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Philipp Lahm sieht das Verhalten bestimmter Anhängergruppen äußert kritisch © getty

Nachdem einige Fans Manuel Neuer Verhaltensregeln auferlegen wollen, stellt sich der FCB-Kapitän demonstrativ hinter den Neuzugang.

Von Christian Akber-Sade

München - Philipp Lahm schlägt Alarm.

Den Kapitän sorgen die Proteste gegen Manuel Neuer und deren mögliche Auswirkungen für die ganze Mannschaft und auf die anstehende Saison.

"Die eigenen Fans sollten ihre Spieler bedingungslos unterstützen. Manuel Neuer ist nun Teil dieser Mannschaft. Proteste gegen ihn treffen daher auch das gesamte Team", verurteilt der Kapitän das Verhalten einiger Teile der Münchener Anhängerschaft.

241095(DIASHOW: Bayerns Planspiele)

Verhaltensregeln für Neuer

Grund für Lahms Appell: In der letzten Woche erreichte die Ablehnungshaltung der sogenannten Ultras eine neue Ebene.

Zwar kündigten die Gruppierungen an, in Zukunft auf Proteste zu verzichten, allerdings nur unter sehr kritisch zu betrachtenden Voraussetzungen.

Die Ultras wollen dem neuen Bayern-Torhüter Verhaltensregeln auferlegen.

Unter anderem soll es Neuer nach Informationen der "Sport Bild" in Zukunft unterlassen, sich dem Zaun der Südkurve zu nähern und Fangesänge per Megafon anzustimmen.

Auch wollen sie dem 25-Jährigen verbieten, das Wappen auf dem Trikot zu küssen oder seine Spielkleidung auf die Tribüne zu werfen.

Dies haben Vertreter der Gruppierungen Neuer bei einem von der Bayern-Führung arrangierten Geheimtreffen vor einer Woche mitgeteilt - und danach entgegen den Absprachen öffentlich gemacht.

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"Totales Unverständnis bei der Mannschaft"

"Manuel Neuer ist ein herausragender Spieler und herausragende Spieler, insbesondere deutsche Spieler, müssen beim FC Bayern spielen", stellt Lahm derweil klar.

"Auch die Mannschaft hat sich Manuel als Torwart gewünscht. Die erneuten Proteste stoßen bei uns auf totales Unverständnis."

Ein klares Bekenntnis des Kapitäns zu seinem Nationalmannschaftskollegen.

Ob dieses allerdings die Bayern-Ultras zu einem Umdenken bewegt, bleibt sehr fraglich.

Neue Geprächsrunde

Daher wollen die Verantwortlichen dem Protest-Problem vermehrte Aufmerksamkeit schenken.

Sportdirektor Christian Nerlinger, der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge sowie Pressechef Markus Hörwick planen laut "Sport Bild" für Ende Juli ein Gespräch mit Neuer-Berater Thomas Kroth und Medienberater Bernhard Schmittenbecher.

Sollte der FC Bayern seine momentan wohl größte Baustelle nicht zeitnah schließen können, dürften die Sorgenfalten bei Lahm Co. noch vor dem Saisonstart immer tiefer werden.

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