aus Japan unter Vertrag genommen.

Wie erwartet verpflichtete der Rekordmeister den 19 Jahre alten Takashi Usami. Der Mittelfeldspieler von Gamba Osaka gilt in Japan als größtes Talent und ist beim FC Bayern als Ersatz für die beiden Superstars Arjen Robben und Franck Ribery vorgesehen.

Gamba Osaka bestätigte am Montag den Transfer. Die Bayern leihen Usami demnach zunächst für ein Jahr aus. Er soll nach dem Spiel von Osaka am 13. Juli gegen Vissel Kobe nach Deutschland kommen.

"Eines Tages ihren Platz einnehmen"

"So eine Chance bekommt man nicht jeden Tag. Es ist für mich noch schwer vorstellbar, in so einer großen Liga mit solchen Stars zu spielen. Das ist eine große Herausforderung", sagte der dribbelstarke Akteur, der vor kurzem sein Debüt in der japanischen Nationalmannschaft gefeiert hat.

Doch Usami hat sich bei den Münchnern große Ziele gesetzt und offenbar auch keine Angst vor Robben und Ribery: "Ich will mich verbessern, um eines Tages ihren Platz einzunehmen."

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