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Konkurrenten in der FCB-Abwehr: Christian Lell (r.) und Massimo Oddo © getty

Christian Lell beschreibt, wie der Konkurrenzkampf im Bayern-Team sich positiv auswirkt. Meckern, meint er, solle daher keiner.

Vom FC Bayern berichten Mathias Frohnapfel und Daniel Rathjen

München - Im zweiten Teil des Interview spricht Christian Lell mit Sport1.de über seine persönliche Situation beim FC Bayern sowie den Konkurrenzkampf im Team.

Sport1.de: Wie bewerten Sie im Moment Ihre persönliche Situation? Die Saison war ja bisher eine Achterbahnfahrt, erst waren Sie Stammspieler und dann ständig im Zweikampf mit Massimo Oddo.

Christian Lell: Massimo hat ein Jahr Vertrag und muss irgendwie seine Spielzeiten bekommen. Wir wechseln uns im Moment ab, ich respektiere ihn absolut, er ist ein guter Spieler. Aber ich habe mich letztes Jahr durchgesetzt und ich werde mich auch diesmal wieder durchsetzen.

Sport1.de: Es war indirekt auch ein großes Kompliment für Sie, als im August Marcell Jansen gehen durfte. Es hieß damals: "Wir haben Christian Lell, er kann die Position spielen." Das hat sie stolz gemacht, oder?

Lell: Natürlich, Marcell Jansen ist Nationalspieler und hat hier auch seine Ambitionen gehabt. Beim FC Bayern gibt es nur gute Spieler. Letztlich kommt es darauf, ob man sich durchbeißt, durchkämpft.

Sport1.de: Wie kam es zu den vielen Wechselspielen mit Massimo Oddo?

Lell: Das liegt immer im Ermessen des Trainers. Wichtig ist, dass wir dann als Mannschaft Erfolg haben, egal, ob er oder ich spielt. Wir haben große Ziele. Und die Saison ist noch sehr lang.

Sport1.de: Gibt es mitunter einen Trend im modernen Fußball, dass die Offensive mehr zählt? Massimo Oddo gilt da als stärker, Sie als durchsetzungsfähiger in den Zweikämpfen.

Lell: Massimo hat vielleicht mehr Qualitäten in der Offensive. Aber in erster Linie sind wir Abwehr- und keine Mittelfeldspieler, keine Spielgestalter. Grundsätzlich wird im modernen Fußball viel rotiert - auch bei Real Madrid und anderen Vereinen. Da sitzen die besten Leute auch mal auf der Bank. Wir wollen uns ja an großen Mannschaften messen. Da darf auch keiner meckern.

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