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Marko Marin und Trainer Hans Mayer hoffen auf einen versöhnlichen Jahresabschluss © getty

Mit dem Mut der Verzweiflung fährt Schlusslicht Gladbach zum Freitagsspiel nach Dortmund. Die Gastgeber sind auf Rekordjagd.

München - Beim Bundesliga-Schlusslicht Borussia Mönchengladbach glimmt ein kleines Fünkchen Hoffnung auf eine Weihnacht außerhalb der Abstiegszone.

Doch vor dem letzten Hinrundenspiel am Freitag (ab 20 Uhr LIVE) bei Borussia Dortmund, vor dem die Gladbacher zwei Punkte vom rettenden Ufer trennen, spricht nahezu alles gegen das Team von Trainer Hans Meyer.

Die zweitbeste Abwehr der Liga aus Dortmund (18 Gegentore) erwartet den zweitschlechtesten Angriff. Nur 17 Tore haben die Gladbacher in den bisherigen 16 Spielen zustande gebracht, aber dafür in der schlechtesten Halbserie seit der Abstiegssaison 1998/99 bereits 33 kassiert, so viele wie keine andere Mannschaft.

Vorsichtiger Optimismus in Gladbach

Doch seit der ansprechenden Leistung bei der 1:3-Niederlage gegen Bayer Leverkusen herrscht bei den Gladbachern vorsichtiger Optimismus. "Wir müssen unbedingt punkten, wir fahren nach Dortmund, um zu gewinnen", meinte Nationalspieler Marko Marin fast trotzig. Coach Meyer will die Konkurrenz bis zur Winterpause zumindest in Sichtweite halten, "so dass wir in der Rückrunde angreifen können".

"Die Jungs dürfen nicht versuchen, nur die Null zu halten, sondern müssen selber nach vorne spielen und Tore erzielen", sagte Ex-Profi Karlheinz Pflipsen, der vor zehn Jahren beim letzten Gladbacher Sieg (2:1) in Dortmund traf, im Kölner "Express".

Wer jedoch soll die Tore schießen gegen den BVB, der seit numehr 418 Minuten ohne Gegentor ist? Gladbach verzeichnet zugleich die schlechteste Chancenauswertung, was Rob Friend, Roberto Colautti und Michael Bradley zuletzt eindrucksvoll untermauerten.

"Wir müssen alles raushauen"

Allerdings zeigten auch die Westfalen im heimischen Stadion, das höchstwahrscheinlich mit 80.552 Zuschauern ausverkauft sein wird, bislang Schwächen. Zwar noch immer unbesiegt, trennte sich die Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp gleich sechsmal Remis von den Gästen. Außerdem spielten die Schwarz-Gelben zuletzt zweimal in Folge nur 0:0.

Doch alle Zeichen stehen in Dortmund auf Sieg. "Wir müssen noch einmal alles raushauen. Das muss unser Spiel sein. Jeder ist heiß auf drei Punkte. Die Luft muss brennen", formulierte Coach Klopp als eindeutige Botschaft an seine Profis.

Dortmund will mit der besten Hinrunden-Bilanz seit sechs Jahren in die Winterpause gehen. "Wir haben uns in den letzten Wochen viel erarbeitet und wollen nun einen gebührenden Schlusspunkt setzen", so Klopp.

Weidenfeller jagt Tilkowski-Rekord

Der BVB ist hoch motiviert, will den Anschluss zu den UEFA-Cup-Plätzen halten und zugleich einen alten Vereinsrekord knacken.

Nach zuletzt vier Zu-Null-Spielen trennen die Borussen und Torhüter Roman Weidenfeller nur noch 130 Minuten von der Bestmarke von Vize-Weltmeister Hans Tilkowski aus der Saison 1965/66. Gute Argumente zudem für Weidenfellers Gespräche über die Verlängerung seines am Saisonende auslaufenden Vertrages.

Die voraussichtlichen Aufstellungen

Dortmund: Weidenfeller - Owomoyela, Subotic, Hummels, Lee - Tinga - Blaszczykowski, Kringe - Hajnal - Valdez, Frei Mönchengladbach: Heimeroth (Gospodarek) - Levels, Gohouri, Brouwers, Dorda - Jantschke - Baumjohann, Bradley - Marin - Colautti, FriendSchiedsrichter: Knut Kircher (Rottenburg)

Fohlen-Fans aufgepasst: Hier gibt es eine echte Gladbach-Rarität zu gewinnen...Zum Forum - hier mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

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