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Der Teamgeist war ein entscheidender Erfolgsfaktor des BVB vergangene Saison © imago

Im schweizer Hotel, in demOtto Rehhagel seine Griechen einst zu Europameistern formte, pflegt die Borussia das "Wir"-Gefühl.

Bad Ragaz - Vor dem mondänen Grand Hotel Quellenhof plätschert ein Springbrunnen, in der Lobby der Fünf-Sterne-Herberge steht ein großer schwarzer Flügel.

Die Bäder sind aus italienischem Granit, und vom Balkon schweift der Blick auf das Alpenpanorama - der Arbeiterklub und deutsche Meister Borussia Dortmund bereitet sich in feudalem Ambiente auf seinen neuerlichen Gipfelsturm vor.

"Keine Angst, wir sind nicht großkotzig geworden und halten weiter unsere Kasse zusammen", sagte Sportdirektor Michael Zorc den "Ruhr Nachrichten" im schweizerischen Bad Ragaz und trat etwaigen Fehlinterpretationen verbal sofort entgegen.

Der BVB lässt nichts unversucht

Die Nobel-Unterkunft soll sich für die Borussia vielmehr als gutes Omen erweisen, denn 2004 stieg Trainer Otto Rehhagel mit Griechenlands Nationalteam in dem piekfeinen Hotel ab - und wurde am Ende in Portugal sensationell Europameister.

Für eine erfolgreiche Titelverteidigung im EM-Jahr 2012, die erneut eine Überraschung wäre, lässt der BVB also nichts unversucht.

Erst einmal steht für Trainer Jürgen Klopp und die Seinen aber derzeit die Vorbereitung auf die neue Saison im Vordergrund. (SERVICE: Die Sommerfahrpläne)

Deshalb gerieten die BVB-Stars auch schon in den ersten Einheiten gehörig ins Schwitzen. Laufen, Mountainbike-Touren, normale Trainingseinheiten und am Dienstagabend ein Testspiel gegen den FC St. Gallen (ab 20 Uhr LIVE im TV auf SPORT1).

Am Mittwoch gibt es und zur Abwechslung immerhin eine Rafting-Tour.

Kampf um die Stammplätze

"Jetzt geht es darum, dass wir eine Wettkampfhärte entwickeln. Es ist wichtig, dass wir in schwierigen Situationen bereit sind, den nächsten Schritt zu machen", kommentierte Klopp. Der Kampf um die Stammplätze hat begonnen. (DATENCENTER: Der Bundesliga-Spielplan)

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"Wir müssen an unsere körperlichen Grenzen gehen", sagte Jungstar Mario Götze, der die tolle Bergkulisse kaum genießen kann: "Wir freuen uns alle darauf, wenn wir zwischen den Einheiten unseren Schlaf bekommen und vernünftig regenerieren können. Die Bedingungen sind top."

Klopp will die Gelegenheit nutzen, die mannschaftliche Harmonie, das große Plus in der vergangenen Spielzeit, wiederherzustellen. Der Rafting-Ausflug gilt im Übrigen nicht als Teambuilding-Maßnahme.

Revanche im Boot

Klopp: "Teambildung ist etwas anderes, als einmal gemeinsam Schlauchboot zu fahren."

Er und Zorc haben allerdings noch etwas gutzumachen, denn im vergangenen Jahr kenterten sie. "Wir hatten das mit Abstand schlechteste Boot", erklärte Klopp im Nachhinein das unfreiwillige Bad der leitenden Angestellten.

Die Westfalen vermitteln in der Schweiz das Gefühl, dass die Zusammengehörigkeit und Geschlossenheit der vergangenen Saison zumindest nicht gelitten hat.

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