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Wolfgang Holzhäuser arbeitete bereits 23 Jahre für den DFB © getty

Leverkusens Geschäftsführer kocht vor Wut und stellt den Bayern-Trainer an den Pranger. Auch beim Fall Vidal reagiert er gereizt.

München - Noch vor wenigen Monaten kämpften sie Seite an Seite.

Wolfgang Holzhäuser, der Geschäftsführer von Bayer Leverkusen, und Jupp Heynckes, damals der Trainer der "Werkself".

Zusammen preschten sie auf Platz zwei Richtung Champions League (SERVICE: Bundesliga-Sommerfahrpläne).

Danach wechselte Heynckes zurück zu seiner "großen Liebe" FC Bayern.

Auf Verständnis von seinem Ex-Klub brauchte der Altmeister dabei nie zu hoffen - das war allen bewusst. Doch wie tief die Enttäuschung und der Frust darüber wirklich sitzt, macht Holzhäuser jetzt mehr als deutlich.

Er schickt Heynckes bissige Worte hinterher und reagiert gereizt auf das Thema Arturo Vidal, der für zehn Millionen Euro überraschend doch zu Juventus Turin und nicht nach München wechselte.

"Es gibt viele, die daran geglaubt haben, dass Jupp Heynckes keinen Spieler weglocken würde. Er hat ja auch lange den Eindruck erweckt, als werde er bei uns bleiben und in Rente gehen. Beides stimmte nicht", sagt Holzhäuser im "kicker".

Böser Vorwurf

Heynckes also ein Lügner? Kaum vorstellbar, dass dieser Unterton in München unkommentiert bleibt.

Aber Attacken aus dem Lager des deutschen Rekordmeisters hält Holzhäuser sowieso für unangebracht.

"Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge kennen das Geschäft. Da bekommt man schon mal nicht den Spieler, den man so gerne gehabt hätte", sagte Holzhäuser und verwies auf den Fall Toni Kroos.

"Als wir unsere Bayern-Leihgabe vor zwei Jahren bei uns zum Topspieler gemacht hatten und ihn gerne länger behalten hätten, da haben die Bayern auch Nein gesagt."

Kampfansage an Bayern

Bayer habe einen Transfer des chilenischen Nationalspielers Vidal zum FC Bayern abgelehnt, um die Konkurrenz nicht zu stärken: "Unser Ziel ist es, ganz oben - und ich meine ganz oben - mitzuspielen."

Daher sei ein Verkauf an einen Konkurrenten ausgeschlossen gewesen.

Jede neue Saison, erklärte Holzhäuser, sei eine Kampfansage an die Konkurrenz - "auch an den FC Bayern."

Sportdirektor Rudi Völler bezeichnete die Bayern öffentlich allerdings als "klaren Favoriten auf den Titel".

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