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Ob Clemens Fritz mit Werder Bremen vor dem Liga-Auftakt noch in die Gänge kommt? © getty

Vor dem Bundesligastart liegt bei mehreren Vereinen noch einiges im Argen. Der zweite Teil des großen SPORT1-Formchecks.

München - Während Dortmund, Bayern und Schalke für Liga-Start gerüstet sind, liegt bei anderen Vereinen noch einiges im Argen.

Die Baustellen in Leverkusen (Bericht) und Bremen sind groß. Wolfsburgs Trainer Felix Magath sprach nach der Pokal-Pleite in Leipzig sogar von "Angst" (135232DIASHOW: Die größten Pokal-Sensationen).

Beim vom Verletzungspech geplagten VfB Stuttgart läuft es noch nicht rund, Mainz 05 hat noch nicht zur Form der vergangenen Saison gefunden (SERVICE: Die Sommerfahrpläne).

Im zweiten Teil des Formchecks nimmt SPORT1 die Vereine unter die Lupe, die noch an ihrer Form arbeiten müssen.

>> Hier geht es zurück zu Teil I des Checks

IN SCHLECHTER VERFASSUNG:

Bayer Leverkusen:

Die Werkself ist hat sich bei der 3:4-Pleite bei Dynamo Dresden nicht mit Ruhm bekleckert und eine gefährliche Mischung aus Überheblichkeit und Unsicherheit gezeigt.

Bis zum 3:0 lief alles glatt, doch der schnelle Doppelpack der Sachsen brachte das Team von Trainer Robin Dutt komplett aus dem Tritt und deckte mentale Schwächen auf.

Besonders bei Standardsituationen und hohen Bällen schwimmt Bayer in der Defensive. Das gesamte spielerische Konstrukt wirkt noch rissig, von ein Aufbäumen war wenig bis gar nichts zu erkennen.

Dutt hat vor dem Ligastart in Mainz noch viel zu tun - psychologisch und taktisch (DATENCENTER: Der Bundesliga-Spielplan).

VfL Wolfsburg:

Der Meister von 2009 ist noch lange nicht in der Form, die sich Trainer Felix Magath wünscht. Beim 2:3 bei Viertligist RB Leipzig (Bericht) präsentierte sich vor allem die Defensive nicht bundesligatauglich.

Magath scheint sein Team noch nicht gefunden zu haben. Liebling Josue wechselte er nach einer halben Stunde wieder aus.

Für den Brasilianer brachte er Tuncay, den er bereits nach 30 Minuten wieder vom Feld nahm. "Ich muss meine Ansprüche überdenken. Ich habe angenommen, dass wir schon wieder eine Einheit sind", erklärte Magath.

Neuzugang Christian Träsch muss sich erst noch einfinden. Srdjan Lakic erzielte zwar ein Tor, fand ansonsten aber nicht statt.

Werder Bremen:

An der Weser herrscht bereits vor dem Bundesliga-Auftakt Alarmstufe Rot. Bei der Pokalblamage beim Drittligisten Heidenheim (Bericht) offenbarte vor allem die Defensive eklatante Schwächen. Die verletzten Mertesacker und Naldo wurden in Heidenheim schmerzlich vermisst.

[kaltura id="0_5msyh6ww" class="full_size" title="Bremen Endlich raus aus der Krise"]

Auch das Mittelfeld muss noch als Baustelle bezeichnet werden. Aaron Hunt hat seine Formkrise genauso wenig überwunden wie Tim Borowski. Marko Marin verzettelte sich allzu oft in Einzelaktionen. Die Hoffnung ruht vor allem auch auf die Rückkehr von Claudio Pizarro.

Hamburger SV:

Beim knappen Sieg im Pokal beim VfB Oldenburg (Bericht) zeigte sich, dass die junge Mannschaft noch lange nicht so weit ist, wie sie wohl gerne wäre.

Gerade der neu formierten Defensive fehlt noch die Abstimmung, wobei in Oldenburg ausgerechnet Kapitän Heiko Westermann schwächelte.

Die Offensive um Heung Min Son und Neuzugang Gökhan Töre zeigte beim LIGA total! Cup sehr gute Ansätze, ihr fehlt es aber noch an Kontiuität.

FSV Mainz 05:

Thomas Tuchels Team ist die einzige Bundesliga-Mannschaft, die schon zwei Pflichtspiele absolviert hat - und beide waren nicht überzeugend.

Sowohl beim 1:1 in der Europa-League-Quali gegen Medias als auch beim schmeichelhaften 2:1 nach Verlängerung im Pokal gegen Zweibrücken (Bericht) fehlte es den Mainzern an Ideen und Tempo im Spiel nach vorne.

An den Abgängen von Andre Schürrle, Christian Fuchs und Lewis Holtby haben die 05er schwer zu knabbern, die Neuzugänge haben zwar (technisches) Potenzial, brauchen aber noch Zeit.

1899 Hoffenheim:

Die Mannschaft von Trainer Holger Stanislawski zeigte sich im Pokal gegen Sechstligist Germania Windeck in der Offensive erschreckend schwach (Bericht). Kein Konzept, keine Durchschlagskraft. Es fehlte ein Regisseur, der die Richtung vorgibt.

Nach wie vor gefährlich sind die Standards der Hoffenheimer. Besonders Salihovic beweist sich als Herr der ruhenden Bälle. Gegen Windeck fielen zwei der drei Tore aus Standards.

Die Defensive steht stabil, neigt aber zum Leichtsinn, der wie gegen Windeck zu unnötigen Gegentoren führt und in der Liga nicht reichen wird.

VfB Stuttgart:

Auch die Schwaben sind in der Rückwärtsbewegung anfällig, die Abwehr sieht noch nicht wirklich sattelfest aus.

Aber bei der aktuellen Situation mit den vier verletzten Innenverteidigern Delpierre, Niedermeier, Tasci und nun auch noch Becakcic kein Wunder. Mit Patrick Bauer musste gegen Wehen Wiesbaden (Bericht) nun sogar ein 18-Jähriger ran, der zuvor nur drei Einsätze in der zweiten Mannschaft hatte.

Im Spiel nach vorne zeigten vor allem Kuzmanovic, Harnik und Molinaro auf dem linken Flügel großes Engagement. Allerdings war die Chancenverwertung erschreckend schlecht.

SC Freiburg:

Trainer Marcus Sorg hat noch viel Arbeit vor sich. Bei der 2:3-Pokal-Blamage in Unterhaching (Bericht) lief nicht viel zusammen.

Der Spielaufbau war behäbig, das Umschalten viel zu langsam und in der Defensive herrschte Chaos. Neuzugang Garra Dembele, der für 2,2 Millionen von Levski Sofia kam, war ein Totalausfall.

Torjäger Papiss Demba Cisse, der wegen einer Magen-Darm-Verstimmung nicht dabei war, fehlte an allen Ecken und Enden.

FC Augsburg:

Der Aufsteiger muss sich bis zum Saisonstart mächtig steigern. Das Team von Jos Luhukay ließ gegen Zweitliga-Absteiger Rot-Weiß Oberhausen (Bericht) die Bundesligatauglichkeit vermissen.

Der Kader wirkt insgesamt nicht stark genug für das Oberhaus, nun wurde auch noch Torjäger Michael Thurk freigestellt.

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