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Stale Solbakken (r.) trainierte zwischen 2006 und 2011 den FC Kopenhagen © getty

Der Norweger hat beim 1. FC Köln die Trainingsarbeit aufgenommen und paukt Deutsch. Eine andere Personalie zieht sich dagegen noch hin.

Von Björn Seitner und Jakob Gajdzik

München - Das erste Training hat er verpasst, doch nun ist Stale Solbakken endgültig in Köln angekommen.

Nach verlängertem Familienurlaub traf der Norweger ebenso wie Assistent Bard Wiggen pünktlich zum Trainingslager in Langeoog ein. (420225DIASHOW: Der Start in die Vorbereitung).

Die erste Einheit folgte auf dem Fuß - erst mit dem Rad, am frühen Abend ging es dann auf den Platz.

"Ich bin froh, dass es jetzt los geht. Ich freue mich auf die Mannschaft", erklärte Solbakken auf der ostfriesischen Insel der "Bild".

Trio noch im Sonderurlaub

Von FC-Sportdirektor Volker Finke wurde er der Mannschaft zum ersten Mal präsentiert - Lukas Podolski war noch nicht dabei.

Wie seine Kollegen Milivoje Novakovic und Miso Brecko weilt der Nationalspieler noch im Urlaub.

Jeder andere der 22 Akteure durfte dem 43-Jährigen zur Begrüßung die Hand schütteln. Die erste kurze Ansprache hielt er auf Englisch.

An seinem Deutsch will der neue Coach so schnell wie möglich arbeiten. Zwar hat Solbakken Deutsch gelernt, allerdings ist das bereits 26 Jahre her. "Ich glaube, dass mein 'Fußballdeutsch' nicht so schlecht ist", ließ Solbakken jedoch bereits verlauten.

Erst DVD-Studium, nun die Praxis

Auch wenn der 59-fache norwegische Nationalspieler seine Premiere auf dem Rasen des FC feiert, etwas vorgearbeitet hat er bereits.

"Ich habe mir vor allem viele DVDs mit FC-Spielen angeschaut, auch von den ersten Saisonspielen, weil dort auch andere Spieler zum Einsatz gekommen sind. Ich denke, dass ich jeden Spieler nun gut kenne."

[kaltura id="0_qcneg9al" class="full_size" title="Solbakken ist da"]

Nun soll nach dem abgeschlossenen Video-Studium der praktische Teil folgen. Solbakkens Hauptansprechpartner ist am ersten Trainingstag Finke, der die Mannschaft in den letzten drei Spielen der vergangenen Saison betreute.

Riether-Transfer weiter offen

Dass Solbakken beim FC ein wackliger Trainerstuhl erwartet, glaubt er nicht.

"Mein erster Eindruck ist sehr gut. Allerdings muss ich natürlich jeden Spieler noch besser studieren. In dieser Woche werde ich mit jedem Spieler Gespräche führen, sodass ich sie auch menschlich kennenlerne."

Erst danach will sich der Norweger auch auf den FC-Kapitän für die neue Runde festlegen.

"Ich muss warten, bis im Juli jeder Spieler da ist."

Riether-Transfer weiter offen

Die mögliche Verpflichtung von Sascha Riether ist derweil am Rhein immer noch ein Thema. Volker Finke sagte auf Nachfrage von SPORT1, dass der mediale Rummel um den Mittelfeldspieler die Lage "nicht vereinfachen" würde. Dennoch hat der Bundesligist die Hoffnung noch nicht aufgegeben (316092DIASHOW: Die Wechselbörse)

Klar ist: Köln will Riether, Riether will nach Köln. Dafür wäre der 28-Jährige sogar bereit, Einbußen bei seinem Gehalt hinzunehmen.

Ablösesumme als Knackpunkt

Es scheint sich an der Ablösesumme zu entscheiden. Laut "Express" fordert Wolfsburg noch immer 2,5 Millionen Euro, die "Geißböcke" wollen nicht mehr als zwei Millionen zahlen.

Ob Riether, der momentan mit dem VfL im Trainingslager in Oeversee weilt, noch zum FC stößt, bleibt also offen.

Insgesamt wartet also jede Menge Arbeit auf Solbakken und Co., da trifft sich die Abgeschiedenheit auf Langeoog gut.

"Mehr Ruhe als zu Hause"

"Das Klima hier ist gut, man hat ein bisschen mehr Ruhe als zu Hause", nennt Finke die Gründe für die Wahl des Trainingslagers.

Nicht zu vergessen, dass der ehemalige Coach des SC Freiburg mit den Breisgauern Stammgast auf der Insel war.

Der Fokus des Trainingslagers ist die konditionelle Grundlage des FC-Kaders für die kommende Saison. Drei Mal am Tag dürfen die Profis Kondition Bolzen, begleitet von den beiden Co-Trainern Patrick Weiser und Ibrahim Tanko.

Dazu treten die Kölner am Mittwoch bei einem Testspiel auf den TSV Langeoog, bevor es am Freitag nach Paderborn zurückgeht, um dort bei der Saisoneröffnung auf den Zweitligisten zu treffen.

Dann vielleicht schon mit Riether.

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