Manuel Neuer sichert sich bei einer Preisverleihung in Mainz Begleitschutz vom Erzrivalen. Seinen Humor hat er nicht verloren.

Wer Manuel Neuer einmal gegenüberstand, kann sich vorstellen, wieso reihenweise Weltklasse-Stürmer im direkten Duell mit dem deutschen Nationalkeeper den Kürzeren ziehen.

1,93 Meter misst der neue Torhüter des FC Bayern München ganz offiziell. Doch in Persona wirkt er noch ein wenig größer.

Gerade durchgedrückter Rücken, die Schultern breit, den Kopf erhoben, so marschierte Neuer auch am Montag wie ein Ritter ins Kurfürstliche Schloss zu Mainz, um vom Fußballmagazin "11 Freunde" die Ehrung als bester Spieler der vergangenen Saison entgegenzunehmen.

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Eine letzte Ehrung also für seinen heldenhaften Einsatz im Kasten seines Herzensklubs FC Schalke 04. Eine persönliche Auszeichnung - und Antrieb für die kommende Aufgabe bei den Bayern.

Der pure Grund zur Freude. Etwas überraschend dann aber, dass Neuer, inzwischen nur noch Gemüts-Schalker, die Veranstalter ausdrücklich darum bat, an der Festtafel zwischen den weiteren Preisträgern Jürgen Klopp und Mario Götze sitzen zu dürfen.

Beide sind bekanntlich Dortmunder. Und das aus Überzeugung.

Muss man sich Sorgen um Neuer machen? Wollte der sich angesichts eines Festsaals, der von ein paar prominenten Namen der Fußballbranche und sehr, sehr vielen Journalisten besetzt war, Begleitschutz sichern? Und sei es noch vom Erzrivalen.

Wohl eher nicht. Vielleicht suchte er einfach nur nach ein paar Gesprächspartnern für einen lustigen Abend.

Denn seinen Humor hat Neuer trotz des riesigen Trubels um seinen Wechsel von Gelsenkirchen nach München nicht verloren. Wie er sich denn eingelebt habe in der bayerischen Landeshauptstadt, wurde er bei der Preisübergabe befragt.

Bislang kaum, versicherte der 25-Jährige, schließlich sei man erst mal weg gefahren aus München, für eine Woche ins Trainingslager an den Gardasee.

"Keine Ahnung, vielleicht haben die Verantwortlichen das wegen mir gemacht", scherzte Neuer.

Ausgerechnet in der italienischen Ferienregion hatte es ja die bislang letzten Fan-Proteste gegen den Neuen im Tor gegeben.

Den lässt das alles aber kalt. Der Ritter steht aufrecht - und kann es kaum noch erwarten sich den Angreifern des Bayern-Tors entgegen zu werfen.

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