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Thiago Alcantara (r.) spielt seit 2008 für die Profimannschaft des FC Barcelona © getty

Der Favorit muss nach Patzern seines Keepers gegen Porto Alegre nachsitzen - kommt aber durch. Die Bayern treffen beim auf Milan.

Vom Audi-Cup berichten Thorsten Mesch und Daniel Rathjen

München - Der FC Barcelona steht im Finale des Audi-Cups.

Der amtierende Champions-League-Sieger und spanische Meister setzte sich im ersten Halbfinale gegen den brasilianischen Spitzenklub Internacional Porto Alegre mit 4:2 im Elfmeterschießen durch.

Nach 90 Minuten hatte es 2:2 (1:0) gestanden, es gab keine Verlängerung.

Im Finale am Mittwoch treffen die Katalanen auf den FC Bayern (Mi., ab 20.30 Uhr im LIVE-TICKER), der den AC Mailand ebenfalls nach Elfmeterschießen mit 6:4 besiegte (Bericht).

Barca ohne Messi

In der mit 66.000 Zuschauern ausverkauften Allianz Arena zeigte Barcelona sein bekanntes schnelles Kombinationsspiel ? allerdings ohne Superstar Lionel Messi.

Der Argentinier, der nach der für sein Heimatland enttäuschend verlaufenen Copa America noch im Urlaub weilt, hatte ebenso wie der brasilianische Nationalspieler Dani Alves und der chilenische Neuzugang Alexis Sanchez nicht die Reise nach München angetreten.

Die Weltmeister Xavi, Gerard Pique, David Villa und Pedro ließ Barca-Coach Josep Guardiola zunächst auf der Bank sitzen, Carles Puyol konnte verletzungsbedingt nicht auflaufen.

Neues Team der Katalanen

Guardiola, der nicht wie üblich im feinen Zwirn, sondern in legerer beigefarbener Freizeithose, hellblauem Polohemd und weißen Sneakers an der Seitenlinie stand, ließ eine völlig neu formierte Mannschaft auflaufen.

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Marti Riverola, Sergio Busquets, Andreu Fontas und Maxwell bildeten die Abwehr-Viererkette vor Torwart Victor Valdes, der die Kapitänsbinde trug.

Im Mittelfeld durften neben Andres Iniesta und Seydou Keita die Nachwuchsspieler Jonathan Soriano und Juan Cuenca ihr Können zeigen, Ibrahim Affelay und Thiago Alcantara bildeten den Angriff.

Thiago mit der Führung

Nach 15 Minuten gingen die Katalanen in Führung: nach einem schnell ausgeführten Freistoß ließ Keita den Ball zu Thiago prallen, und der schob die Kugel an Alegre-Torwart Muriel vorbei ins Netz.

Porto Alegre, das mit den ehemaligen Bundesligaprofis Andres d?Alessandro (Wolfsburg) und Tinga (Dortmund) begann, hielt das Spiel offen, ohne allerdings gefährlich in Tornähe zu kommen.

[kaltura id="0_jk8i8p62" class="full_size" title=""Ich hoffe für Gladbach""]

Zwei Gelbe Karten in 1. Hälfte

Chancen erspielten sich die Spanier: Affelay scheiterte mit einem Schlenzer knapp an Muriel (17.), Sorianos Schuss nach Doppelpass mit Iniesta (29.) und Affelay Rechtsschuss blieben ohne Folgen.

Für Aufregung sorgten ein Foul von Rodrigo Moledo an Riverola (32.) und Busquets mit einem taktischen Foul gegen Andrezinho (45.) Beide sahen Gelb. Mit 1:0 ging es in die Kabinen.

Auswechslungen beginnen

Nach der Pause wechselte Guardiola munter durch. Eric Abidal kam für Maxwell und übernahm die Kapitänsbinde von Valdes, der für Pinto zwischen die Pfosten ging.

Villa, Pedro, Jeffren , Baillu und Jonathan dos Santos ersetzten Riverola, Iniesta, Affelay, Cuenca und Soriano.

Porto Alegres Trainer Osmar Loss machte ebenfalls reichlich von seinen Wechselmöglichkeiten Gebrauch.

Nei mit dem Ausgleich

Barca kombinierte gefällig, doch das nächste Tor fiel auf der anderen Seite: Leandro Damiao drang auf der rechten Seite in den Strafraum ein, Pinto eilte aus dem Tor, der Ball kam zu Nei, der ihn direkt aus 12 Metern in die Maschen schoss (56.).

Porto Alegre, das Barcelona im Jahr 2006 bei der Klub-WM das Nachsehen gegeben hatte, schien Oberwasser zu bekommen, doch Barca schlug nur sechs Minuten später zurück.

Dos Santos mit erneuter Barca-Führung

Der eingewechselte dos Santos, jüngerer Bruder von Giovani dos Santos, erzielte nach Vorarbeit des drei Minuten zuvor eingewechselten Carmona das 2:1.

Internacional, das in Brasilien schon mitten in der Saison steht, ließ aber nicht locker und spielte seine körperlichen Vorteile aus.

Damiao mit dem Ausgleich

In der 85. Minute musste Abidal nach einem Fehler von Barca-Keeper Pinto auf der Linie retten, eine Minute später erzielte Leandro Damiao per Kopf das 2:2. Dabei blieb es.

Im sofort folgenden Elfmeterschießen, die Spieler des FC Bayern und des AC Mailand machten sich auf der anderen Platzhälfte warm, trafen Villa, dos Santos und Carmona, Jeffren scheiterte an Muriel.

Bei den Brasilianern verschossen Leandro und Ze Maria. Armando verwandelte für Barca ? und so stand der Champions-League-Sieger als Finalist fest.

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