vergrößernverkleinern
Papiss Demba Cisse schoss in der letzten Saison 22 Tore für den SC Freiburg © getty

Papiss Demba Cisse spricht im SPORT1-Interview über den Sportclub, seine Ziele und sagt, warum er wohl in Freiburg bleiben wird.

Von Reinhard Franke

München - Papiss Demba Cisse vom SC Freiburg war in der letzten Saison mit 22 Toren zweitbester Torschütze hinter Bayern-Stürmer Mario Gomez.

Die Experten gingen davon aus, dass der 26-Jährige Freiburg verlässt.

Aber zufriedenstellende Angebote? Fehlanzeige!

Der Senegalese hat in Freiburg noch Vertrag bis 2014 (DATENCENTER: Bundesliga-Spielplan 2011/12).

Zuletzt war Cisse verletzt, fehlte seinem Klub schmerzlich bei der 2:3 Pokal-Pleite in Unterhaching. Ist er traurig, dass es mit dem Wechsel zu einem großen Verein nicht geklappt hat?

Im SPORT1-Interview spricht der Stürmer über seine Situation (316092DIASHOW: Bundesliga-Wechselbörse).

SPORT1: Herr Cisse, Sie waren in der letzten Saison der zweitbeste Bundesliga-Torschütze. Jetzt werden Sie wohl im Breisgau bleiben. Freut Sie das?

Papiss Demba Cisse: Ich möchte mich an den Spekulationen, die bis zum 31. August andauern werden, überhaupt nicht beteiligen. Ich habe auch nicht das Gefühl, dass ich in Freiburg nicht bei einem starken Club bin. Deshalb konzentriere ich mich auf die tägliche Trainingsarbeit, alles andere belastet mich nicht.

SPORT1: Sind Sie sauer auf Ihren Verein, dass man Sie nicht gehen lässt?

Cisse: Warum sollte ich sauer sein? Ich fühle mich hier in dieser Mannschaft sehr wohl und verdanke dem Verein viel.

SPORT1: Sie wollen also in der neuen Saison wieder alles für den Sportclub geben?

Cisse: Ein Spieler, der sich verweigert, hilft niemandem: Seinem Verein nicht und sich selbst noch weniger. Warum sollte ich erfolglos spielen wollen? Das wäre nicht gut.

SPORT1: Mit welchen Gefühlen haben Sie Ihr erstes Jahr in Deutschland erlebt?

Cisse: Es war nicht ganz mein erstes Jahr, ich habe ja schon ein halbes Jahr in der Saison davor in Freiburg gespielt. Ich habe dieses Jahr sehr genossen, weil ich mich sehr gut weiterentwickeln konnte.

SPORT1: Peilen Sie nun die Torjägerkanone an?

Cisse: Die Ziele heißen: möglichst viele Tore schießen, erfolgreich mit der Mannschaft sein und von Verletzungen verschont bleiben.

SPORT1: Vor einem Jahr kannten Sie in der Fußballwelt noch die Wenigsten. Auf der Straße werden Sie jetzt nicht mehr unbekümmert gehen können, oder?

Cisse: Doch, in Freiburg geht das sogar sehr gut. Natürlich werde ich nach Autogrammen oder Fotos gefragt, aber das geht meinen Mitspielern genauso und gehört zum Profifußball dazu.

SPORT1: Wenn Sie bleiben, wonach es aussieht. Was ist Ihr Ziel mit dem SC Freiburg?

Cisse: Wir wollen erneut den Klassenerhalt, jeder weiß, dass wir eine außergewöhnliche Saison hinter uns haben und es diese Spielzeit nicht mehr so viele große Vereine geben wird, die unten rein geraten.

SPORT1: Fühlen Sie sich als der Star in Freiburg oder als einer von vielen?

Cisse: Ich bin ein Teil des Teams. Wenn man viele Tore schießen will, braucht man ein Team, das einem dabei hilft. Und natürlich auch hinten Tore verhindert, sonst bringt das alles nichts.

SPORT1: Was ist für Sie Luxus?

Cisse: Wenn ich die Stimme meiner Familie am Telefon hören kann.

SPORT1: Herr Cisse, Hand aufs Herz: Hoffen Sie, dass es doch noch klappen könnte mit dem Wechsel zu einem großen Verein?

Cisse: (lacht) Sie können diese Frage noch so oft stellen, ich denke, dass sie bereits beantwortet ist.

Zum Forum - hier mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel