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Roberto Hilbert absolvierte beim VfB Stuttgart alle Spiele der Meistersaison 2006/07 © getty

Bei Sport1.de verrät Roberto Hilbert, was sich unter Markus Babbel beim VfB verändert hat und wie er sich fürs DFB-Team empfehlen möchte.

Von Conny Konzack

München - Roberto Hilbert hat einen ungewöhnlichen Weg hinter sich: In seinem ersten Bundesligajahr wurde er 2007 Meister mit dem VfB Stuttgart und feierte sein Debüt in der Nationalmannschaft.

In diesem Jahr reichte es für den Mittelfeldspieler nur noch zu einem Kurzeinsatz im Freundschaftsspiel gegen Österreich im Februar.

Im Gespräch mit Sport1.de beim Promi-Turnier von EA SPORTS (hier geht's zur EA SPORTS FIFA09-Seite) zeigt sich Hilbert zuversichtlich, dass er "bald wieder diese Leistungen bringen kann" (hier geht's zum Video).

Vor dem Klassiker gegen den Bayern München am Samstag (ab 15 Uhr LIVE) spricht Hilbert überaußerdem über die Motivationskünste von Markus Babbel.

Sport1.de: Herr Hilbert, wie würden Sie den bisherigen Saisonverlauf des VfB beschreiben?

Hilbert: Wir haben gut begonnen, sind dann aber in ein Loch gefallen. Das hat unserer Entwicklung nicht gut getan.

Sport1.de: Aber pünktlich zum Spiel gegen die Bayern ist der VfB im Aufschwung?

Hilbert: Ja, wir sind in den letzten Spielen auf einen guten Weg zurückgekommen. Sechs Punkte aus zwei Spielen. Das wollen wir natürlich gegen die Bayern fortführen.

Sport1.de: Hat der Trainerwechsel die Wende gebracht?

Hilbert: Schwer zu sagen. Wenn es in der Mannschaft oder im Verein nicht läuft, dann ist immer der Trainer das schwächste Glied. Mit dem neuen Trainer haben wir drei Spiele nicht verloren.

Sport1.de: Was macht Markus Babbel denn anders?

Hilbert: Ein neuer Trainer, das ist für alle eine neue Situation. Jeder Spieler fängt bei null an und hat eine neue Chance. Das gibt uns einen Motivationsschub. Im Moment ist das der ausschlaggebende Punkt.

Sport1.de: Ist Babbel für Sie ein Vorbild?

Hilbert: Ja, auf jeden Fall. Nicht nur für uns junge Spieler, sondern auch für die Erfahrenen. Was Markus Babbel in seiner Karriere erreicht hat, erreichen nicht viele. Ihm gebührt sehr viel Respekt.

Sport1.de: Muss ein guter Trainer unbedingt eine Lizenz haben? Franz Beckenbauer hatte doch auch keine?

Hilbert: Das Thema haben Leute aufgebracht, die damit ein Problem haben. Markus Babbel hat das ganz richtig gesagt: Darum kümmern wir uns nicht. Wir sind jetzt mit Markus Babbel mit dem VfB Stuttgart auf einem guten Weg. Das ist es, was zählt.

Sport1.de: Haben Sie das Spiel der Münchner gegen Hoffenheim gesehen?

Hilbert: Natürlich. Das war von beiden Mannschaften ein hervorragendes Spiel und ich bin gespannt, was die Bayern gegen uns leisten.

Sport1.de: Wie beurteilen Sie die Chancen des VfB gegen den Rekordmeister?

Hilbert: Wir haben in den vergangenen Jahren bewiesen, dass wir zu Hause richtig gut sind. Mit den letzten zwei Siegen sind wir in der Bundesliga auf einem guten Weg. Wir sind voller Selbstvertrauen und Motivation. Ich glaube, dass wir das Spiel gegen die Bayern gewinnen werden.

Sport1.de: Glauben Sie daran, es wieder in die Nationalmannschaft zu schaffen?

Hilbert: Beim diesem Thema geht es für mich darum, hinzukommen, wo ich schon einmal war. In die Nationalmannschaft kommt man nur durch gute Leistungen im Verein. Die letzten Spiele haben gezeigt, dass ich diese Leistungen bringen kann. Das muss in Konstanz umgesetzt werden und ich bin mir felsenfest sicher, dass das spätestens in der Rückrunde wieder so sein wird.

Sport1.de: Wer wird Deutscher Meister?

Hilbert: Schwierig. Natürlich sind Bayern und Hoffenheim momentan die Favoriten. Aber da gibt es auch andere Mannschaften, die man nicht vergessen darf: Den HSV zum Beispiel, ich schätze auch Wolfsburg sehr stark ein. Auch uns, wir sind von der Qualität her eine große Mannschaft. Natürlich sind wir momentan weit weg vom ersten Platz, aber wir denken immer an das große Ziel.

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