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Franck Ribery erzielte seit 2007 für den FC Bayern 31 Tore © getty

Der Franzose steigt voll in die Vorbereitung ein - die Erwartungen sind groß. Im Gespräch mit SPORT1 gibt er sich selbstbewusst.

Aus dem Trainingslager des FC Bayern berichten Daniel Rathjen und Christian Ortlepp

Riva del Garda - Der große "König Franck" ward lange nicht mehr gesehen.

In der vergangenen Saison leuchtete der Star zu selten.

Es war nicht das Jahr des FC Bayern, es war auch kein Ribery-Jahr. Viele Verletzungen warfen den Franzosen immer wieder zurück.

Auch der Start in die aktuelle Vorbereitungsphase verlief holprig.

Ribery wieder voll dabei

Störendes Narbengewebe, resultierend aus einer Muskelverletzung, die er sich im Training für den Test gegen Polen mit der Nationalmannschaft zugezogen hatte, beeinträchtigte ihn.

Am Montag im Trainingslager am Gardasee absolvierte er nur Laufeinheiten. 425548(DIASHOW: Saisoneröffnung des FC Bayern)

Doch es geht aufwärts, Trainer Jupp Heynckes erklärte die "Vorsichtsmaßnahme" offiziell für beendet: Am Dienstag mischt der 27-Jährige in Italien wieder voll mit.

"Vorbereitung ist sehr wichtig"

"Das ist sehr wichtig für mich und die Mannschaft. Ich bin sehr froh", sagt Ribery im Gespräch mit SPORT1 in schon recht flüssigem Deutsch. 241095(DIASHOW: Bayerns Planspiele)

Er braucht das Team um sich, um Motivation zu schöpfen. An seinem Status innerhalb der Hierarchie zweifelt niemand. Auch wenn seine Späße weniger geworden sind, für das Gefüge ist ein gesunder Ribery Gold wert.

"Letzte Saison war ich oft nicht beim Team, sondern habe alleine trainiert. Das ist etwas völlig anderes und schwierig für mich. Die Vorbereitung ist jetzt sehr wichtig für mich", weiß der Offensivspieler.

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Sind drei Titel drin?

Er wirkt nachdenklicher, sachlicher, irgendwie erwachsener, wenn er seine Sätze ins Mikrofon spricht.

Sein Wille, allen zu zeigen, dass er nichts von seinen herausragenden Fähigkeiten eingebüßt hat, ist deutlich spürbar.

"Ich hoffe, dass es eine große Saison wird", betont er selbstbewusst. Ob der FC Bayern das Zeug für das Triple hat?

Ribery kess: "Wir haben die Qualität. Und warum sollen wir nicht drei Titel holen?"

Zufrieden mit den Neuzugängen

"In erster Linie müssen wir die Bundesliga gewinnen. Natürlich ist auch die Champions League wichtig, aber wir müssen zunächst die Qualifikation überstehen und wissen noch nicht, gegen wen wir spielen werden. Ich hoffe, dass es positiv für uns laufen wird", schiebt er nach.

[kaltura id="0_kjml1en7" class="full_size" title="Ribery will das Triple"]

Mit den Neuzugängen zeigt er sich zufrieden: "Rafinha und Neuer sind sehr gute Spieler. Petersen muss ich erst noch kennen lernen, aber ich denke, er ist auch ein guter Junge."

Ist Ribery fit, ist ihm sein Stammplatz auf dem linken Flügel sicher. Heynckes wird die taktische Grundausrichtung von einem 4-2-3-1-System beibehalten, die Außen spielen eine tragende Rolle.

Mit Lahm im Rücken

"Der FC Bayern muss die Außen immer besetzt halten. Die Gegner agieren oft defensiv, wir müssen das Spiel deshalb in die Breite ziehen", erklärt Heynckes.

Helfen wird Ribery, dass Kapitän Philipp Lahm wieder auf die linke Seite rückt, wenn Rafinha die rechte Seite bekleidet.

Das Pärchen Lahm/Ribery ist erprobt und funktioniert - das wissen die Münchner und künftigen Gegner.

Olic kämpft um seinen Platz

Ribery hat sich in den vergangenen zwei Jahren immer einen sicheren Hintermann gewünscht, ihn aber weder in Danijel Pranjic noch in Holger Badstuber, David Alaba oder Diego Contento gehabt.

Die Sicherheit wird ihn zusätzlich beflügeln - Konkurrenz bekommt er allenfalls durch den wieder genesenen Ivica Olic, der nach achtmonatiger Verletzungspause wieder einen Platz sucht.

Zurücklehnen kann sich Ribery also keineswegs, zumal auch Heynckes - wie sein Vorgänger Louis van Gaal - keine Rücksicht auf Namen nimmt. (BERICHT: Heynckes' Masterplan steht)

Heynckes will rotieren

"Ein Ribery muss sich genauso integrieren wie jeder andere auch", stellte er bereits unmissverständlich klar. Sonderrechte gebe es für niemanden.

Außerdem wolle der Altmeister öfter rotieren. "Ich werde auch mal Spieler draußen lassen, die vorher sehr gut waren."

Damit will sich Ribery (noch) nicht beschäftigen. "Ich bin froh, dass ich wieder dabei bin", sagt er. Er weiß, dass er sich beweisen muss.

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