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Karl-Heinz Rummenigge erzielte 162 Tore für den FC Bayern © getty

Rummenigge macht sich im Bayern-Trainingslager Luft. Den Neuer-Nörglern gibt er eine Botschaft mit. In Sachen Boateng schwingt Frust mit.

Aus dem Trainingslager des FC Bayern berichtet Daniel Rathjen

Riva del Garda - Die Sonne brannte vom Himmel am Freitagmorgen am Gardasee.

Keine Wolke war zu sehen 426376(DIASHOW: Bayern-Trainingslager in Trentino).

Doch die Miene von Karl-Heinz Rummenigge, der der Mannschaft des FC Bayern im Trainingslager einen Besuch abstattete, verfinsterte sich plötzlich.

Von SPORT1 angesprochen auf das Anti-Neuer-Transparent, das eine kleine Fangruppierung am Mittwoch beim Testspiel gegen eine Trentino-Auswahl aufgehängt hatte, brach beim Vorstandsvorsitzenden der Frust heraus.

"Ich habe fast einen Tobsuchtsanfall bekommen", offenbarte er.

"Der gesamte Vorstand war sehr sauer"

Er sei stocksauer gewesen, als er davon erfahren habe. "Der gesamte Vorstand war sehr enttäuscht und sehr sauer."

Rummenigge nutzte die Gelegenheit, um speziell die verantwortliche Fangruppierung "Inferno Bavaria 01" zu warnen und kündigte entschlossenes Durchgreifen an.

"Diese Personen sind unerwünscht und was sie tun, ist unerwünscht", stellte er unmissverständlich klar.

Video der Nörgler gesichtet

Und weiter: "Wir haben Hausrecht in der Allianz Arena. Wer jetzt nicht kapiert hat, dass Manuel ein Spieler des FC Bayern ist und mit Respekt behandelt werden sollte, dem ist nicht mehr zu helfen. Wir werden das sehr genau beobachten. Unsere Geduld ist am Ende."

[image id="4434e5c6-6473-11e5-acef-f80f41fc6a62" class="half_size"]

Nach SPORT1-Informationen haben die Bayern-Bosse bereits das Videomaterial vom Mittwoch, das die Nörgler in Nahaufnahme zeigt, explizit gesichtet.

Die Situation tue ihm leid für Neuer. "Ich bewundere ihn mittlerweile dafür, wie gelassen und souverän er mit diesen Dingen umgeht. Er scheint eine extrem positiv ausgeprägte Persönlichkeit zu sein", lobte Rummenigge.

Boateng: ManCity stellt sich quer

Weniger angenehm verlaufen derzeit die Verhandlungen mit Manchester City um Jerome Boateng. Die Müncher wollen den Nationalspieler als neuen Abwehrchef, der Spieler ist sich mit dem Verein längst einig 241095(DIASHOW: Bayerns Planspiele).

Doch die Engländer stellen sich weiter quer. Über ihre erste Forderung einer Ablöse von 25 Millionen Euro können die Bayern nur lachen.

[kaltura id="0_0km8klm1" class="full_size" title="Reaktionen zur Anti Neuer Aktion"]

"Eigenartige Taktik"

"Wir zahlen keine ManCity-Preise", betonte Rummenigge. Langsam wird er skeptisch, was einen erfolgreichen Abschluss angeht. "Ob da jetzt noch Verhandlungsbereitschaft reinkommt, weiß ich nicht."

In dieser Form habe er einen Poker auch noch nicht erlebt. "Es ist eine eigenartige Taktik, gar nichts von sich hören lassen, obwohl sie bereits Ersatz verpflichtet haben."

Die Citizens hatten vor kurzem die Transfers von Gael Clichy und Stefan Savic bekanntgebeben.

Gespräche liegen auf Eis

Momentan liegen die Gespräche auf Eis, obwohl die Bayern seit Tagen versuchen, den Kontakt über Mittelsmänner zu reaktivieren. Die Zeit drängt etwas, in Kürze reist Manchester City für mehrere in die Vereinigten Staaten.

"Wenn wir bei ManCity nicht weiterkommen, müssen wir uns um eine Alternative bemühen. Das machen wir bereits", ließ Rummenigge zusätzlich durchblicken.

Bemühen um Alex

Erster Kandidat ist Abwehrspieler Alex vom FC Chelsea.

Während bei der Verpflichtung eines Innenverteidigers alle bei den Bayern eine Notwendigkeit sehen, besteht im defensiven Mittelfeld kein akuter Handlungsbedarf.

"Total enstpannt" bei Vidal

Leverkusens Arturo Vidal, den Trainer Jupp Heynckes gerne haben möchte, bleibt aber ein heißer Kandidat.

"Bei dieser Personalie bin ich total entspannt. Wir haben bereits ein wunderbares Mittelfeld. Wenn es zu einem bezahlbaren Kurs möglich ist, dann werden wir es machen", kommentierte Rummenigge.

Ansonsten reiche seine Geduld bis 2012 - dann läuft der Vertrag des Chilenen beim Werksklub aus.

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