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MATTHIAS GINTER (ab 90.): Kommt für seinen verletzten Dortmunder Teamkollegen noch zu einem Kurzeinsatz. Ohne Bewertung
Felix Magath schaffte mit den "Wölfen" am letzten Spieltag den Klassenerhalt. © getty

Der Wolfsburg-Coach geht mit seinen Vorgängern McClaren und Hoeneß hart ins Gericht. Neuer hätte er um jeden Preis gehalten.

Wolfsburg - Trainer Felix Magath vom VfL Wolfsburg hat an Ex-Coach Steve McClaren und dem ehemaligen Manager Dieter Hoeneß Kritik geübt.

"Fakt ist, dass viel investiert wurde, es aber in der Mannschaft hinten und vorne nicht gepasst hat", sagte Magath im Interview mit der "Welt".

Als Konsequenz müsse man nun etwas anders machen und einen neuen Weg finden. (GAMES: Der SPORT1 Bundesliga-Manager)

Allerdings rechnet Magath, der Wolfsburg in der Saison 2008/09 überraschend zum Gewinn der deutschen Meisterschaft geführt hatte, nicht mit schnellem Erfolg:

"Die Mannschaft muss neu aufgebaut werden. Wir müssen neu beginnen, unser Offensivspiel einzuüben. Das wird Monate dauern."

Saisonziel ist der Europapokal

Dennoch will Magath mit den Niedersachsen die Europacup-Plätze ins Visier nehmen.

"Ich werde mich nie begrenzen, was Erfolge angeht. Aber realistisch betrachtet ist jetzt wohl kaum der richtige Zeitpunkt, über die Meisterschaft zu sprechen", sagte er:

"Wir werden aber daran arbeiten, ständig im internationalen Geschäft vertreten zu sein. Und dass ich lieber Champions League als Europa League spiele, ist wohl jedem klar."

"Erfolgreiche Jahre auf Schalke"

Seine Zeit bei Pokalsieger Schalke 04 betrachtet Magath als positiv.

"Was für mich unter dem Strich stehen bleibt, ist ein zweiter Platz aus der ersten Saison und der Pokalsieg in der zweiten. Plus Halbfinale Champions League. Ich bin damit zufrieden", sagte Magath.

"Wenn andere das nicht sind, kann ich das nicht ändern. Noch einmal: Sportlich wie finanziell waren es zwei sehr erfolgreiche Jahre auf Schalke", so der ehemalige Nationalspieler weiter.

Magath: Neuer wäre noch da

Zudem ist Magath davon überzeugt, dass Nationaltorhüter Manuel Neuer noch bei den Königsblauen spielen würde, wenn er dort noch Trainer wäre: "Ich habe ihn ja für unverkäuflich erklärt, und an dieser Haltung hätte sich nichts geändert."

Neuer war im Sommer für eine Ablösesumme von bis zu 25 Millionen Euro von Schalke zu Rekordmeister Bayern München gewechselt.

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