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Mesut Özil (l.) war in der vergangenen Saison der beste Vorbereiter in der Primera Division © getty

Beim Testspiel von Real Madrid bei Hertha BSC taucht Mesut Özil ab. Mourinho ist zufrieden beim Reisemarathon der "Königlichen".

Berlin - Golden strahlte die Nummer 10 auf dem blütenweißen Trikot - doch der spielerische Glanz fehlte Mesut Özil noch.

Beim ersten Auftritt im Trikot des Spielmachers von Real Madrid in Europa war der Nationalspieler noch kein Anführer.

Die Torschützen Cristiano Ronaldo und Karim Benzema stellten den 22-Jährigen beim 3:1-Sieg in Berlin gegen Bundesliga-Aufsteiger Hertha BSC in den Schatten.

Die Last der legendären "10", das wurde vor 74.244 Zuschauern im ausverkauften Olympiastadion klar, kann schwer wiegen. Özil ließ Leichtfüßigkeit vermissen und tauchte in der Kreativ-Zentrale im Mittelfeld weitgehend ab.

Özil: Sind erst bei 80 Prozent

Dennoch ist es natürlich viel zu früh, um sich ein Urteil zu bilden: "Wir haben einen Schritt nach vorne gemacht, sind aber erst bei 80 Prozent", sagte Özil.

Dafür unterstrich Nationalmannschaftskollege Sami Khedira die Bedeutung Özils für den spanischen Rekordmeister. "Mesut war schon im letzten Jahr ein wichtiger Spieler für uns, weil er einfach ein genialer Fußballer und ein Mann für die wichtigen Momente ist", sagte Khedira:

"Die Rückennummer zehn ist die Bestätigung seiner Arbeit. An seiner Rolle innerhalb der Mannschaft hat die Nummer nichts geändert."

Sahin und Altintop fehlen

Die Madrilenen scheinen im zweiten Jahr unter Trainer Jose Mourinho auf Kurs zu liegen.

"Im letzten Jahr mussten wir viele Grundlagen erarbeiten, jetzt sind wir einen Schritt weiter", sagte Mourinho. Sein Team sei "eine gute Gruppe mit kreativen Spielern".

Zudem gab er zu bedenken, dass noch sechs wichtige Akteure, darunter die Ex-Bundesligaprofis Nuri Sahin (Bänderdehnung) und Hamit Altintop (Rückenverletzung), verletzt fehlen.

"Für diese Situation haben wir eine gute Leistung gezeigt", sagte der 48-Jährige.

Mourinho lobt deutsche Tugenden

Trotz des nie gefährdeten Erfolgs lobte der Portugiese die Leistung des gerade in der zweiten Halbzeit zu passiv agierenden Bundesliga-Rückkehrers Hertha BSC, der durch Patrick Ebert sogar in Führung gegangen war.

"Berlin war sehr präsent. Für uns war es nach unserer US-Tour gut, gegen eine Mannschaft mit deutschen Tugenden wie Kampf und Einsatz zu spielen", sagte Mourinho:

"Das war der vierte Sieg im vierten Testspiel. Die Erfolge machen das Reisen deutlich angenehmer."

Die "Königlichen" auf Weltreise

Denn die Königlichen absolvieren in der Saisonvorbereitung einen Reisemarathon.

Nach zwei Wochen in den USA flog das Starensemble am Mittwoch für zehn Stunden nach Berlin.

Direkt nach der Begegnung ging es zurück in die spanische Hauptstadt, am Samstag folgt die Reise zu einem weiteren Test beim englischen Zweitligisten Leicester City. Im Anschluss steht auf der Welttournee ein mehrtägiger Trip nach China an.

Höhepunkt für Hertha-Spieler

Obwohl Real der Hauptstadt nur einen Kurzbesuch abstattete, hat der Auftritt Eindruck hinterlassen.

"Es ist sehr besonders, gegen sie zu spielen. Auch in meinem Alter kann man da noch etwas dazulernen", sagte Berlins 34 Jahre alter Mittelfeldspieler Lewan Kobiaschwili.

Auch Herthas Kapitän Andre Mijatovic war beeindruckt: "Gegen Real zu spielen, war ein großes Highlight für mich."

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