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Felix Magath kehrte am 18. März 2001 zum VfL Wolfsburg zurück © imago

Der VfL Wolfsburg schindet sich derzeit für die Bundesliga. Möglicherweise lernt auch Marko Marin Magaths Methoden kennen.

Von Maik Rosner

München - Derzeit schwitzen die Profis des VfL Wolfsburg in Bad Kleinkirchheim.

Erst fuhr Trainer Felix Magath mit seiner Mannschaft für 13 Tage nach Oeversee und Glücksburg, nun befinden sie sich mitten in weiteren neun Tagen Trainingslager in Österreich.

Ein großes Pensum.

Zumal Magath dort seinem Spitznamen "Quälix" wieder alle Ehre macht und einzelne Profis die Treppen einer Skisprungschanze hochjagte.

Denn der ehemalige Meistermacher , 2009 mit dem VfL die deutsche Nummer eins, will nach dem Beinahe-Abstieg 2011 wieder zurück an die Bundesliga-Spitze.

Und dafür baut er wie schon in seiner ersten Amtszeit das Team erneut massiv um. (316092DIASHOW: Bundesliga-Wechselbörse)

Mit Hasan Salihamidzic zum Beispiel, der von Juventus Turin überraschend verpflichtet wurde.

Oder mit Marco Russ, der über Nacht und quasi im noch nassgeschwitzten Trikot der Frankfurter Eintracht nach Bad Kleinkirchheim kam.

Marin als Diego-Ersatz?

Das erinnerte schon ein wenig an Magaths jüngsten Blitz-Wechsel von Schalke 04 zu den "Wölfen".

Nun tüftelt der 57-Jährige offenbar an der nächsten Transferüberraschung.

Marko Marin soll angeblich auf seiner Wunschliste stehen, weil Spielmacher Diego nach seiner Hotelflucht am letzten Spieltag der abgelaufenen Saison keine Zukunft beim VfL hat und angeblich von Atletico Madrid umworben wird. (BERICHT: Magath bastelt am neuen VfL)

Kontakt dementiert

Nationalspieler Marin ist von dem Interesse allerdings angeblich überrascht. "Mit mir hat keiner gesprochen", sagte er im "kicker".

[kaltura id="0_pz683692" class="full_size" title="Brazzo ist wieder da"]

Doch dass Magath ein Auge auf den Nationalspieler geworfen hat, wäre nicht verwunderlich.

Denn von Magath heißt es, er suche nach Diego keinen klassischen Zehner, sondern einen Offensivspieler für die linke Seite. Marin ist so einer.

Bisher hat Patrick Helmes überraschend auf der ungewohnten Position im offensiven Mittelfeld überzeugt und gehört zu den Gewinnern der Vorbereitung, nachdem er schon auf dem Abstellgleis schien.

Meister-Helden nicht mehr da

So oder so: Diego wird seinen Abschied nehmen, davon gehen die Mitspieler jedenfalls fest aus.

Auch sonst sind weitere Transfers nötig, nachdem von Magaths alter Meistermannschaft nicht mehr viele übrig geblieben sind. Was auch am Coach liegt, der ja immer für Überraschungen gut ist.

Grafite, der mit 26 Toren großen Anteil am Titelgewinn von 2009 hatte, wurde beispielsweise in die Wüste nach Dubai geschickt. Sascha Riether zog es zum 1. FC Köln. (Marcel Schäfer im SPORT1-Interview)

Benaglio die Nummer eins

Bleiben wird dagegen Diego Benaglio. Magath sprach dem Torwart trotz seiner zuletzt häufig durchwachsenen Leistungen das "hundertprozentige Vertrauen" aus.

"Diego Benaglio ist und bleibt unsere Nummer eins. Wir suchen keinen neuen Torhüter", sagte der Trainermanager.

Ein Transfer von Bremens Tim Wiese ist damit endgültig vom Tisch. (DATENCENTER: Der Bundesliga-Spielplan 2011/12)

Dauerpatient Friedrich

Die Defensive steht also, trotz der anhaltenden Beschwerden bei Arne Friedrich.

Er gehe weiterhin davon aus, dass Friedrich zurückkommen wird. Die Innenverteidigung sei also vorerst ausreichend besetzt, sagte Magath.

Es sei denn, Friedrich bleibt Dauerpatient. Vor einem Jahr war er an der Bandscheibe operiert worden, derzeit steht wegen neuerlicher Beschwerden wieder einmal eine Reha auf dem Programm.

Russ kam deshalb ziemlich plötzlich vom ersten Saisoneinsatz für Frankfurt zum VfL. Zuvor war bereits Patrick Ochs von der Eintracht verpflichtet worden.

Stürmer Srdjan Lakic war vom 1. FC Kaiserlautern gewechselt, zudem Mateusz Klich aus Krakau.

Für sportliche Überraschungen wollen sie alle gemeinsam sorgen.

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