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Der Niederländer Jos Luhukay ist seit April 2009 Trainer des FC Augsburg © imago

Der FCA vor der ersten Bundesliga-Saison: Jos Luhukay spricht im SPORT1-Interview über sein Team und die Außenseiter-Rolle.

Von Christian Stüwe

München - In etwas mehr als drei Wochen beginnt die neue Bundesliga-Saison mit dem Eröffnungsspiel am 5. August zwischen Meister Borussia Dortmund und dem Hamburger SV.

SPORT1 stellt bis dahin in einer Interview-Serie alle 18 Teams mit einem Interview vor. Den Beginn macht der Aufsteiger FC Augsburg.(316092DIASHOW: Die Wechselbörse)

Der FCA bereitet sich derzeit zum ersten Mal in seiner langen Vereinsgeschichte auf eine Saison in der Bundesliga vor. (BERICHT: Aufgalopp des Außenseiters)

Der Aufstieg löste in der schwäbischen Stadt große Begeisterung aus.

Der Klub verkaufte schon zum jetzigen Zeitpunkt so viele Dauerkarten wie nie, die Mitgliederzahlen haben sich bereits verdoppelt - auch wenn die Mannschaft als Abstiegskandidat gehandelt wird.

Trainer Jos Luhukay lässt sich davon jedoch nicht beeindrucken und freut sich stattdessen über die Begeisterung rund um seine Mannschaft.

Im SPORT1-Interview spricht der 48-Jährige über die Euphorie der Fans, seine Mannschaft und die Chancen des Außenseiters.

SPORT1: Wie zufrieden sind Sie mit dem Stand der Vorbereitung auf die neue Saison?

Jos Luhukay: Ich bin zufrieden, weil wir bisher keine schweren Verletzung zu beklagen haben. Es gibt kleinere Wehwehchen, aber das ist normal.

SPORT1: Für den FC Augsburg wird es die erste Saison in der Bundesliga. Spüren Sie die Euphorie in Mannschaft und Umfeld?

Luhukay: Ja, die spürt man ganz deutlich. Die Fans freuen sich auf diese historische Saison. Am Saisonende war eine ganz tolle Stimmung und wir dachten, dass sich das nach dem Urlaub gelegt hat. Aber das Gegenteil war der Fall. Die Menschen standen Schlange, um sich die Dauerkarten zu sichern.

SPORT1: Die Mitgliederzahl hat sich fast verdoppelt, mehr als 16.000 Dauerkarten wurden bereits verkauft. Ist das auch eine Verpflichtung?

Luhukay: 16.000 Dauerkarten sind einfach großartig. Die Mitgliederzahl hat sich von 3500 auf mehr als 8000 Mitglieder erhöht. Jeder möchte bei diesem für den Verein historischen Ereignis dabei sein. Diesen Fans möchten wir natürlich auch etwas bieten, aber eine Verpflichtung ist es deswegen nicht. Wir wollen unsere Ziele gemeinsam mit den Fans erreichen und die Klasse halten.

SPORT1: Manager Andreas Rettig nannte es als Ziel, zu den besten 20 Mannschaften Deutschlands zu gehören. Wäre ein Abstieg also gar nicht so schlimm?

Luhukay: Darum machen wir uns derzeit keine Gedanken. Wir werden alles dafür tun, auch in der Saison 2012/13 in der Bundesliga zu spielen.

SPORT1: 2008 wurden Sie als Trainer in Mönchengladbach bereits nach sieben Spielen entlassen. Genießen Sie es, nun in einem ruhigeren Umfeld zu arbeiten?

Luhukay: Jedes Umfeld hat Vor- und Nachteile. Ich freue mich, dass das Zusammenspiel der gesamte Sportliche Leitung beim FCA hervorragend ist.

SPORT1: Ist der jetzige Kader schon bundesligareif, oder suchen Sie noch nach Verstärkungen?

Luhukay: Wir schauen uns auf dem Markt um und wenn ein Transfer finanziell realisierbar ist und der Spieler uns sportlich weiter bringt, sagen wir nicht nein.

SPORT1: Unter den Neuzugängen ist mit Lorenzo Davids der Cousin von Edgar Davids. Ist er auch ein ähnlicher Spieler?

Luhukay: Er ist keine Kopie von Edgar Davids, weil er eine eigene Persönlichkeit ist.

SPORT1: Daniel Baier kam in Testspielen zuletzt auf der "Zehner"-Position zum Einsatz. Ist diese taktische Variante eine Option für die Bundesliga?

Luhukay: Wir wollen so flexibel wie möglich sein. Da ist das eine Option von mehreren.

SPORT1: Was sind die größten Umstellungen in der täglichen Trainingsarbeit nach dem Aufstieg?

Luhukay: Wir arbeiten genauso konsequent an unseren Zielen wie auch schon in der letzten Saison.

SPORT1: Wie sehr freut es Sie persönlich, nun wieder Trainer in der Bundesliga zu sein?

Luhukay: Es ist für jeden Spieler und Trainer das Ziel, so erfolgreich wie möglich zu sein. Das wir mit dem FC Augsburg nun in der Bundesliga spielen ist eine großartige Sache, über die wir uns alle freuen. Wir werden alles dafür tun, uns in der Liga zu halten.

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