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Michael Ballack (r.) erzielte in 16 Spielen in der vergangenen Saison kein Tor für Bayer © getty

Leverkusens Sportdirektor ist überzeugt vom Routinier und nimmt ihn in die Verantwortung. Vidal erwartet er von der Copa zurück.

Von Björn Seitner

München - Drei Personalien stehen derzeit in Leverkusen im Mittelpunkt - und alle bergen Zündstoff.

Wie schon in der vergangenen Saison werden die Augen unterm Bayer-Kreuz wieder vornehmlich auch Michael Ballack gerichtet sein.

Seine Zukunft in der Nationalmannschaft ist geklärt - es gibt keine.

Der 34-Jährige müsse sich ganz auf den Verein konzentrieren, erklärte Bayer-Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser im SPORT1-Interview(EXKLUSIV: Wolfgang Holzhäuser im Interview).

Sportdirektor Rudi Völler nimmt Ballack sofort in die Verantwortung. "Michael weiß, dass er jetzt in der Bringschuld ist und zeigen muss, warum wir ihn geholt haben", sagte Völler nun der "Welt".

Endlich "ein Schlussstrich gezogen"

Der ehemalige Bundestrainer sei froh, dass unter das Thema Ballack beim DFB endlich "ein Schlussstrich gezogen" wurde.

Nun sei Völler überzeugt davon, Ballack werde versuchen, es noch einmal allen zu zeigen: "Das merke ich jeden Tag beim Training."

Der 51-Jährige besuchte die Mannschaftim Trainingslager im Zillertal. In Mittersill traf Ballack zum zwischenzeitlichen 2:0 beim 4:0-Sieg im Härtetest gegen Österreichs Vizemeister Red Bull Salzburg. (420225DIASHOW: Der Start in die Vorbereitung)

Der "Bild" sagte Völler: "Ballack ist in einer anderen Verfassung als nach seinen schlimmen Verletzungen. Er ist viel fitter." Gerade bei älteren Spielern sei das sehr wichtig.

Jedem droht die Bank

Erholungszeit gebe es aber, denn einige Spieler werden aufgrund der Dreifachbelastung in der kommenden Saison auch das ein oder andere mal auf der Bank Platz nehmen.

"Trainer müssen rotieren lassen und einen Spieler auch mal auf die Bank setzen. Jeder muss akzeptieren, mal nicht in der Startelf zu stehen", so Völler.

[kaltura id="0_3yjxaveb" class="full_size" title="Leverkusen torlos gegen die L wen"]

Völler erwartet Vidal

Das könnte sogar auch Arturo Vidal treffen - wenn er denn in der nächsten Spielzeit noch in Leverkusen unter Vertrag steht.

Die Schmerzgrenze für einen Verkauf des Chilenen sei aber "noch längst nicht erreicht", bekräftigte vor kurzem erneut Trainer Robin Dutt bei "11 Freunde", nachdem Holzhäuser dies schon SPORT1 bestätigt hatte.

"Ein Verkauf Vidals innerhalb der Bundesliga ist ausgeschlossen", sagte Dutt.

Auch Inter am Chilenen interessiert

Nach dem SSC Neapel und Juventus Turin meldeten chilenische Medien nun das Interesse von Inter Mailand an dem Mittelfeldspieler an.

Inters neuer Trainer Gian Piero Gasperini sei Feuer und Flamme von Vidal berichtet das chilenische Internetportal "123noticias".

Völler geht davon aus, "dass Arturo nach der Copa America und seinem Urlaub zu uns stößt." (316092DIASHOW: Die Wechselbörse)

Es gebe zwar einige Anfragen, so Völler, ein Angebot, bei dem der Verein schwach werde liege aber noch nicht vor.

Stillstand bei Adler

Derweil echauffierte sich Torwart Rene Adler darüber, dass Details über angebliche Gehaltsforderungen an die Öffentlichkeit gelangt seien: "So etwas ist völlig unnötig. Das hat mich enttäuscht", sagte er im "kicker".

Adler forderte zudem "ein bisschen Bedenkzeit" bezüglich einer möglichen Vertragsverlängerung.

"Wir sind im Dialog, aber wir haben uns vertagt bis Anfang September", bestätigte Völler: "Es gibt keinen Druck. Rene will sich jetzt erst einmal auf das Training und die ersten Saisonspiele konzentrieren."

Freies Wochenende

Nach zehn Tagen Trainingslager im Zillertal haben Adler und Ballack nun Zeit, die aktuellen Entwicklungen in Ruhe zu verdauen.

Dutt jedenfalls war zufrieden mit der Vorbereitung - er konnte "kein Haar in der Suppe finden" und gab dem Team über das Wochenende frei.

Und auch Ballack wird wohl froh sein, dass der Verein auf ihn zählt. Mit dem Druck beim Vizemeister wird er umgehen können.

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