vergrößernverkleinern
Jerome Boateng kommt von Manchester City und erhält bei Bayern einen Vertrag bis 2015 © imago

Die wochenlange Hängepartie um den Verteidiger ist beendet. Jupp Heynckes rechnet zudem fest mit einem Wechsel von Arturo Vidal.

Von Martin Volkmar

München - Der neue FC Bayern nimmt immer mehr Konturen an:

Am Donnerstag wurde die wochenlange Hängepartie um Jerome Boateng endlich beendet und die Verpflichtung des deutschen Nationalspielers bis 2015 perfekt gemacht.

Die Münchner einigten sich mit Manchester City über die Ablöse für den Innenverteidiger, die angeblich bei 13,5 Millionen Euro liegen soll.

Damit wäre Boateng der achtteuerste Transfer der Vereinsgeschichte.

"Es waren intensive Verhandlungen und ein langer Weg, bis wir diesen Transfer nun zu einem guten Ende führen konnten. Mit Jerome Boateng haben wir unseren Wunschkandidaten für die Innenverteidigung zum FC Bayern geholt", sagte Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge.

Der 22-Jährige, der noch mit Manchester City in Los Angeles weilt, wird in den nächsten Tagen zur medizinischen Untersuchung nach München fliegen und danach einen Vierjahresvertrag unterschreiben.

Sonntag erstes Training

Am Sonntag wird der fünfte Bayern-Neuzugang nach Torwart Manuel Neuer, Rafinha, Nils Petersen und Takashi Usami nach SPORT1-Informationen erstmals mit dem FCB trainieren.

Der WM-Teilnehmer war erst vor einem Jahr für 12,5 Millionen Euro vom Hamburger SV in die Premier League gewechselt.

"Jerome Boateng ist ein junger deutscher Nationalspieler, der perfekt in die Philosophie des FC Bayern passt", sagte Sportdirektor Christian Nerlinger.

"Zudem ist er auch der Wunschspieler unseres Cheftrainers Jupp Heynckes." 241095(DIASHOW: Bayerns Planspiele)

Heynckes schon vorher zuversichtlich

Das hatte der neue Coach zuvor in Interviews mit mehreren Münchner Zeitungen deutlich gemacht.

"Ich denke nur an Boateng. Und der kommt auch", erklärte der 66-Jährige.

"Ich bin da zuversichtlich. Manchester City kann doch nicht mit 35 Spielern spielen. Ich glaube nicht, dass sie sich weiterhin auf stur stellen."

[kaltura id="0_kqgnjrpx" class="full_size" title="Bayern in der Hitze souver n"]

Alex kein Thema mehr

Damit ist der Brasilianer Alex vom FC Chelsea (10 Millionen Ablöse) als Alternative kein Thema mehr.

Viel mehr soll Boateng dazu beitragen, die im Vorjahr nicht immer sattelfeste Abwehr zu stabilisieren.

"Unsere Tendenz muss sein, dass man bei uns wieder das Gefühl hat, dass in der Defensive nichts passieren kann. Daran arbeite ich verstärkt, da bin ich rigoros", sagte Heynckes.

Auch bei Vidal optimistisch

Zu diesem Zweck baut er auch auf seinen bisherigen Leverkusener Schützling Arturo Vidal, bei dem er fest mit einem Wechsel zum Rekordmeister rechnet:

"Er wird nicht zu Juventus Turin gehen. Und auch nicht zu Lazio Rom oder woanders hin. Arturo Vidal kommt zum FC Bayern. Wenn nicht in diesem, dann im nächsten Sommer. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass Leverkusen am Ende auf das Geld verzichtet."

Zudem lobte er den Charakter des chilenischen Nationalspielers in den höchsten Tönen.

"Das ist ein Straßenfußballer. Der geht in ein Flugzeug, rollt sich zusammen und schläft, da laufen Automatismen ab, fantastisch - und so spielt er auch Fußball. Arturo könnte auf einem Betonplatz spielen."

Auch Engländer Jennings kommt

Mit Vidal wäre Heynckes' Planungen abgeschlossen, nachdem für die Offensive nach Nils Petersen und Takashi Usami ein weiterer Youngster verpflichtet wurde.

Der Transfer von Stürmer Dale Jennings vom englischen Drittligisten Tranmere Rovers wurde am Mittwoch perfekt gemacht. Der 18-Jährige wird zunächst im Regionalliga-Team eingesetzt.

Der Japaner Usami dagegen ist als Alternative bei den Profis vorgesehen. Der 19-Jährige wird am Freitag in München erwartet, nachdem er sich von seinem Verein Gamba Osaka mit einem Tor beim 3:2 über Vissel Kobe im letzten Saisonspiel verabschiedete.

"Wir werden gemeinsam Erfolg haben"

Somit fühlen sich die Bayern gerüstet für den Angriff in Meisterschaft, Pokal und Champions League. "Ich weiß eins genau: Wir werden gemeinsam Erfolg haben", sagte Heynckes.

"Ich sehe ja das Riesen-Potenzial bei unserem Team."

So sieht es auch Franck Ribery, der laut eigener Aussage unter dem neuen Coach wieder seinen Spaß am Spiel zurückgewonnen hat.

"Der neue Trainer ist sehr sympathisch, sehr locker. Er redet viel mit jedem Spieler, er versteht, was Spieler brauchen", erklärte der Franzose der "Bild".

"Für uns ist es sehr wichtig, wieder Meister zu werden. Auch für mich persönlich. Diese Champions-League-Saison ist auch eine ganz besondere, weil das Finale in München ist. Es zu erreichen, wäre ein Traum."

Zum Forum - hier mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel