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Rafinha hat bei den Bayern einen Dreijahresvertrag unterschrieben © getty

Bayerns neuer Brasilianer erklärt eine besondere Macke und seine Freizeitgestaltung. Er sei "eigentlich der Typ von nebenan".

Von Björn Seitner

München - Fast schüchtern kam er daher.

Nach dem ersten Training 423213(DIASHOW: Bayern-Trainingsstart) hat Rafinha nun auch die erste Pressekonferenz an der Säbener Straße hinter sich.

Mit kurzer Hose und T-Shirt präsentierte sich der 5,3-Millionen-Zugang vom FC Genua und räumte dann auch gleich mit seinem "Sauhund"-Image auf.

Er sei eigentlich ein ruhiger Zeitgenosse, erklärte der Brasilianer auf Deutsch: "Die Leute, die mich kennen, wissen wie ich bin. Ich bin eigentlich der Typ von nebenan."

"Bayern muss immer gewinnen"

Trainer Jupp Heynckes war es, der den 25-Jährigen erst vor wenigen Tagen als "Sauhund" - im Sinne eines "unangenehmen" Gegenspielers - bezeichnet hatte (BERICHT: Heynckes mit Kampfansage)

Rafinha nahm das seinem neuen Coach jedoch nicht übel: "Ich bin so klein, deswegen bin ich auf dem Platz besonders aggressiv. Vielleicht hat er mich deshalb so bezeichnet", erklärte er mit einem Grinsen.

Aggressiv muss er nun auch in München sein, er weiß, worum es beim Rekordmeister geht: "Bayern muss immer gewinnen. Das ist auch mein Ziel - ich werde versuchen immer zu spielen."

Up-to-date mit der Bundesliga

Auf SPORT1-Nachfrage, welcher Klub den Münchnern in der Meisterschaft am gefährlichsten werden könnte, erklärte Rafinha: "Dortmund war letzte Saison sehr gut. Es gab über die Jahre immer viele Mannschaften in Deutschland, die gut waren, wie Stuttgart oder der HSV. Aber wir müssen natürlich in erster Linie auf uns schauen."

Er gab zu, die Bundesliga auch während der Saison mit Genua verfolgt zu haben, auch aus einem einfachen Grund: "Ich wollte zurück nach Deutschland."

[kaltura id="0_ngrfunto" class="full_size" title="Der Sauhund zur ck in der Liga"]

Auf rechts mit Robben

Nur ein Jahr hielt es Rafinha in der Seria A aus.

"Die Zeit war gut, aber ich habe oft im Mittelfeld gespielt, das war schwer", sagte Marcio Rafael Ferreira de Souza, wie er mit bürgerlichem Namen heißt, der bei den Bayern als Rechtsverteidiger vorgesehen ist.

Rechtsaußen Arjen Robben soll er dabei absichern und auch in der Offensive mitarbeiten. (BERICHT: "Bayern ist das Nonplusultra")

"Ich weiß, wie schwer es ist, gegen Robben zu spielen. Gott sei Dank spiele ich jetzt mit ihm zusammen. Ich hoffe, es funktioniert gut", so Rafinha respektvoll.

"Ersten Kontakte waren gut"

Heynckes weiß die Qualitäten des 1,71 Meter großen Rafinhas zu schätzen. "Er ist lauffreudig, bissig und auch diszipliniert", sagte der Trainer. 241095(DIASHOW: Bayerns Planspiele)

Mit Manuel Neuer verbindet den Ex-Schalker eine "gute Freundschaft": "Ich habe schon mit Manuel telefoniert. Er ist ein super Torwart und ich hoffe, wir werden Bayern helfen können", erklärte Rafinha.

Wie Neuer befinden sich die meisten Nationalspieler der Münchner noch im Urlaub. Nur Bastian Schweinsteiger trainiert schon voll mit.

"Die ersten Kontakte waren sehr gut", sagte Rafinha zum Trainingsauftakt: "Ich habe ein gutes Gefühl." Wenn alle da seien, "werden wir richtig Gas geben".

Anruf bei der Mama ist Pflicht

Bis dahin kann er sicher noch das eine oder andere mal auf der Trommel spielen, die er aus der Heimat mitgebracht hat.

"Ich bin eben Brasilianer, habe meine Kultur und spiele auch gerne ein Insturment", so Rafinha grinsend: "Ich mag laute Musik."

Dass er damit seine Nachbarn stört, muss Rafinha nicht befürchten. Momentan wohnt er noch im Hotel. Für Wohnungssuche sei noch keine Zeit gewesen.

Und auch etwas anderes will er sich nicht nehmen lassen: "Vor jedem Spiel rede ich mit meiner Mutter. Egal wann, sie weiß, dass ich mich melde."

Was der liebe Sohn mit Mama Odete de Souza bespricht, sei jedoch "geheim".

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