vergrößernverkleinern
Didier Ya Konan erzielte in der vergangenen Saison 14 Bundesligatore für Hannover © imago

Trotz Ya Konans Muskelfaserriss blickt 96-Coach Slomka entspannt in die Zukunft. Ein Stürmer soll noch verpflichtet werden.

Von Björn Seitner

München - Die Verletzung von Didier Ya Konan kommt zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt.

Ins Trainingslager in die Steiermark ist Hannover 96 bereits aufgebrochen - ohne den Torjäger.

Der Ivorer muss sich aufgrund eines Muskelfaserrisses im linken Oberschenkel zunächst in die Reha begeben. Eine Verletzung, die Ya Konan nach einer leichten Zerrung offenbar selbst nicht einmal bemerkte.

"Aus Sorgfaltspflicht haben wir eine Kontrolluntersuchung bei Didier durchgeführt, um sicherzustellen, wie belastbar er in den kommenden Tagen sein wird. Leider führte diese zu dem Ergebnis, dass bei ihm ein Faserriss vorliegt", erklärte Trainer Mirko Slomka.

"Weiter als in der Vorsaison"

Die Ironie der Geschichte: Zuvor brach Slomka das Trainingslager in Celle aufgrund der hohen Belastungen und drohender Muskelverletzungen noch einen halben Tag früher ab.

Schlechte Nachrichten für den zukünftigen Europa-League-Teilnehmer. Aus der Ruhe lässt man sich in Hannover aber trotzdem nicht bringen.

"Er wird sich von dieser Verletzung erholen und auch in der kommenden Saison ein ganz bedeutender Akteur in unserem Team sein", sagte Slomka.

Der 43-Jährige ist in der "Hannoverschen Allgemeinen" mit dem bisherigen Verlauf der Vorbereitung äußerst zufrieden: "Wir sind deutlich weiter und haben eine bessere Basis als beim Beginn der vergangenen Saison." (420225DIASHOW: Der Start in die Vorbereitung)

24 Tore von Stoppelkamp

Bewiesen haben das die Niedersachsen bereits in ersten Testspielen, wenn auch gegen unterklassige Gegner.

9:1 siegten die 96er beim VfR Osterode, 13:0 in Uchte, 22:1 in Emmerthal und 21:0 beim TSV Limmer (AKTUELL: Die Sommerfahrpläne).

Vor allem Moritz Stoppelkamp ragte heraus und erzielte in den vier Spielen insgesamt 24 Tore - ein volles Dutzend alleine gegen Limmer.

"Mein bisheriger Rekord: Ich habe mal bei Viktoria Buchholz in Duisburg acht Tore in einem Spiel erzielt", erinnert sich Stoppelkamp. "Ich glaube, in der E-Jugend."

Auch im ersten echten Härtetest fuhren die "Roten" ein respektables Ergebnis ein, das Spiel gegen Österreichs Meister Sturm Graz endete 3:3.

[kaltura id="0_fqo6aar2" class="full_size" title="Hannovers neue Qualit t"]

Mit neuem System nach Europa?

Für die kommenden Tests kündigte Slomka zudem an, neben dem 4-4-2- auch das 4-3-3-System einüben zu wollen.

Als Spielmacher kommt dafür neben Jan Schlaudraff und Manuel Schmiedebach auch Neuzugang Henning Hauger in Frage.

"Mit ihm erhöhen wir unsere taktischen Möglichkeiten im Mittelfeld", erklärte Slomka im "kicker" den Transfer des Norwegers von Stabaek IF.

Kommt Ghana-Star Adiyiah?

Neben dem polnischen Nationalspieler Artur Sobiech (Polonia Warschau), dem Schalker Christian Pander und dem österreichischen Keeper Samuel Radlinger (SV Ried) könnte Hannover mit Ghana-Star Dominic Adiyiah einen etablierten Akteur verpflichten.

Bereits vor einem Jahr wollte 96 den 21-Jährigen, der 2009 mit Ghana die U-20-WM gewann, vom AC Mailand leihen. Das Geschäft scheiterte an Sportdirektor Jörg Schmadtke. (316092DIASHOW: Die Wechselbörse)

Nun steht Adiyiah erneut ganz oben auf der Liste. Sein Berater, der Ex-96-Torjäger Goran Milovanovic, ist optimistisch: "Wir stehen in Kontakt. Ich würde mich freuen, wenn es jetzt mit Hannover klappt."

"OL" als Testgegner

Schmadtke bremst jedoch erneut die Erwartungen: "Wenn wir noch etwas machen sollten, dann sollten wir uns Zeit lassen und in Ruhe schauen, was auf dem Markt passiert."

Nun bleibt abzuwarten wie die weiteren Härtetests in den kommenden Tagen verlaufen. Spiele gegen AFC Sunderland und Olympique Lyon stehen an.

Wenn Hannover auch hier ohne Didier Ya Konen bestehen sollte, ist man wohl für Europa gerüstet.

Zum Forum - hier mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel