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Mladen petric wechselte im Sommer 2008 von Borussia Dortmund zum Hamburger SV © imago

Die Personalie Petric überschattet Hamburgs Generalprobe gegen Valencia Auch die K-Frage ist beim HSV noch ungelöst.

Von Andreas Kloo

München - Alles ist angerichtet für ein friedlich-fröhliches Fanfest rund um die Hamburger Arena.

Mit dem FC Valencia hat sich der HSV einen Prüfstein von hohem internationalem Format ausgesucht (ab 18.30 Uhr LIVE im TV auf SPORT1).

Musik von Lotto King Karl, Torwandschießen und Cheerleader-Auftritte sorgen für das passende Rahmenprogramm bei der offiziellen Saisoneröffnung.

Doch der Auftakt in die neue Spielzeit wird bei den Hanseaten von der Unruhe um die Personalplanung überschattet. Mladen Petric hat ein Angebot des Vereins zur Vertragsverlängerung vorerst abgelehnt (News).

Gleiches gilt für Änis Ben-Hatira. Auch der 23-jährige Offensivmann stoppte laut "Hamburger Morgenpost" die Verhandlungen mit dem HSV über einen neuen Vertrag. Die Verträge beider Spieler laufen im Sommer 2012 aus.

HSV will Petric halten

Vor allem beim Thema Petric steckt der HSV nun in der Zwickmühle. Sollen Sportchef Frank Arnesen und Trainer Michael Oenning Petric noch vor dem 31. August ziehen lassen, um wenigstens noch etwas Geld zu generieren?

Oder soll das Duo weiter um den 30-Jährigen kämpfen? Vorerst denkt die sportliche Führung noch nicht daran, Petric abzugeben.

Arnesen stellt klar: "Wir planen mit ihm für die neue Saison." Auch Oenning glaubt an einen Verbleib des erfahrenen Angreifers: "Ich habe weiter die Hoffnung, dass er lange beim HSV bleibt."

Gleichzeitig zeigt der Trainer auch Verständnis für die zögerliche Haltung seines Spielers. "Möglicherweise ist Mladens nächster Vertrag der letzte, den er in seiner Profikarriere abschließen wird. Natürlich will das überlegt sein."

Argument sportliche Perspektive

Um Petric doch noch zu überzeugen, werden die Hamburger vor allem zwei Argumente bringen müssen: mehr Geld und eine gute sportliche Perspektive.

Zwei Jahre in Folge verpassten die Hanseaten zuletzt das internationale Geschäft. Auf Dauer wird der 36-fache kroatische Nationalspieler sicher nicht auf Europacup-Auftritte verzichten wollen.

[kaltura id="0_ht72bnop" class="full_size" title="Letzter H rtetest f r den HSV"]

Doch die junge Hamburger Mannschaft befindet sich unter Oenning gerade erst im Aufbau. Stellt sich die Frage, wie viel Geduld Petric hat.316092(DIASHOW: Bundesliga-Wechselbörse)

Siegtreffer im Pokal

Dass der HSV aber Routiniers wie den torgefährlichen Linksfuß braucht, wurde zuletzt in der ersten Runde des DFB-Pokals deutlich.

Beim kampfstarken Fünftligist aus Oldenburg kam das Team unerwartet ins Schwimmen. Erst eine Co-Produktion der erfahrenen David Jarolim und Petric sorgte für den 2:1-Siegtreffer.

Der Siegtorschütze schickte nach dem Spiel noch eine Warnung vor dem Bundesliga-Auftakt in Dortmund (Freitag, ab 20 Uhr im LIVE-TICKER) hinterher: "Das war ein echter Denkzettel vor Dortmund. Wenn wir bei der Borussia so auftreten, gehen wir da unter."

Drohende sportliche Lücke

Der Abschied von Petric würde den Hamburgern auch einiges an sportlicher Qualität kosten. 31 Treffer in 73 Bundesligaspielen erzielte der in der Schweiz aufgewachsene Angreifer in den letzten drei Spielzeiten für den HSV.

Die Lücke müssten dann Youngster Heung Min Son und Paolo Guerrero im Verbund schließen.

Son hat seine Qualitäten mehrfach angedeutet. Guerrero muss erst noch beweisen, dass er an seine starken Leistungen von der Copa America, wo er sich die Torjägerkrone sicherte, anknüpfen kann.

Offene K-Frage

Ebenfalls noch offen vor dem Saisonauftakt ist die Kapitänsfrage.

Ursprünglich zählte auch Petric zu den Kandidaten für die Binde. Seine Chancen sind nun gleich null. Oenning wird sich wohl zwischen dem bisherigen Spielführer Heiko Westermann und Dennis Aogo entscheiden.

Seinen Entschluss will der Coach aber erst am Donnerstag verkünden.

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