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Jürgen Klinsmann (l) und Ralf Rangnick: Zwei Trainer, das Ziel heißt Herbstmeisterschaft © imago

Nun wird der Kampf um die Herbstmeisterschaft zum Fernduell zwischen Hoffenheim (gegen Schalke) und Bayern (in Stuttgart). Der Sport1.de-Check:

Von Daniel Rathjen

München - In der Champions League ist der FC Bayern bereits an der Spitze.

Als souveräner Tabellenführer qualifizierte sich der deutsche Rekordmeister letztlich für die K.o.-Runde.

Jetzt hat es die Crew von Jürgen Klinsmann auch auf die Herbstmeisterschaft in der Bundesliga abgesehen. "Das ist ganz klar das Ziel", sagt der Trainer (die Tabelle).

Am Wochenende kommt es zum Fernduell zwischen den Münchnern, die beim VfB Stuttgart antreten (Sa., ab 15 Uhr LIVE), und dem bisherigen Spitenreiter 1899 Hoffenheim. Coach Ralf Rangnick empfängt mit seinen Überfliegern erst am Sonntag (ab 16.30 Uhr LIVE) seinen Ex-Klub Schalke 04.

Matthäus glaubt an Hoffenheim

Beide Teams haben 34 Punkte, der Aufsteiger weist jedoch ein um vier Treffer besseres Torverhältnis auf als die Bayern. Bayer Leverkusen (31 Punkte) hat auf die Herbstmeisterschaft derweil nur noch eine Außenseiterchance.

Ex-Bayer und Bundesliga-Kenner Lothar Matthäus glaubt daran, dass die Münchner Hoffenheim vor der Winterpause nicht mehr von der Spitze verdrängen können.

"Leverkusen muss auf zwei Niederlagen der Konkurrenz warten, das wird nicht passieren. Hoffenheim wird den Heimvorteil gegen Schalke nutzen und sich die Herbstmeisterschaft sichern", sagt der Trainer zu Sport1.de.

Auch Matthäus wird die brisanten Duelle der Protagonisten an der Seitenlinie genau verfolgen. Der Schwabe Klinsmann kehrt erstmals als Vereinstrainer in seine Heimat zurück. "Natürlich ist die Partie etwas ganz Besonderes für mich", verrät er.

"Emotionale Momente"

"Ich habe in Stuttgart viele emotionale Momente erlebt, mein Abschiedsspiel, das Spiel um Platz drei mit der Nationalmannschaft. Außerdem bin ich dort aufgewachsen, Familie und Freunde sind immer noch da", merkt er an.

Um drei Zähler geht es zudem und eben die Herbstmeisterschaft, die zwar kein offizieller Titel ist, aber dennoch ein dickes Ausrufezeichen zum Jahresabschluss wäre.

"Wir erwarten ein heißes Spiel gegen eine hochmotivierte Stuttgarter Mannschaft, die zwei Siege in Folge eingefahren hat."

Ribery fällt aus

15 Pflichtspiele in Folge ist der FC Bayern mittlerweile ungeschlagen, das Selbstvertrauen könnte kaum größer sein (Kommentar: Europa muss vor Bayern zittern), obwohl der Meister auf Superstar Franck Ribery (Schulterschmerzen) verzichten muss.

"Wir haben Hoffenheim zuletzt schon gezeigt, dass wir die erste Macht im Lande sind. Jetzt wollen wir auch am Samstag zeigen, dass die Herbstmeisterschaft nach München gehört.

Burschen, konzentriert euch und gebt noch einmal alles", rief Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge seinen Stars bei der Bankettrede nach dem 3:2 bei Olympique Lyon zu.

Hoeneß fordert Vollgas

Auch Manager Uli Hoeneß fordert noch einmal "Vollgas" zum Jahresabschluss. Aber schon vor dem Südderby fiel sein Fazit positiv aus: "Wir können sehr zufrieden sein. Die Mannschaft hat eine überragende Vorrunde gespielt. Wenn nun auch noch das Spiel in Stuttgart gut geht, dann war es ein perfektes Jahr."

Das war es für Hoffenheim zweifelsohne auch. Niemand hatte den Klub vor der Saison auf der Rechnung.

Spätestens seit dem Topspiel in der Allianz Arena, das zwar mit 1:2 durch das späte Tor von Luca Toni verloren ging 41370(die Bilder), ist jedoch jedem klar, dass 1899 schon jetzt zu den besten Vereinen in Deutschland gehört.

Rangnicks Ansprüche steigen

Die Ansprüche steigen beim Team aus dem Kraichgau - auch Rangnick will die Herbstmeisterschaft mit einem Sieg gegen den Verein, bei dem er vor drei Jahren gefeuert wurde, unbedingt.

Dass sich die Hoffenheimer mittel- und langfristig an der Spitze etablieren wollen, zeigte sich aber auch bei der Verpflichtung von Keeper Timo Hildebrand unter der Woche.

Mit dem Transfer hat sich der Paradigmenwechsel angekündigt.

Hildebrand ist begeistert

Erstmals verpflichteten die Badener einen fertigen Star. Für die Hoffenheimer ist die Verpflichtung des namhaften Torhüters zudem der erste große Coup nach dem Zweitliga-Rekordtransfer von Carlos Eduardo (8,5 Millionen Euro) im vergangenen Jahr (zum Artikel: 1899 rüstet sich für die Zukunft).

Um den Brasilianer muss 1899 jedoch noch bangen - der 21-Jährige leidet an einer Grippe und droht auszufallen. Eine Entscheidung fällt am Samstag.

Mit Blick auf die mögliche Teilnahme an der Champions League im kommenden Jahr sollen die Hoffenheimer zudem ihre Fühler nach dem kroatischen Sturm-Juwel Nikola Kalinic von Hajduk Split ausgestreckt haben.

"Das gesamte Modell Hoffenheim hat mich überzeugt. Ich habe im Fernsehen verfolgt, welch super Fußball hier gespielt wird", hatte Hildebrand, der einen Kontrakt bis zum 30. Juni 2010 mit Option auf eine weitere Saison unterschrieb, gesagt.

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